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Stürmer Marcel Schied behält den VfL stets im Blick

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Sein Herz hängt immer noch am VfL Osnabrück. Auch weil Marcel Schied trotz des Zweitliga-Abstiegs bei den Lila-Weißen seine bisher erfolgreichste Zeit hatte. Jedenfalls, wenn man Stürmer daran misst, wie viele Tore sie schießen.

In der Zweitliga-Saison 2003/04 erzielte der heute 21 Jahre alte Angreifer in 33 Spielen immerhin zwölf Tore: "Leider zu wenig, denn wir haben es ja nicht geschafft." Schied, der noch bis zum 30. Juni 2006 vertraglich an den FC Hansa Rostock gebunden ist und nach Osnabrück nur ausgeliehen war, trägt nun das Trikot des Zweitligisten Spielvereinigung Unterhaching. Dort traf er in dieser Spielzeit sechsmal und gab fünf Vorlagen: "Es hätten schon ein paar Tore mehr sein können", sagt Schied, der bisher zweimal gegen 1860 München und je einmal gegen Trier, Aue, Oberhausen und Saarbrücken ins Schwarze traf.

Nach dem Abstieg des VfL wollte Hansa, dass Schied weiter in der zweiten Liga spielt, um dort Praxis zu sammeln. Neben Unterhaching hatte auch der FC Erzgebirge Aue Interesse an ihm. "Aber Unterhachings Manager Norbert Hartmann hat sich sehr um mich bemüht", erzählt der in Weißenfels bei Leipzig geborene Profi. Und er entschied sich für den von Weltmeister Andreas Brehme trainierten Club.

Die Verbindung nach Osnabrück ist nie ganz abgerissen: "Ich telefoniere noch mit Addy Menga. In Osnabrück hat es mir ja sehr gut gefallen. Mir tat der Abstieg mit dem VfL vor allem für die treuen Fans Leid, die uns immer so toll unterstützt haben", sagt Schied, der hinzufügt: "Die Zeit dort werde ich nicht vergessen."

In der Zeitung, im Internet und per Videotext verfolgt der 21-Jährige den Saisonverlauf des VfL und gibt dabei offen zu: "Ich gönne ihnen den Wiederaufstieg in die zweite Liga. Osnabrück und Paderborn sind meine Favoriten auf die ersten beiden Plätze. Mit diesem tollen Publikum gehört Osnabrück einfach in die zweite Liga."

An die Unterhachinger ist Marcel Schied nur bis zum Saisonende ausgeliehen. "Hier gefällt es mir auch. Wir haben zwar nicht so viele Fans wie der VfL, aber hier ist alles sehr klein und familiär." Das Zusammenspiel mit Francisco Copado im Sturm klappt inzwischen auch ganz gut: "Wir mussten erst unsere Laufwege abstimmen."

Wohin der Weg im Sommer führen wird, ist absolut offen: "Die Rostocker haben sich bisher noch nicht dazu geäußert. Daher will ich dazu jetzt auch noch nichts sagen", erzählt der 1,72 Meter große und 73 Kilogramm schwere Angreifer. Sollte der FC Hansa aber aus der ersten Liga absteigen, dann könnte es sein, dass ihn sein Arbeitgeber wieder an die Ostsee zurückholt.

Dann würde es wohl vorerst nichts werden mit einer Rückkehr zum VfL Osnabrück. Denn Schied hätte durchaus nichts dagegen, ein zweites Engagement beim VfL anzutreten.


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