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Super Bowl 2018 NFL-Lexikon: Regeln beim American Football

Von Sportredaktion



Osnabrück. Im Vergleich mit dem Regelwerk von American Football erscheint die Abseitsregel beim Fußball wie eine Kleinigkeit. Um sich auf den Super Bowl 2018 am 4. Februar vorbereiten zu können, sind hier die wichtigsten Regeln der NFL zusammengestellt.

Zwar ist American Football eine komplizierte Sportart, kann aber schon mit dem Wissen der Grundregeln recht gut mitverfolgt werden.

Spielzeit, Mannschaften und Pausen: Ein Footballspiel dauert 60 Minuten, verteilt auf vier Viertel mit je 15 Minuten Spielzeit. Die Halbzeitpause beträgt 20 Minuten. Pro Hälfte können die Teams außerdem jeweils drei Time-Outs nehmen. Footballspiele dauern trotzdem oft einige Stunden, weil die Zeit bei Punktgewinnen oder Fouls angehalten wird. Jedes Team schickt entweder elf Offense- oder elf Defense-Spieler auf das Feld. Ziel der Offense ist es, einen Touchdown zu erzielen, die Defense des anderen Teams soll sie aufhalten. Grundsätzlich geht es darum, Raumgewinne mittels Pässen oder Laufspielzügen zu erzielen.

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Punktgewinne: Punktgewinne können auf zwei Arten erfolgen: Bei einem „Field Goal“ wird der Ball durch das gegnerische Tor in der Endzone geschossen. Trifft der sogenannte Kicker, bekommt sein Team drei Punkte. Eine bessere Methode ist der Touchdown.Um einen Touchdown zu erzielen, muss ein Spieler den Ball entweder bis in die Endzone tragen, oder ihn in der Endzone sicher fangen. Gelingt das, gewinnt sein Team sechs Punkte. Nach dem Touchdown können direkt weitere Punkte erzielt werden: Beim „Point after Touchdown“ wird der Ball durch das „Field Goal“ geschossen, was einen weiteren Punkt wert ist. Die zweite Art ist ein zweiter Touchdown – dafür hat das Team aber nur einen Versuch kurz vor der Endzone. Bei Erfolg gibt es für diesen „Extra-Touchdown“ aber nur zwei statt sechs Punkte („Two Point Conversion“). Nach einem Punktgewinn wechseln die Rollen der Teams und das Spiel wird wieder durch einen „Kick-Off“ aufgenommen.

Start und Verlauf des Spiels

Wer zu Beginn den „Kick-Off“ ausführt, wird per Münzwurf entschieden. Danach schießt ein Team den Ball so weit wie möglich in die gegnerische Hälfte. Der Gegner fängt den Ball und versucht, ihn so weit wie möglich nach vorne zu tragen. Sobald er von dem anderen Team gestoppt wird, beginnt das eigentliche Spiel.

In der Offense ist zunächst das Team, dass den Ball gefangen hat. An der Stelle, an der der Ballträger gestoppt worden ist, stehen sich dann beide Mannschaften an einer gedachten Linie gegenüber („Line of Scrimmage“). Mit einem „Snap“ übergibt der Center den Ball an den Quarterback. Der Quarterback ist der Spielmacher seines Teams und meistens auch der bekannteste Spieler seiner Mannschaft, da er die offensiven Spielzüge vorgibt und den Ball verteilt.

Der Quarterback kann entweder selbst mit dem Ball laufen, ihn einem „Running Back“ übergeben, der dann damit läuft, oder ihn einem anderen Spieler zu passen – meistens den „Wide Receivern“. „Running Backs“ sind zwar flink aber eher kräftig, um sich durch die Defense-Linie des Gegners zu kämpfen. „Wide Receiver“ sind eher agil und gehören zu den athletischsten Spielern im Team. Die Offense hat vier Versuche, um einen Raumgewinn von 10 Yards – oder einen Punktgewinn – zu erzielen. Schafft sie das nicht, wechselt der Ballbesitz.

Ende eines Spielzugs: Ein Spielzug ist beendet, wenn die Defense den balltragenden Spieler zu Boden bringen kann oder dieser das Spielfeld an der Seitenlinie verlässt. Darüber hinaus kann der Ballbesitz auch wechseln, wenn das Offense-Team eigentlich noch Versuche übrig hätte. Zum einen, wenn die Defense einen geworfenen Ball vom Quarterback abfängt („Interception“) oder der gegnerische Spieler den Ball verliert, bevor seine Knie, Ellenbogen oder der Ball den Boden berühren und der Ball von der Defense aufgenommen wird („Fumble“).

Übertriebene Härte

Football ist sicherlich ein harter Sport. Bei Attacken („Tackles“) rauschen die bulligen Spieler mit hoher Geschwindigkeit ineinander. Zwar tragen alle Helme und unter dem Trikot Protektoren, doch trotzdem ist die Verletzungsrate beim American Football recht hoch. Verdrehte Knöchel oder Knie und vor allem auch Gehirnerschütterungen sind nicht selten. Die NFL versucht, die Spieler mit zahlreichen Sonderregeln zu schützen, deren Erläuterung zu weit führen würde. Es sei aber erwähnt, dass die Schiedsrichter („Referees“) übertriebene Härte gegen andere Spieler ahnden und selbst das wörtliche Verhöhnen untersagt ist.

Rahmendaten

Das Spielfeld: Das Spielfeld ist, ähnlich wie beim Fußball, in zwei Hälften geteilt. Am Ende beider Seiten befinden sich die sogenannten Endzonen, in denen die Punkte erzielt werden können. In den Endzonen stehen zudem jeweils die „Field Goals“. Sie sehen aus wie übergroße Stimmgabeln. Die Endzonen sind jeweils 50 Yards (circa 46 Meter) von der Mitte entfernt. Inklusive der Endzonen ist ein Spielfeld circa 120 Yards (109,73 Meter) lang und etwa 53 Yards (48,46 Meter) breit.


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