17 Spieler für die neue Serie SV Meppen: Dieses Mal nur Gespräche in Belek

Zeit für Gespräche nimmt sich Meppens Sportvorstand Heiner Beckmann (r.) beim Trainingslager in Belek. Der Vertrag von Eigengewächs Thorben Deters läuft am Saisonende aus. Foto: MentrupZeit für Gespräche nimmt sich Meppens Sportvorstand Heiner Beckmann (r.) beim Trainingslager in Belek. Der Vertrag von Eigengewächs Thorben Deters läuft am Saisonende aus. Foto: Mentrup

Belek. Vor einem Jahr gelang Sportvorstand Heiner Beckmann mit der Vertragsverlängerung von Stürmer Benjamin Girth ein Coup. Den kann er in diesem Jahr im Trainingslager in Belek nicht bieten. Trotzdem sieht er den Drittligisten auf einem guten Weg.

Bereits 17 Spieler aus dem Kader haben einen Vertrag für die kommende Saison oder darüber hinaus. Ein Quintett hat sich bis 2020 an den Aufsteiger gebunden. Für die 3. Liga unddie Regionalliga gelten die Verträge von Jeroen Gies, David Vrzogic, Yannik Nuxoll, Janik Jesgarzewski, Thilo Leugers, Patrick Posipal, Leon Demaj, Julian Püschel, Devann Yao und Martin Wagner. Hinzu kommen die Talente Carsten Wienken, Luca Sellere, Fabian Cordes und Sven Goldschmidt. Alle anderen Kicker könnten den Verein im Abstiegsfall verlassen.

Sieben Verträge laufen aus

Bei sieben Fußballern läuft der Kontrakt am Saisonende aus: Markus Ballmert, Thorben Deters, Dennis Geiger, Nico Granatowski, Menno Heerkes, Max Kremer und Jens Robben. Nicht alle Akteure wird der SVM halten, denn der Kader von jetzt 26 Akteuren soll reduziert werden. Und der Aufsteiger plant mit dem einen oder anderen Neuzugang im Sommer. Darauf drängen auch die Trainer Christian Neidhart und Mario Neumann, die einen Vertrag bis 2019 haben.

Mit Neidhart geredet

Der Vorstand hat mit Neidhart, der 2013 beim SV Meppen anheuerte, sogar schon ein Gespräch über eine weitere Zusammenarbeit geführt. „Wir haben die Vorstellungen ausgetauscht“, erklärt Beckmann. Jetzt solle der Cloppenburger, der bewiesen habe, dass er ein guter Trainer sei, zunächst in Ruhe „seinen Fußballlehrer machen“. Auch Neumann und Daniel Vehring hätten wie die andern Mitglieder des Funktionsteams das Vertrauen gerechtfertigt.

Keine Spielerberater vor Ort

Beckmann hat die Zeit in Belek zu etlichen Gesprächen genutzt und will bis Sonntag weitere führen. Er habe schon jetzt mit fast allen Akteuren gesprochen und zumindest eine Grundtendenz festgestellt. „Bis jetzt hat niemand gesagt, dass er nicht bleiben will. Mehr als Sondierungen seinen zurzeit auch nicht möglich, weil anders als vor zwölf Monaten keine Spielerberater vor Ort seien. „Damals konnten wir sofort Nägel mit Köpfen machen.“

Im Winter wohl keine Veränderungen mehr

Beckmann, der sich mit den Kapitänen ausgetauscht hat, was gut oder weniger gut gelaufen ist, hat mit den Planungen für die neue Serie früh angefangen. Das belegt die Zahl der Vertragsverlängerungen. Auch zu den ausgeliehenen Fabian Senninger (Hannover 96) und Haris Hyseni (Jahn Regensburg) gab es Kontakt. Wenn Beckmann ein positives Signal bekommt, wird er sich um Senninger bemühen. Der Bundesligist hat alle Karten in der Hand. „Wir haben eine gute Truppe auch neben dem Platz zusammen“, sagt Beckmann, verweist aber darauf, dass zum Klassenerhalt noch etliche Punkte fehlen. Für zu viel Ablenkung sollen die Vertragsgespräche nicht sorgen. Bis März, so Beckmanns Ziel, möchte er den künftigen Kader zumindest mit Akteuren aus dem eigenen Stall besetzt haben. Der Sportvorstand glaubt nicht, dass sich der Kader in der Winterpause noch verändern wird. „Stand jetzt, bleibt er zusammen.“

„Interessant für Spieler“

Dass der SVM auch interessant ist, für neue Spieler, habe die Entwicklung einiger Spieler wie Senninger oder Markus Ballmert gezeigt. Sie hätten auf sich aufmerksam gemacht. Diese Entwicklung könnten sie gern beim SVM fortsetzen. Gut eingeführt habe sich in den wenigen Tagen im Trainingslager auch Winter-Neuzugang Luka Tankulic.

Talente sollen sich empfehlen

Die Spieler des Nachwuchsteams und der U19 hätten die Gelegenheit, sich zu empfehlen, sagt Beckmann, der mit Torwart Mathis Harsman sprechen will. Abwehrspieler Jannik Hoormann beginne jedoch eine Ausbildung bei der Polizei. Dass das Nachwuchsteam trotz des geringen Durchschnittsalters in der Bezirksliga oben steht, wertete Beckmann als gutes Zeichen.


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