„Mehr Respekt für meine Jungs“ Hertha-Trainer Pal Dardai rastet im Sky-Interview aus

Von Ina Wemhöner

Der Hertha-Trainer rastet im Sky-Interview mit Thomas Wagner aus und fordert bessere Fragen von dem Reporter. Foto: imago/Bernd KönigDer Hertha-Trainer rastet im Sky-Interview mit Thomas Wagner aus und fordert bessere Fragen von dem Reporter. Foto: imago/Bernd König

Berlin. Borussia Dortmund ist souverän ins Finale des DFB-Pokals eingezogen. Hertha BSC ist enttäuscht und Trainer Pal Dardai zofft sich nach der 0:3-Niederlage im Fernsehinterview mit Sky-Reporter Thomas Wagner: „Ich fordere mehr Respekt für meine Jungs.“

Borussia Dortmund hat den Berliner Traum vom Endspiel im eigenen Wohnzimmer zerstört. Hertha-Trainer Pal Dardei erkannte die Überlegenheit des Gegners an: „Dortmund ist zu schnell für uns. Das ist eine Topmannschaft, das ist auch ein Lerneffekt für meine Mannschaft. Da fehlt noch etwas.“

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Dardai war angefressen nach dem Spiel. Im TV-Interview kritisierte dann auch noch Sky-Reporter Thomas Wagner die Leistung der Mannschaft: „Uns hat ein bisschen der Mut zu Beginn gefehlt.“

Dardai antwortete darauf gereizt: „Welchen Mut meinen Sie? Wie soll man es denn machen, dann müssen Sie mir zeigen, wie das geht.“

Der Reporter darauf: „Wenn man Zweikämpfe gewinnt, wenn man ein bisschen höher steht, wenn man Freistöße bekommt, dann geht vielleicht mal einer rein.“ Der Hertha-Trainer kontert: „Wenn Sie eine bessere Idee haben, nehme ich gerne Unterricht von Ihnen. Kommen Sie zu uns zur Hertha, geben Sie uns eine bessere Lösung.“

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Dardai fällt dem Reporter im Interview immer wieder ins Wort und fordert den Reporter auf, bessere Fragen zu stellen. Als Wagner die Spieler dann noch als „Material“ bezeichnet, ist Dardai völlig aufgebracht: „Meine Spieler sind nicht Material.“

Und der Trainer redet sich weiter in Rage: „Entweder mehr Respekt, weil meine Jungs haben gut gearbeitet. Wenn einer das nicht sieht. Wir sind bis zum Limit gegangen. Wir können die Werte sehen. Jeder Spieler ist viel gelaufen. Und sorry, wenn Sie das nicht gesehen haben, dann haben wir Probleme.“

Für Wagner ist das Interview damit beendet: „Okay, dann haben wir ein Problem. Dann beenden wir es vielleicht.

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