Das 1:0 des SV Meppen in Zwickau Gebers: „Das war für mich auch eine kleine Genugtuung“

Von Dieter Kremer

Schenkten sich in den Zweikämpfen nichts: Marcel Gebers (links) und Zwickaus Ronny König. Foto: Werner ScholzSchenkten sich in den Zweikämpfen nichts: Marcel Gebers (links) und Zwickaus Ronny König. Foto: Werner Scholz

Zwickau. Ein halbes Jahr spielte Marcel Gebers beim FSV Zwickau, bevor er in der Winterpause der Vorsaison zum SV Meppen wechselte. Was der Innenverteidiger bei seiner Rückkehr nach Sachsen empfunden hat, erzählte er nach dem Schlusspfiff im Interview mit der Emslandsportredaktion.

Herr Gebers, das war schon ein schweres Stück Arbeit heute, oder?

Ja, definitiv. Es war klar, dass es gegen eine Ostmannschaft wie Zwickau sehr robust zur Sache gehen wird. Und darauf haben wir uns auch in der Woche eingestellt. Wir wollten es heute spielerisch lösen, weil der Platz auch in einem guten Zustand gewesen ist, nicht so wie bei uns in der letzten Woche gegen Hansa Rostock. Das ist uns weniger gut gelungen. Wir haben kein gutes Spiel gemacht, aber nichtsdestotrotz die drei Punkte mitgenommen. Und darauf können wir jetzt aufbauen. Ich denke, das gibt uns auf jeden Fall wieder Kraft für die nächste Woche.

Wie schwierig ist es, diesen wuchtigen Stürmer Ronny König zu verteidigen?

Total eklig. Ein paar offene Wunden habe ich, glaube ich (schmunzelt). Mit einer Größe von über 1,90 Meter ist er natürlich ein sehr robuster Spieler. Er stellt den Körper immer sehr gut rein, hat ein gutes Kopfballspiel. Es ist immer brutal, gegen ihn zu spielen. Wir müssen versuchen, ihn zu doppeln. Dass ein Sechser dazwischenkommt. Ich glaube, wir haben das ganz gut gemacht. Wir haben nur eine Kopfballchance in der ersten Halbzeit zugelassen, die am Tor vorbeigeht. Ansonsten hat er nichts gehabt. Wir haben das als Mannschaft wieder gut hinbekommen. Und sind erst mal stolz, dass wir das Ding heute gezogen haben.

Wie haben Sie das Tor des Spiels wahrgenommen?

Nico (Granatowski, Anm. der Redaktion) öffnet das Spiel, sieht Markus (Ballmert) laufen und spielt den Ball überragend rein. Für mich sah es so aus, dass Markus den Weg nach außen weitermachen muss. Er hat aber abgebrochen und die Flanke reingebracht. Natürlich eine gute Flanke und ein guter Laufweg von Benni (Girth).

Was hat dieses Spiel an alter Wirkungsstätte bei Ihnen ausgelöst?

Gar nichts, muss ich ganz ehrlich sagen. Es war für mich wie jedes andere Spiel. Ich freue mich natürlich, dass wir zweimal gegen Zwickau gewonnen haben. Das ist für mich natürlich auch eine kleine Genugtuung, weil das, was damals hier gelaufen ist, nicht fair war. Jetzt bin ich froh, dass wir zwei Siege gegen Zwickau errungen haben.