Tischtennis-EM in Budapest Dimitri Ovtcharov möchte seinen Titel verteidigen

Dimitri Ovtcharov möchte bei der Tischtennis-EM in Budapest seinen Titel verteidigen. Foto: dpaDimitri Ovtcharov möchte bei der Tischtennis-EM in Budapest seinen Titel verteidigen. Foto: dpa

Budapest. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) schickt bei der Europameisterschaft in Budapest jeweils fünf Damen und Herren ins Rennen.

Das ist das Maximum. Fünf Titel im Einzel, Doppel und Mixed werden bis Sonntag vergeben. Der DTTB hat in allen Disziplinen Medaillenchancen, auch wenn die Top-Stars Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Han Ying nur für das Einzel gemeldet haben.

Herren-Einzel (fünf Teilnehmer):

Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov ist erneut der Favorit. Der 28-Jährige, der in Düsseldorf lebt und für Orenberg/Russland spielt, zeigte zuletzt aber Schwächen. Er verlor bei Olympia und beim World Cup gegen Europäer. Rekordchampion Timo Boll (Düsseldorf) ist nach einer Nackenverletzung nicht bei 100 Prozent. Patrick Franziska (Saarbrücken) kann für Überraschungen sorgen. Steffen Mengel und Benedikt Duda aus Bergneustadt müssen die Qualifikation überstehen.

Damen-Einzel (fünf Teilnehmer):

Ein deutsches Finale am Sonntag wäre keine ganz große Überraschung. Das Olympia-Trio, das in Rio Team-Silber gewann, ist auch im Einzel stark. Die Weltranglisten-Siebte Han Ying, die beim polnischen Club Tarnobrzeg unter Vertrag steht, führt die Setzliste vor den beiden Berlinerinnen Petrissa Solja und Shan Xiaona an. Sabine Winter und Kristin Silbereisen vom Erstligisten Kolbermoor komplettieren das starke Quintett von Erfolgstrainerin Jie Schöpp.

Herren-Doppel (zwei Teilnehmer):

Patrick Franziska bildet mit dem Dänen Jonathan Groth ein starkes Duo. Es macht sich Hoffnungen auf Edelmetall. Man kennt sich. Groth spielt für Fulda in der Bundesliga. Die Bergneustädter Steffen Mengel und Benedikt Duda sind als zweite DTTB-Kombination am Start.

Damen-Doppel (zwei Teilnehmer):

Das Berliner Vereinsduo Petrissa Solja/Shan Xiaona spielte in Rio auf sehr hohem Niveau. In Budapest sind sie hinter einer russischen Kombination an Nummer zwei gesetzt. Auch Sabine Winter und Kristin Silbereisen zählen zum Kreis der Medaillenanwärterinnen.

Mixed (zwei Teilnehmer):

Der Wettbewerb gehört erstmals seit 2007 wieder zum Programm einer Individual-EM. Es ist nicht die Lieblingsdisziplin der deutschen Stars. Dennoch hat der DTTB die Duos Kristin Silbereisen/Steffen Mengel sowie Sabine Winter/Benedikt Duda gemeldet.


Modus, Spielsystem und Titelverteidiger bei der Tischtennis-EM

Modus:

Bei den 35. Tischtennis-Europameisterschaften von Dienstag bis Sonntag in Budapest wird im Einzel, Doppel und Mixed jeweils im K.o.-System gespielt. Das Hauptfeld im Damen- und Herren-Einzel besteht aus 64 Aktiven, in den Doppel-Konkurrenzen sind 32 Paare am Start. Die Hälfte der Aktiven wird gemäß der Weltrangliste ins Hauptfeld gesetzt, die restlichen Plätze in der Qualifikation ermittelt.

Spielsystem:

Alle Partien gegen über vier Gewinnsätze. Eine Ausnahme gibt es nur im Mixed-Wettbewerb sowie in den Doppel-Qualifikationen. Hier reichen drei Satzgewinne zum Sieg.

Titelverteidiger:

Herren-Einzel: Dimitrij Ovtcharov (Deutschland), Herren-Doppel: Stefan Fegerl/João Monteiro (Österreich/Portugal), Damen-Einzel: Elizabeta Samara (Rumänien), Damen-Doppel: Hu Melek/Shen Yanfei (Türkei/Spanien), Mixed: Antonín Gavlas//Renáta ?trbíková (Tschechien).

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