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Das Thema Rhöndorf ist ,,verboten"

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Zur Tagesordnung ging Chris Fleming am Freitag alsbald über nach einem gemeinsamen Blick auf die Videoaufzeichnung, mit der der Coach den Basketballern des TSV Quakenbrück kurz klar machte, ,,dass wir schlecht gespielt haben". Entsprechend war sich der Trainer der ,,Drachen" sicher, dass seine Spieler aus der unnötigen 99:104-Niederlage zwei Tage zuvor bei den Schwelmer Baskets etwas gelernt haben mit Sicht auf das ,,Finale" am Samstag nächster Woche, wenn die Meisterschaft in der 2. Liga und der Aufstieg in die Bundesliga entschieden werden.

Im Vorfeld will sich Fleming möglichst wenig mit dem beabsichtigten Lizenzverkauf von Gegner SER Rhöndorf an den finanziell bärenstarken Zweitligasaufsteiger Cologne 99ers sowie mit dem Kontrahenten vom Rhein (,,Nicht über Rhöndorf reden, sondern auf Quakenbrück konzentrieren") vor dem ,,Spiel des Jahres" am 21. April ab 19.30 Uhr in der Artlandhalle beschäftigten, sondern in erster Linie mit dem eigenen Team. ,,Das Drumherum ist ganz nett, aber es geht am nächsten Samstag darum, wer besser Basketball spielt, denn der gewinnt. Und ich denke, das sind wir", gibt sich der Coach keineswegs niedergeschlagen nach der Niederlage von Schwelm (,,Nach einem verlorenen Spiel arbeitet man immer konzentrierter"), sondern eher fest entschlossen und zudem optimistisch.

Genau wie seine Spieler, die in Schwelm nicht das Spielniveau von den Auftritten zuvor erreichten, indem sie in beide Halbzeiten mit 2:12 bzw. 4:11 Punkten fehl starteten, den Gegner damit das Tempo bestimmen ließen und erstmals mehr als 100 Punkte kassierten (im Schnitt zuvor 73) bei 61 Prozent Trefferquote der Gastgeber (56 % bei den ,,Drachen"), die in ihrer von keinem Gegner in dieser Saison bezwungenen ,,Festung" 14 von 28 ,,Dreiern" (Quakenbrück 6 von 18) trafen. Nach einem trainingsfreien Donnerstag kamen sie gut gelaunt und voller Tatendrang am Freitag zunächst zum Kraft- sowie dann zum Balltraining.

,,Rhöndorf hat den Druck, nicht wir. Rhöndorf hat gesagt, dass sie Meister werden wollen. Deswegen müssen sie gewinnen, wir nicht, was nicht heißt, dass wir nicht gewinnen wollen. Wir glauben an das, was wir machen, und wir sind nicht umsonst oben in der Tabelle", hat Fleming seinen Spielern klar gemacht. Und deshalb will der Coach eine Woche vor dem ,,Finale" auch nicht großartig etwas ändern, eher die Fehler und Mängel ansprechen sowie abstellen im Wissen darum, ,,dass wir nur als Team eine Chance haben". Genau das Zusammenwirken im Team funktionierte in Schwelm nicht ausreichend unter dem Druck des daheim nicht aufzuhaltenen Gegners, so dass frischer Anschauungsunterricht für die Vorbereitung auf Rhöndorf gegeben ist.

Mit Rhöndorf, genauer gesagt mit Fans aus dem Rheinland muss sich zwangsläufig Günter Kramer beschäftigen, dessen Telefon häufiger als gewöhnlich klingelt. ,,Auf dem Display sehe ich dann 0222 als erste Zahlen, und dann weiß ich schon, worum es geht", erzählt der Abteilungsleiter Basketball im TSV Quakenbrück über ständige Versuche von Fans aus dem Bereich Rhöndorf, an Eintrittskarten für das ausverkaufte Spiel heranzukommen. Kein Wunder, denn im Rhöndorfer Internet wird an Interessenten appelliert, sich bezüglich der Karten an eine bestimmte Telefonnummer zu wenden, exakt die von Kramer, der immer nur wiederholen kann: ,,Das Spiel ist restlos ausverkauft".


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