1. FC Köln gegen Roter Stern Belgrad Europa League: Kölner Polizei rechnet mit gewaltbereiten Fans

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Der 1. FC Köln steht vor seinem ersten Europa-League-Heimspiel seit 25 Jahren. Die Polizei sichert das Risikospiel mit mehr als 2.000 Beamten ab. Foto: WittersDer 1. FC Köln steht vor seinem ersten Europa-League-Heimspiel seit 25 Jahren. Die Polizei sichert das Risikospiel mit mehr als 2.000 Beamten ab. Foto: Witters

Köln. Der 1. FC Köln steht vor seinem ersten Heimspiel im Europapokal seit 25 Jahren. Allerdings erwarten die Kölner in der Europa-League-Gruppenphase ausgerechnet Roter Stern Belgrad – ein Klub mit berühmt-berüchtigter Fanszene. Die Polizei Köln erwartet Hunderte gewaltbereite Fans von beiden Teams und will Ausschreitungen verhindern.

Für den 1. FC Köln ist das an diesem Donnerstag (19 Uhr) stattfindende Europa-League-Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad ein wahrer Festakt. Seit 25 Jahren hatten die Kölner kein Europapokalspiel mehr im eigenen Stadion. Allerdings wurde das für die Stadt Köln sportlich so bedeutsame Fußballspiel zu einem Hochsicherheitsspiel erklärt – die Kontrollen rund um die Begegnung sollen deutlich verschärft werden.

Mehr als 2.000 Polizisten sichern das Europa-League-Spiel des 1. FC Köln

Mit einem Großaufgebot von mehr als 2.000 Beamten will die Polizei das Europa-League-Heimspiel des 1. FC Köln gegen Roter Stern Belgrad an diesem Donnerstag sichern. Dieses Aufgebot übertrifft die Anzahl von eingesetzten Beamten beispielsweise beim rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Auch Wasserwerfer werden im Einsatz sein, kündigte die Behörde an. (Weiterlesen: Stöger sieht gegen Belgrad Chance zur Krisenbewältigung.)

Die Polizei rechnet mit Hunderten gewaltbereiten Fans in der Domstadt. Anhänger ohne Ticket sollen schon früh vor dem Stadion abgefangen werden. „Ich sage ganz deutlich: Die Polizei Köln wird Auseinandersetzungen nicht hinnehmen“, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob. Elf Einsatzhundertschaften seien für das Risikospiel angefordert worden.

Polizei erwartet 5.000 Auswärtsfans – mehr als die Hälfte ohne Ticket

46.000 Zuschauer erwartet der 1. FC Köln zum ersten Heimspiel auf europäischer Bühne seit 25 Jahren. Unter den Kölnern rechnet die Polizei mit bis zu 500 Störern. Etwa genauso viele Risikofans sieht Polizei-Einsatzleiter Michael Temme auf der Gegenseite. Insgesamt werden bis zu 5.000 Fans von Roter Stern Belgrad erwartet, mehr als die Hälfte von ihnen reist ohne Ticket an – nur 2.300 Karten wurden an die Auswärtsfans ausgegeben. Die Anhängerschaft des serbischen Vereins ist in der Vergangenheit schon häufiger mit Gewaltausbrüchen aufgefallen.

Um zu verhindern, dass die bis zu 2.000 ticketlosen Belgrader Fans am Kölner Stadion auftauchen, sollen laut FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle Vorkontrollen durchgeführt werden. Dafür seien 700 Ordnungskräfte im Einsatz. Von den sogenannten Störern distanzierte sich der Verein ausdrücklich. (Weiterlesen: Köln mit Interesse an Claudio Pizarro?)

Bereits am Mittwochabend mussten Beamte in der Kölner Innenstadt vereinzelt rivalisierende Fangruppen voneinander trennen. Verletzte gab es bisher jedoch nicht. Acht Männer wurden am Mittwoch der Belgrader Hooligan-Szene zugeordnet und auf dem Weg in die Innenstadt festgesetzt. Unter den Männern soll sich auch der Hooligan und Rechtsextremist Ivan „der Schreckliche“ Bogdanov befunden haben. Am Donnerstagvormittag wurden die mutmaßlichen Hooligans wieder auf freien Fuß gesetzt.

Kölner Fans sorgten gegen Arsenal für Negativ-Schlagzeilen

Am 1. Spieltag der Europa-League-Gruppenphase hatten einige Kölner Fans vor dem Spiel beim FC Arsenal in London für negative Schlagzeilen gesorgt. Aus Sicherheitsgründen musste die Partie eine Stunde später angepfiffen werden, als geplant. Unter anderen hatten 50 FC-Anhänger versucht, gewaltsam in einen Block einzudringen. Es gab eine Schlägerei im Block, zweimal wurden Bengalos gezündet. (Weiterlesen: Erster Punkt für den 1. FC Köln in der Bundesliga.)

(Mit dpa/SID)


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