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01.12.2016, 17:18 Uhr KOLUMNE

Nimm du ihn, ich hab ihn sicher

Von Johannes Kapitza

Lesegold: Nimm du ihn, ich hab ihn sicher. Foto: riva-VerlagLesegold: Nimm du ihn, ich hab ihn sicher. Foto: riva-Verlag

Osnabrück. Aktuelle Sportbücher für Sie gelesen: Autor Joël Grandke erzählt humorvoll von den Unwägbarkeiten, mit denen der Trainer eines fiktiven Dorfvereiens zu kämpfen hat.

Fakten, Fakten, Fakten – ohne geht es häufig nicht bei Sport- und Fußballbüchern. Aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. So auch für Trainer Lampe, der sich den Matchplan für das Auftaktspiel von Vorwärts Benenbröök so schön zurechtgelegt hatte, dabei aber die Rechnung ohne den Besuch der Dorfdisco am Abend zuvor gemacht hat. Dass Spieler zu spät kommen und die Trainingsbeteiligung in den Keller sinkt, wenn eine Einheit „mit Laufschuhen“ angekündigt ist, sind nicht die einzigen Unwägbarkeiten, die den fiktiven Dorfverein aus der vierten Kreisklasse im Alltag beschäftigen. Autor Joël Grandke versorgte früher auf spox.com den Amateurfußball-Blog „An jedem verdammten Sonntag…“ mit Geschichten. Er bezeichnet sich selbst als „begeisterten Amateurkicker“ und hat anscheinend schon so manches in Vereinen erlebt. Fußballer und Funktionäre dürften bei der Lektüre von „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“ verständnisvoll nicken und dabei schmunzeln. Manche Pointen wirken einfach, aber mal ehrlich: Das ist der Fußball in den untersten Klassen ja auch, und genau das zeichnet ihn aus und macht ihn liebenswert.

Nimm du ihn, ich hab ihn sicher. Bäuche, Bier und Blutgrätschen. Die fiktive Vereinschronik von Vorwärts Benenbröök. Von Joël Grandke, 9,99 Euro, 208 Seiten, riva-Verlag.

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