Rückkehr für Gebers und Neumann SV Meppen will Zwickaus neues Sturmduo stoppen

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Trieb seine Meppener im Hinspiel zum 4:0-Erfolg: Marcel Gebers. Foto: Werner ScholzTrieb seine Meppener im Hinspiel zum 4:0-Erfolg: Marcel Gebers. Foto: Werner Scholz 

Meppen. Nur Unterhaching und Aalen sind weiter entfernt. Nur Werder II, Großaspach und Lotte haben kleinere Stadion – der SV Meppen reist am 24. Spieltag nach Zwickau (Samstag, 14 Uhr). Im Hinspiel feierten die Emsländer ihren ersten Heimsieg in der 3. Liga.

Mit 4:0 setzten sich die Meppener im ersten Vergleich durch. Bis heute der höchste Saisonsieg des Aufsteigers. Vor 6243 Zuschauern verwandelte Thilo Leugers einen Handelfmeter zum 1:0. Doppeltorschütze Benjamin Girth und der eingewechselte Max Kremer erzielten die weiteren Treffer. „An dem Tag hat unsere Leistung total gestimmt. Aber man hat auch deutlich gesehen, dass an diesem Tag bei Zwickau vieles deutlich nicht gestimmt hat – aus welchen Gründen auch immer“, ordnet SVM-Coach Christian Neidhart den Sieg nachträglich ein. Zwickau war zu jener Zeit nach vier Partien noch sieglos. Ein paar Monate später könne man aus diesem Spiel nichts mehr ableiten, findet der Trainer. „Wir kennen zwar das Ergebnis, wissen aber auch, wie es zustande gekommen ist.“

Zwickau Zweiter der Rückrunde

Verändert sind die Vorzeichen vor dem zweiten Aufeinandertreffen. In der Rückrundentabelle ist Zwickau Zweiter, hat ebenso wie Münster, Würzburg und Lotte drei Siege und eine Niederlage geholt. Aus den jüngsten fünf Matches gab es zehn Punkte. Dadurch verschaffte sich der FSV ein Acht-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge. Neidhart: „Sie spielen immer eine starke Rückrunde und sind sehr heimstark.“ Meppens Rückrundenbilanz: ein Sieg, ein Unentschieden und zwei Niederlagen.

Winterzugänge passen

Ein gutes Händchen bewies Zwickaus Trainer Torsten Ziegner bei seinen Zugängen. Bentley Baxter Bahn, der zuletzt ohne Verein war, unterschrieb im September einen Vertrag bis zum Saisonende. Im Winter stießen Jonas Acquistapace vom Ligarivalen SF Lotte, Jan Washausen vom Regionalligisten SV Elversberg und Fabian Schnabel vom Regionalligisten SV Schalding-Heining neu zum Team. Acquistapace (Innenverteidiger), Bahn (rechte Außenbahn) und Washausen (Sechserposition) gehörten nicht nur beim jüngsten 3:0 in Erfurt zur Startformation. Im Gegenzug sortierte Ziegener aus: Dimitrios Ferfelis, Ronny Garbuschewski und Sinan Tekerci spielen aus sportlichen Gründen keine Rolle mehr. „Ich denke, dass gerade die Verstärkungen sehr gut passen – gerade in Zwickau“, zollt Neidhart seinem Kollegen Respekt. Die Punktzahl zeige deutlich, dass es für Zwickau nach oben gehe. Weil es so gut läuft, sitzt Kapitän Toni Wachsmuth momentan nur auf der Bank.

Rotsperre für Miatke

Verzichten muss Zwickau gegen Meppen auf Nils Miatke, der in Erfurt Rot sah. Erfurts Crnkic hatte zunächst im Fallen leicht gegen Miatke nachgetreten, der sich mit einem Schubser revanchierte. Miatke wurde vom DFB-Sportgericht für zwei Spiele gesperrt. Zwickaus Einspruch wurde abgelehnt.

Doppelsturm knipst

Gesucht und gefunden hat sich das neue Sturmduo der Zwickauer. Fabian Eisele (22 Jahre, 5 Tore in 14 Spielen) bildet es seit einigen Wochen gemeinsam mit Ronny König (34, 9/23). Bei der 0:4-Hinspielniederlage in Meppen stand Eisele zwar im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Zu Beginn der Saison fristete der 22-Jährige noch ein Reservistendasein, konnte bei seinen Einwechslungen selten überzeugen. Brustlöser war am 18. Spieltag sein Treffer in letzter Minute zum 1:1 bei Fortuna Köln. Zwei Wochen später stand Eisele erstmals in der Startelf und traf gleich doppelt beim 3:2-Derbysieg gegen Chemnitz. Mittlerweile steht er bei fünf Treffern. „Mit König haben sie einen Box-Spieler. So eine Kante, der die Bälle gut ablegen kann“, warnt Neidhart. Eisele spiele um König herum.

FSV nun selbstbewusster

Neidhart erwartet Zwickau mutiger und offensiver als im Hinspiel, weil sie diesmal vor den eigenen Fans auflaufen werden. „Man entwickelt ja gerade mit Siegen so eine Selbstverständlichkeit – und die haben sie jetzt halt auch.“ In Erfurt habe man das sehen können. „Sie haben es locker, flockig herunterspielt – ohne Stress.“

Wagner mit Bähre?

Meppens Kapitän Martin Wagner, für den zuletzt Winterzugang Mike Steven Bähre auflief, hat seine Gelbsperre abgesessen. Stellt sich die Frage: Wagner oder Bähre? Oder Wagner und Bähre? Ausschließen will Neidhart nicht, dass die beiden Kreativköpfe gemeinsam in Zwickau wirbeln. „Ich kann mir grundsätzlich vieles vorstellen“, verrät er nichts Genaues. Bähre könne viele Positionen spielen. Beim 0:2 gegen Hansa Rostock rückte er in der zweiten Hälfte von der Zehner- auf die Sechserposition. Genau in die Karten schauen lassen will sich der SVM-Coach im Vorfeld natürlich noch nicht. Sein Credo: „Wir wollen offensiv auftreten und uns nicht verstecken.“

Zwei Ausfälle

Ausfallen werden Luca Tankulic und Steffen Puttkammer. „Putti wird für Zwickau wahrscheinlich nichts werden. Er hat in dieser Woche noch nicht trainiert und immer noch Probleme“, sagt Neidhart. Eventuell seien beide im nächsten Heimspiel gegen Paderborn wieder dabei. Puttkammer hatte in Magdeburg einen Schlag von der Seite aufs Schienbein bekommen, wodurch Probleme am Fußgelenk entstanden sind. Leichte Probleme mit dem Fußgelenk hat auch Janik Jesgarzewski, während Marcel Gebers den Meppenern an alter Wirkungsstätte zur Verfügung stehen dürfte, obwohl er gegen Rostock umgeknickt war. „Gebs“, wie er von den Teamkollegen genannt wird, spielte trotzdem durch.

Gebers‘ Rückkehr

Vergangene Saison stand Gebers ein halbes Jahr lang beim FSV Zwickau unter Vertrag. „Eine falsche Entscheidung“, sagt der 31-Jährige heute. Nach neun Einsätzen wechselte Gebers in der Winterpause der letzten Spielzeit zum SVM.

Neumann war Zwickau-Torwart

Eine Rückkehr ist es auch für Neidharts Co-Trainer Marion Neumann. Von 1977 bis 1993 stand er in Westsachsen im Tor. „Er freut sich schon, dass er mal wieder zurück in die alte Heimat kommt und alte Weggefährten trifft“, so Neidhart. Wahrscheinlich werde Neumann auch seine Eltern im Stadion treffen, die in der Nähe wohnen. „Darauf freut er sich besonders.“

Zwei Auswärtssiege

Nachdem der SVM nach zuvor neun ungeschlagenen Heimspielen gegen Rostock wieder verloren hat, könnte auch die Auswärtsserie reißen, sofern Meppen gewinnt. Von den letzten fünf Partien in fremden Stadien konnten die Emsländer keins gewinnen. Seinen zweiten und bis dato letzten Auswärtssieg feierte der SVM am 14. Oktober beim 1:0 in Wehen Wiesbaden. Danach gab es zwei Niederlagen und drei Unentschieden.


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