HSV-Investor Ernst Burmeister tot Tödlicher Raubüberfall in Stade: Polizei fahndet nach drei Tätern

Von dpa

Spurenermittler stehen in Stadevor dem Einfamilienhaus von Ernst Burmeister. Der 79-Jährige HSV-Investor erlag seinen Verletzungen. Nach der Tat flüchten die Täter mit Schmuck und mehreren Tausend Euro Bargeld. Foto: Polizeiinspektion Stade/dpaSpurenermittler stehen in Stadevor dem Einfamilienhaus von Ernst Burmeister. Der 79-Jährige HSV-Investor erlag seinen Verletzungen. Nach der Tat flüchten die Täter mit Schmuck und mehreren Tausend Euro Bargeld. Foto: Polizeiinspektion Stade/dpa

Stade. Zwei Maskierte überfallen einen älteren Herrn im eigenen Haus und verletzen ihn tödlich. Die Täter greifen auch seine Ehefrau an. Nach der Tat flüchten sie mit Schmuck und mehreren Tausend Euro Bargeld. Das Opfer war der Investor des Hamburger SV, Ernst Burmeister.

Der bei einem Raubüberfall in Stade tödlich verletzte 79-jährige Mann war ein bekannter Investor des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. Wie die Polizei am Montag bestätigte, handelt es sich um den Unternehmer Ernst Burmeister, dessen Firma Früchte aus dem Ausland nach Hamburg importiert.

Suche nach den Tätern

Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet, 30 Beamte sollen sich nun ausschließlich mit der Aufklärung des Raubmordes beschäftigen, wie Polizeisprecher Rainer Bohmbach berichtete. Alle Spuren und Hinweise würden akribisch aufgearbeitet, um den Tätern baldmöglichst auf die Spur zu kommen.

Der Fußball-Bundesligist teilte am Montag mit, der Verein stehe in engem Kontakt mit der Familie. Das von den Söhnen geführte Familien-Unternehmen aus der Obst- und Gemüse-Branche soll nach Medienberichten Anteile am Hamburger SV in Höhe von rund vier Millionen Euro erworben haben.

Schläge gegen Kopf

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei haben am Freitagabend zwei maskierte Täter den Unternehmer und dessen Ehefrau in ihrem Einfamilienhaus angegriffen und niedergeschlagen. Der 79-Jährige wurde durch Schläge gegen den Kopf tödlich verletzt. „Der Mann ist an den Folgen dieses Überfalls gestorben“, sagte Bohmbach.

Die Unbekannten flüchteten mit mehreren Tausend Euro Bargeld und Schmuck. Die Beamten gehen davon aus, dass ein dritter Komplize mit einem Auto in der Nähe des Tatortes auf die beiden Männer wartete und mit den Tätern mit hoher Geschwindigkeit davon fuhr. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg.

Geklingelt, dann überfallen

Die Täter hatten an der Haustür des Ehepaares geklingelt. Als die 73-Jährige öffnete, wurde sie angegriffen und geschlagen. Ein Maskierter hielt die Frau unter Kontrolle, während der andere Täter den 79-Jährigen überwältigte. Der verletzte Mann wurde im Haus vom Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht, wo er am Sonntag starb. Die Frau erlitt Verletzungen und einen schweren Schock. Sie kam ebenfalls ins Krankenhaus.

Am Montag begannen die Ermittler mit der Spurensicherung am Tatort. „Wir sind noch ganz am Anfang der Ermittlungen“, sagte Bohmbach. Die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung. Eine Obduktion des Leichnams soll die genaue Todesursache klären.


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