Halbfinale Portugal vs. Wales Schiedsrichter Jonas Eriksson: Ein Millionär pfeift die Millionäre

Jonas Eriksson leitet das erste EM-Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr) zwischen Portugal und Wales, obwohl der Millionär es eigentlich nicht nötig hätte. Foto: dpaJonas Eriksson leitet das erste EM-Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr) zwischen Portugal und Wales, obwohl der Millionär es eigentlich nicht nötig hätte. Foto: dpa

Osnabrück. Jonas Eriksson leitet das erste EM-Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr) zwischen Portugal und Wales – und zwar aus reiner Liebe zum Job. Denn auf Geld ist der Schwede nicht mehr angewiesen. Vor neun Jahren wurde Eriksson zum Multimillionär.

Im Jahr 2007 wurde der schwedische Schiedsrichter Jonas Eriksson zum Multi-Millionär. Für den Verkauf seiner Anteile an einer Sportrechteagentur erhielt er 75 Millionen Kronen, also rund 8,5 Millionen Euro. Schiedsrichter ist Eriksson seitdem nur noch aus Passion. Den Lohn als Unparteiischer braucht er vermutlich nicht mehr.

Schon bei EM 2012 und WM 2014

„Das ganze Geld hat überhaupt nichts geändert“, behauptet er dennoch hartnäckig. „Das Beste in meinem Leben ist immer noch, Spiele zu pfeifen“, zitiert ihn welt.de. Und Eriksson gehört zu den besten seiner Zunft. Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine gehörte er zu den herausragenden Spielleitern.

Auch bei der WM in Brasilien leitete er zwei Spiele in der Gruppenphase sowie das Achtelfinale.

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Drittes Spiel bei EM 2016

Für Eriksson wird die Partie zwischen Portugal und Wales in Lyon das dritte Spiel bei der EM in Frankreich. Wales hat der 42-Jährige bereits einmal gepfiffen – beim 3:0-Vorrundensieg gegen Russland. Außerdem war er beim Gruppenspiel zwischen der Türkei und Kroatien (0:1) im Einsatz.


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