Super Bowl 2016 NFL-Finale – Das große Football-ABC

San Francisco hat sich längst für den Super Bowl 2016 hergerichtet. Überall wird mit Schidlern auf das goldene Jubiläum hingewiesen. Foto: AFPSan Francisco hat sich längst für den Super Bowl 2016 hergerichtet. Überall wird mit Schidlern auf das goldene Jubiläum hingewiesen. Foto: AFP 

Santa Clara/Ingolstadt Am Sonntag (0:30 Uhr MEZ, Sat. 1) steigt in Santa Clara/Kalifornien der Super Bowl zwischen den Denver Broncos und Carolina Panthers. Die US-amerikanischen Profiliga NFL erfreut sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Wir haben die wichtigsten Begriffe zusammengefasst.

Von Julian Schultz

A wie American Football Conference: Die US-amerikanische Profiliga NFL (National Football League) ist in zwei Staffeln, die Conferences eingeteilt. Das Pendant zur American Football Conference (AFC) ist die National Football Conference (NFC). Die Zuteilung der Mannschaften erfolgt meist geografisch. Die Meister der beiden Staffeln treffen im Super Bowl aufeinander.

B wie Broncos: Das Team aus Denver/Colorado setzte sich im Halbfinale gegen Titelverteidiger New England Patriots durch. Der zweimalige NFL-Champion (1997, 1998) ist nach ungezähmten Pferden benannt.

C wie Complete Pass: Nimmt ein Spieler den Football nach einem Pass aus der Luft auf und hält ihn sicher fest, spricht man von einem vollständigen Pass.

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D wie Defense: Die Verteidigung setzt sich aus der Defensive Line und dem Backfield zusammen. Sie soll die angreifende Mannschaft hindern, Raum zu gewinnen oder einen Touchdown zu erzielen.

E wie Endzone: Wird der Football von einem Spieler in die rund neun Meter breite Zone an den Enden des Spielfelds getragen oder gefangen, erzielt die Mannschaft einen Touchdown und erhält sechs Punkte.

F wie Fieldgoal: Schafft es eine Mannschaft nicht bis in die Endzone, kann sie den Football durch die Torstangen an den Enden des Spielfelds schießen. Dafür gibt es drei Punkte. Nach jedem Touchdown kann man sich mit einem Fieldgoal einen Extrapunkt sichern.

G wie Gatorade-Dusche: Die Tradition, dass der Cheftrainer nach dem Super-Bowl-Gewinn mit einem Eimer des isotonischen Getränks übergossen wird, geht auf die 80er Jahre zurück. Die New York Giants starteten eine Siegesserie, nachdem Coach Bill Parcells „geduscht“ wurde. Der US-Amerikaner hielt aus Aberglaube an der Tradition fest – und holte 1987 den Titel. Es gibt gelegentlich Wetten, welche Farbe die Flüssigkeit bei der Gatorade-Dusche für den Headcoach haben wird.

H wie Hail Mary: Mit einem Verzweiflungswurf versucht der Quarterback des in Rückstand liegenden Teams kurz vor Schluss doch noch zu punkten. Der Legende nach geht der Name auf die Notre Dame Fighting Irish zurück, die vor jedem Touchdown ein Ave Maria gebetet haben sollen.

I wie Interception: Gelingt es der Verteidigung, den Pass der angreifenden Mannschaft abzufangen, wechselt das Angriffsrecht. Zudem besteht die Möglichkeit, direkt in die Endzone zu laufen und einen Touchdown zu erzielen.

J wie Montana, Joe: Der US-Amerikaner gilt als einer der besten NFL-Profis. Mit den San Francisco 49ers gewann der Quarterback viermal den Super Bowl (1982, 1985, 1989, 1990).

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K wie Kick-off: Einen Anstoß gibt es zu Beginn jeder Spielhälfte, der Verlängerung, nach einem Touchdown und jedem Fieldgoal.

L wie Line of Scrimmage: Die Gedrängelinie ist eine gedachte Linie nach jeder Unterbrechung zwischen beiden Teams. Bewegt sich ein Spieler zu früh, gibt es eine Strafe.

M wie Manning, Peyton: Der Quarterback der Denver Broncos spielte eine schwache Hauptrunde. Kritiker legten dem 39-Jährigen das Karriereende nahe, nachdem er mit einer Fußverletzung lange ausgefallen war. Doch Manning kämpfte sich zurück, nach 2007 kann er zum zweiten Mal den Super Bowl gewinnen.

N wie Newton, Cam: Der Quarterback der Carolina Panthers gilt als wertvollster Spieler der Saison. Auch Peyton Manning sprach sich zuletzt für den 26-jährigen US-Amerikaner aus. Mit 110 Kilogramm und 1,95 Metern setzt der Modelathlet auf ein laufintensives Spiel. Doch Newton polarisiert auch, seine Jubelarien kommen nicht überall gut an.

O wie Offensive Line: Die vorderste Angriffsreihe versucht, Lücken für das Laufspiel zu schaffen oder dem Quarterback genügend Zeit für seinen Wurf zu geben. Sebastian Vollmer, der derzeit beste Deutsche, spielt bei den New England Patriots als Offensive-Tackle.

P wie Panthers: Die Carolina Panthers tragen ihre Heimspiele in Charlotte/North Carolina aus. Noch nie konnten sie den Super Bowl gewinnen.

Q wie Quarterback: Die wichtigste Position. Der Spielmacher kann den Football entweder seinem Running-Back zu einem Lauf überreichen, einem Receiver zuwerfen oder selbst nach vorne laufen.

R wie Running-Back: Die Ballträger haben die Aufgabe, den Football so weit wie möglich nach vorne zu tragen.

S wie Sack: Gelingt es einem Verteidiger, den Quarterback zu Boden zu reißen, spricht man von einem Sack.

T wie Touchdown: Wird der Football in die Endzone getragen oder dort gefangen, erhält die Mannschaft sechs Punkte.

U wie USA: American Football zählt in den USA wie Baseball, Basketball und Eishockey zu den „Großen Vier“. Die NFL hat den höchsten Zuschauerschnitt aller Profisportligen der Welt. Beim Super Bowl schalten im Schnitt 111 Millionen US-Fans den Fernseher ein.

V wie Vince-Lombardi-Trophy: Der Pokal für den Super-Bowl-Gewinner ist nach dem früheren Trainer der Green Bay Packers benannt. Das Team aus dem US-Bundesstaat Wisconsin gewann die ersten beiden Super Bowls.

W wie Wide-Receiver: Die Ballfänger sind die schnellsten Spieler auf dem Feld. Sie versuchen, den Football nach einem Pass des Quarterbacks aus der Luft zu pflücken und diesen bis in die Endzone zu tragen.

X wie XXL: 4000 Tonnen Popcorn, 14.000 Tonnen Chips und 120 Millionen Liter Bier: Die US-Amerikaner geben am Super-Bowl-Sonntag rund 50 Millionen Dollar für Nahrungsmittel aus.

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Y wie Yards: Das Spielfeld ist in Yards eingeteilt. Ein Yard entspricht etwa 0,91 Meter. Die Mannschaften haben jeweils vier Versuche, einen Raumgewinn von zehn Yards zu erreichen. Gelingt ihnen das nicht, wechselt das Angriffsrecht.

Z wie Zeit: Ein Viertel hat jeweils 15 Minuten. Durch Auszeiten, Unterbrechungen und Werbepausen dauert eine Partie rund drei Stunden. Kurios: Nur während etwa sechs Prozent der Spieldauer passiert auch wirklich was.


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