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Frau in Berlin Handy entwendet Disco-Ärger um Max Kruse – Ausschluss aus DFB-Elf?

Max Kruse, Stürmer beim VfL Wolfsburg, soll in einer Disco in Berlin einer Frau für einige Zeit ihr Handy entwendet haben. Sein Verein ist „not amused“. Foto: dpaMax Kruse, Stürmer beim VfL Wolfsburg, soll in einer Disco in Berlin einer Frau für einige Zeit ihr Handy entwendet haben. Sein Verein ist „not amused“. Foto: dpa

Osnabrück. Fußballprofi Max Kruse macht abermals abseits des Platzes auf sich aufmerksam. Wenige Tage nach Bekanntwerden der 75.000-Euro-Taxifahrt soll er in einer Berliner Diskothek auffällig geworden sein.

Während er dort nach dem Spiel gegen Darmstadt am Samstag (1:1) seinen 28. Geburtstag feierte, soll er einer Frau – offenbar eine „Bild“-Journalistin – für kurze Zeit ihr Handy entwendet haben. Sie soll ihn zuvor mehrfach ungefragt fotografiert haben, er wollte die Bilder löschen.

Kruse sagte dazu in der „Bild“-Zeitung (Montag-Ausgabe): „Natürlich war ich irgendwann genervt und habe dann vielleicht unpassend reagiert.“ Er habe den Vorfall am Sonntag in einem persönlichen Gespräch mit der Journalistin der Zeitung ausgeräumt, erklärte er weiter.

Jetzt droht dem Stürmer ein Nachspiel – und das erst eine Woche, nachdem ein anderer schlagzeilenträchtiger Berlin-Besuch Kruses bekanntgeworden ist. Der Fußballprofi hatte im Oktober angeblich in der Hauptstadt 75.000 Euro in bar in einem Taxi vergessen.

Wolfsburgs Geschäftsführer Sport, Klaus Allofs, ist von der erneuten Aufregung um seinen Spieler alles andere als angetan. „Es ist in Ordnung, wenn man seinen Geburtstag feiert. Aber man kann auch feiern, ohne in die Schlagzeilen zu geraten“, sagte er dem „Kicker“ und ergänzte: „Wir haben es ihm schon in der vergangenen Woche erklärt. Da gibt es nicht mehr viel Spielraum: Er muss sein Verhalten ändern.“ Allofs erwarte, dass Kruse seinen Beruf stärker in den Vordergrund stelle. In der „Bild“ fügte er hinzu, das Problem werde noch größer, wenn man parallel die sportlichen Leistungen nicht bringe. Kruse hatte am Samstag beim Heimspiel gegen Darmstadt 98 nicht überzeugen können.

Von seinem Club wurde der Angreifer bereits erneut sanktioniert. Nach Angaben der „Bild“ (Montag) muss Kruse eine Geldstrafe von 25 000 Euro zahlen. Bei dieser Sanktion dürfte es sein Verein belassen. Anders als im Fall von Stürmer Nicklas Bendtner, der nach einigen disziplinarischen Verfehlungen nicht mehr berücksichtigt wird.

Das gilt auch für die Nationalmannschaft. Joachim Löw beschäftigt sich intensiv mit den jüngsten Vorkommnissen um Fußball-Nationalspieler Max Kruse. Der Bundestrainer sprach bereits mit seinem Wolfsburger Trainerkollegen Dieter Hecking über den VfL-Stürmer. Der Bundestrainer hatte den 28-Jährigen für die Länderspiele gegen England (26. März in Berlin) und Italien (29. März in München) nominiert. Schon nach dem Taxi-Vorfall hatte der Bundestrainer seinen Unmut ausgedrückt und betont, dass er von Nationalspielern ein anderes Verhalten erwarte.

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff informierte sich bei VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs. Noch im Laufe des Montags wird eine Reaktion von Löw erwartet. Sanktionen bis zum Ausschluss Kruses aus dem DFB-Team sind denkbar. (mit dpa)


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