Dritte Testspiel-Pleite in Folge VfL Osnabrück verliert auch gegen Dortmund 0:3

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Das dritte ernsthafte Testspiel – die dritte 0:3-Niederlage: Nach Pleiten gegen Zweitligist FC St. Pauli und den SC Wiedenbrück verlor der VfL Osnabrück am Samstag auch klar gegen die Regionalliga-U23 von Borussia Dortmund.

Auf der beschaulichen Anlage des Lüner SV geriet eine in der Defensive sehr junge Formation früh in Rückstand, bevor die etablierten Kräfte aus einer überlegen geführten zweite Halbzeit kein Kapital schlagen konnten.

VfL-Trainer Joe Enochs schickte im Schwansbell-Stadion gegen die Dortmunder Regionalliga-Elf zunächst eine eher junge Abwehrreihe und eine eher erfahrene Offensive auf das Feld: Vor Keeper Leon Tigges verteidigten neben Routinier Kim Falkenberg die Youngster Marcel Ruschmeier, Kamer Krasniqi und Furkan Zorba. Offensiv gingen im 4-2-3-1-System Marc Heider, Christian Bickel und Bashkim Renneke hinter Spitze Robert Kristo ins Rennen. Im Zentrum sollten Bastian Schulz und Ahmet Arslan das Spiel steuern. Auch der BVB setzte auf ein 4-2-3-1 mit Routinier Mainka im Abwehrzentrum, dem Ex-Osnabrücker Massimo Ornatelli auf der Sechs und dem Ex-Mainzer Patrick Pflücke zentral offensiv hinter Spitze Michael Eberwein.

BVB zu Beginn klar überlegen

Der BVB agierte die ersten 20 Minuten der Partie klar überlegen: Mit Pressing wurde die junge Abwehrreihe der Lila-Weißen unter Druck gesetzt, zudem lief der Ball zunächst schneller und sicherer durch die Reihen der Schwarz-Gelben. Die erste Chance der Dortmunder begünstigte Ruschmeier, als der gegen den stark mit seinem Körper agierenden Michael Eberwein den Ball verlor – das folgende Abspiel des Dortmunders geriet allerdings trotz großem Raum im Strafraum zu unpräzise. Dann musste Leon Tigges in höchster Not gegen den frei vor ihm auftauchenden Herbert Bockhorn parieren, nachdem der BVB die linke Abwehrseite des VfL um Bashkim Renneke, Zorba und Krasniki mit Tempo überspielt hatte.

Gegentor nach Ecke des Vfl

Das Gegentor fiel schließlich – wie schon gegen St. Pauli – nach einer Ecke des VfL. Bickel hatte den Ball nicht richtig getroffen, die Dortmunder schalteten nicht zum einzigen Mal in dieser ersten Hälfte weit schneller um als träge zurücklaufende Osnabrücker. Der kurz darauf angeschlagen ausgewechselte Ruschmeier verpasste die Chance, den Angriff doch noch zu klären, als er den Befreiungsschlag genau auf die Brust von Eberwein schoss. Der schoss den Ball an den Pfosten, bevor Pflücke den Abpraller zum 1:0 für die BVB-U23 versenkte (17.).

Nur einen Ansatz von Gefahr erzeugt

Der VfL hatte bis dahin nur dann einen Ansatz von Gefahr erzeugt, wenn Robert Kristo lange Bälle auf den einlaufenden Bickel verlängerte – aus einer solchen Aktion resultierte auch der erste Torschuss der Osnabrücker, den BVB-Keeper Jan-Pascal Reckert aber problemlos fangen konnte (21.). Kurz darauf schenkte Ornatelli dem VfL eine Chance, als er vor dem eigenen Strafraum in Ballbesitz ausrutschte. Arslan versetzte einen Gegner, doch der Abschluss war unplatziert und landete genau auf Reckerts Fuß – und Heider setzte den Schuss der zweiten Welle über das Tor. Der Rechtsaußen brachte sich nach einer starken Einzelaktion gegen zwei Dortmunder nochmal aussichtsreich in Position, verzog aber beim Abschluss aus 16 Metern. Kurz vor der Pause traf zudem Krasniqi aus Nahdistanz nur ein Dortmunder Abwehrbein.

2. Tor für BVB

In dieser Phase lief auch beim VfL der Ball besser durch die Reihen. Das zweite Tor machte dennoch der BVB, als der auffällige Bockhorn nach einer abgewehrten BVB-Ecke von rechts außen einlief und sehenswert vollendete. Schon zuvor hatte er eine Direktabnahme nur knapp über den Querbalken des Osnabrücker Tores gesetzt, als er dem auf der Linksverteidiger-Position offensichtlich unerfahrenen Zorba wieder im Rücken weggelaufen war.

Groß eröffnet 2. Halbzeit

Der eingewechselte Christian Groß eröffnete mit einem Schlenzer, der am langen Pfosten vorbeistrich, die 2. Halbzeit. Bickel testete mit einem 22-Meter-Freistoß aufs Torwarteck Reckerts Reaktionsfähigkeit – der BVB-Keeper bestand den Test. Generell agierte Osnabrück in der 2. Halbzeit feldüberlegen, was wohl auch daran lag, dass Trainer Enochs nach und nach die gestandenen Spieler einwechselte. Klare Torchancen blieben jedoch Mangelware, weil der BVB geschickt verteidigte und bei den VfL-Offensivkräften die letzte Spritzigkeit und Eingespieltheit fehlte. So blieb ein kleines Wortgefecht zwischen Massimo Ornatelli und Christian Groß, der seinen Ex-Mitspieler im Zweikampf keinesfalls schonte, ein Höhepunkt der zweiten Halbzeit – bis Ornatelli aus seiner Sicht eine passende Antwort gab und einen Freistoß aus 24 Metern direkt verwandelte (78.).

Kurz vor Schluss begünstigte der Schwinger des eingewechselten Mo El-Bouazzati einen Foulelfmeter für die Lila-Weißen, den Reimerink gegen den eingewechselten Ex-Osnabrücker herausholte. Der gefoulte schoss den Strafstoß selbst – und nagelte den Ball an die Latte. Die letzte Chance für den VfL vergab Tim Möller, der einen Kopfball nach Flanke des ebenfalls eingewechselten Jona Breulmann am langen Pfosten vorbeisetzte.

Auffälligster Spieler beim VfL war Bickel, in der Anfangsphase konnte sich zudem Kristo zeigen, wobei der zentrale Stürmer im Laufe der Partie klar abbaute. Am ehesten ein wenig empfehlen konnte sich aus der schwer geforderten jungen Defensivgarde noch der agile Krasniqi.

VfL: L. Tigges (46. Paterok) – Falkenberg, Ruschmeier (27. Engel), Krasniqi (78. Breulmann), Zorba (61. Appiah) – Schulz (46. Groß), Arslan (78. Möller) – Heider (61. Danneberg), Bickel, Renneke (46. Reimerink) – Kristo (78. Wriedt).

Dortmund: Reckert – Sauerland (76. Steurer), Mainka, Pieper (76. El-Bouazzati), Chato – Dietz (72. Ametov), Ornatelli – Bockhorn (83. Hanke), Pflücke (46. Kampetsis), Dieckmann – Eberwein (72. Serra)

Zuschauer: 400

Tore: 1:0 Pflücke (17.), 2:0 Bockhorn (37.), 3:0 Ornatelli (78.).

Besonderes: Reimerink (VfL) schießt Foulelfmeter an die Latte (83.)

Karten: Keine

Schiedsrichter: Felix Weller

(Weiterlesen: der ganze Liveticker vom Spiel zum Nachlesen)


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