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Explosionen am Mannschaftsbus Newsticker zum Anschlag auf den BVB-Bus zum Nachlesen


dpa/cbre Osnabrück. Nach dem Anschlag auf den BVB-Bus am Dienstagabend ist am Mittwoch ein Verdächtiger festgenommen worden. Zudem steht am Abend um 18.45 Uhr das Nachholspiel in der Champions League gegen den AS Monaco an. Hier gibt es den Newsticker zum Nachlesen.


NEWSBLOG: ANSCHLAG AUF BVB-MANNSCHAFTSBUS

··· Das Wichtigste im Überblick ···

▪ Die Polizei führt zwei Islamisten als Tatverdächtige. Beide sollen aus der nordrhein-westfälischen Islamisten-Szene stammen. Ein 25-jähriger Iraker wurde in Wuppertal festgenommen. Derzeit wird geprüft, ob gegen ihn Haftbefehl beantragt wird. Ein 28-jähriger Deutscher aus Fröndenberg im Kreis Unna wurde bislang nur verhört.

▪  Die Bundesanwaltschaft spricht von einem terroristischen Hintergrund der Tat. 

▪  Dortmunds Abwehrspieler Marc Bartra wurde schwer an Hand und Arm verletzt und operiert. Ein Polizist erlitt ein Knalltrauma und einen Schock.

▪ Mindestens einer der drei Sprengsätze war mit Metallstiften bestückt - Sprengwirkung von mehr als 100 Metern. Die genaue Motivlage des Anschlags ist noch unklar.

▪ Am Anschlagsort sind drei Bekennerschreiben mit gleichem Text gefunden worden. Unter anderem werde in den Schreiben der Abzug von Tornado-Kampfflugzeugen der Bundeswehr aus Syrien gefordert. 

▪ Bei einem im Internet veröffentlichten weiteren Bekennerschreiben bestehen nach ersten Bewertungen Zweifel an der Echtheit. In dem Schreiben wird ein linksextremistischer Hintergrund des Anschlags behauptet.

 

dpa-live Desk
12. April 2017 18:43

Lieber Leserinnen und Leser, der Liveblog endet an dieser Stelle. In wenigen Minuten wird das Viertelfinal-Hinspiel zwischen Borussia Dortmund und AS Monaco angepfiffen. Sollte sich die Nachrichtenlage dramatisch ändern, steigen wir mit unserer Echtzeit-Berichterstattung erneut ein. Vielen Dank fürs Dabeisein. Kommen Sie gut durch den Abend!  

dpa-live Desk
12. April 2017 18:39

Als «Zeichen der Unterstützung» ist Innenminister Thomas de Maizière zum Champions-League-Viertelfinale von Borussia Dortmund gereist. «Wir wollen das solche Spiele stattfinden, wir wollen dem Terror nicht weichen», so der CDU-Politiker bei Sky. Dass die Dortmunder Mannschaft spielen wolle, sei ein «Zeichen der Freiheit und des Stolzes» gewesen. Der Fußball habe eine große Faszination. Deswegen «übe er auch eine große Versuchung für Terroristen aus, die öffentliche Wirkung zu missbrauchen», ergänzte de Maizière.


BVB-Chef Hans-Joachim Watzke sieht die umgehende Neuansetzung des Champions-League-Spiels gegen AS Monaco als richtiges Zeichen. «Ich bin der Mannschaft unheimlich dankbar, dass sie sich zur Verfügung stellt», sagte der Borussia-Geschäftsführer dem TV-Sender Sky. «Das Wichtigste ist, dass die Demokratie und unsere freiheitliche Grundordnung auf dem Prüfstand steht und die müssen wir stärken. Daleistet die Mannschaft einen weltweit beachteten Beitrag», fügte Watzke hinzu.


BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (r) neben Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Foto: Bernd Thissen, dpa
dpa-live Desk
12. April 2017 18:33

Torwart Roman Bürki trägt, wie alles anderen BVB-Spieler, ein Shirt
mit der Nummer 5 des verletzten Bartra
vorne auf der Brust. 

via dpa
dpa-live Desk
12. April 2017 18:17

BVB-Vereinspräsident Reinhard Rauball lobt die Reaktion der Fußballwelt. Der Fußball habe «einmal mehr und aller Unkenrufe zum Trotz eine großartige Botschaft in die Gesellschaft hinein gesendet, was Solidarität, Respekt, Hilfsbereitschaft angeht», sagte Rauball den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

In seiner Funktion als Ligapräsident hatte Rauball auch die Terrornacht von Paris 2015 und die Absage des Länderspiels der deutschen Mannschaft gegen die Niederlande in Hannover wenige Tage später miterlebt. «Das sind alles traurige Stunden des Fußballs. Aber der gestrige Tag war meiner Meinung nach der negative Höhepunkt, weil die Bedrohung so nah an uns herangekommen ist», sagte Rauball. Der Angriff habe der Dortmunder Mannschaft gegolten, stellte der BVB-Präsident fest. «Die Mannschaft ist unser Heiligtum. Die attackiert zu sehen, machtsprachlos und bedrückt», sagte Rauball.


Liga und BVB-Präsident Reinhard Rauball. Foto: Frank Rumpenhorst, dpa/Archiv
dpa-live Desk
12. April 2017 17:51

Herzlicher Empfang für den BVB: Die Mannschaft des BVB inspiziert den Rasen nach der Ankunft im Stadion.

Auch zahlreiche Zuschauer sind bereits auf den Rängen des Signal Iduna Parks. Als die BVB-Spieler den Rasen betreten, erhalten sie von den Gästefans aus Monaco einen herzlichen Empfang.

dpa-live Desk
12. April 2017 17:43

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) lobt nach dem Anschlag von Dortmund die Fans beider Seiten und ruft die Anhänger von Hannover und Braunschweig auf, dem Beispiel zu folgen. Den Bombenanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus nannte er im Gespräch mit unserer Redaktion „unfassbar“.

Der SPD-Mann für die Sicherheit: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius neulich bei der Präsentation neuer Polizeihelme. Foto: dpa
 
Sarah Engel
12. April 2017 17:36

Auch der Dortmunder Mannschaftsbus samt Spieler ist sicher im Stadion angekommen. In etwas mehr als einer Stunde ist Anpfiff. 

via dpa
dpa-live Desk
12. April 2017 17:28

Die Dortmunder Polizei teilt soeben mit, dass die Mannschaft des AS Monaco das Stadion sicher erreicht hat. Der Bus wurde von vier Polizeifahrzeugen eskortiert.

Ein erstes Bild aus den Katakomben des Signal Iduna Parks.

dpa-live Desk
12. April 2017 17:23

Bundeskanzlerin Merkel zeigt sich ob des Anschlages auf den BVB-Bus entsetzt und hofft, «dass es ein friedliches und gutes Spiel werden kann.»

dpa-live Desk
12. April 2017 16:59

Die Spieler von Borussia Dortmund dürfen frei entscheiden, ob sie gegen AS Monaco spielen wollen. «Es ist so, dass wir darüber gesprochen haben. Die Jungs sind gefragt worden, wie sie sich fühlen. Und wenn einer sagen kann, er fühlt sich absolut nicht in der Lage zu spielen, dann ist es ihm auch freigestellt», sagte BVB-Torwarttrainer Wolfgang de Beer der «Rheinischen Post».


Dortmunds Torwarttrainer Wolfgang (Teddy) de Beer. Foto: Thomas Eisenhuth, dpa/Archiv
via dpa
dpa-live Desk
12. April 2017 16:48

Busse sind, anders als Autos, nie mit Panzerglas ausgerüstet. Der Hersteller MAN, der Borussia Dortmund und elf weitere Bundesliga-Vereine mit Mannschaftsbussen versorgt, erklärt das mit Sicherheitsvorschriften.

Bei einem Unfall oder Notfall müssten die Insassen die Scheiben einschlagen und den Bus durch die Fenster verlassen können, sagte ein Sprecher. Umgekehrt müssten auch Rettungskräfte durch die Fenster zu den Passagieren kommen können. Die Mannschaftsbusse seien wie alle modernen Reisebusse mit sehr robustem Doppelscheiben-Sicherheitsglas ausgestattet.


Der Mannschaftsbus des BVB nach dem Anschlag. Foto: Ina Fassbender, dpa
via dpa
dpa-live Desk
12. April 2017 16:36

Borussia Dortmund veröffentlicht soeben ein erstes Fotovondem an Hand und Arm schwer verletzten Dortmunder Abwehrspieler Marc Bartra. Dem 26-Jährigen geht es nach eigenen Angaben «deutlich besser». «Meine ganze Kraft widme ich meinen Mannschaftskameraden, den Fans und dem BVB für heute Nacht». Zuvor hatte bereits BVB-Präsident Reinhard Rauball berichtet: «Er hat die Operation gut überstanden».

Bartra will das Spiel seiner Borussia gegen AS Monaco im Fernsehen verfolgen «und drückt seinen Teamkollegen die Daumen», teilte Mediendirektor Sascha Fligge mit. Fligge besuchte den Spanier Bartra zusammen mit Sportdirektor Michael Zorc am Nachmittag im Krankenhaus. «Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er hat sich sehr gefreut und war sichtlich gerührt, dass ihn so viele Teamkollegen und Verantwortliche seit gestern besucht haben», hieß es.

dpa-live Desk
12. April 2017 16:29

Die ersten Fans beider Mannschaften versammeln sich vor dem Signal Iduna Park. Zahlreiche Monaco-Anhänger warten bereits jetzt, gut zwei Stunden vor Anpfiff der verlegten Partie, vor dem Stadion. Auch im Netz bekommen diese beiden «Bartras» viel Anerkennung. You'll never walk alone. Schöne Geste, sagen auch wir.

via dpa
dpa-live Desk
12. April 2017 15:51

Bundesjustizminister Heiko Maas fordert, dass die Täter mit aller Konsequenz zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Das sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.


Foto: Michael Kappeler, dpa/Archiv
via dpa
dpa-live Desk

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