Club von Dietrich Mateschitz Fanproteste gegen RB Leipzig in der Chronologie

Von dpa


Leipzig. Seit der Gründung von RasenBallsport Leipzig im Jahr 2009 sieht sich der von Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz finanzierte Verein immer wieder Anfeindungen gegnerischer Fans ausgesetzt. Eine Chronologie ausgewählter Vorfälle.

2009: Nach der Übernahme des Spielrechts vom SSV Markranstädt gibt es in dem Leipziger Vorort bereits vor den ersten Partien Proteste. Dabei werden unter anderem Werbebanden beschädigt und der Rasen des Spielfeldes mit Unkrautbekämpfungsmittel zerstört. (Pokal-Skandal: RB Leipzig bietet VfL Osnabrück Wiederholungsspiel an)

März 2011: Nach Protesten seiner Fans sagt der KSV Hessen Kassel das vereinbarte Testspiel gegen RB Leipzig ab. Es folgen immer wieder ähnliche Beispiele: Das Prominenteste zuletzt im Sommer 2014, als sich der Bundesligist VfB Stuttgart von seinen Anhängern umstimmen lässt.

Saison 2014/2105: Im Internet wird die deutschlandweite Kampagne „Nein zu RB“ gegründet. Transparente mit der Aufschrift hängen in den Stadien zahlreicher Zweitligisten. Viele Anhänger boykottieren die Auswärtsspiele ihrer Clubs in Leipzig.

September 2014: Beim 1. FC Union Berlin tragen 20 000 Zuschauer im Stadion schwarze Regencapes und schweigen in den ersten 15 Minuten der Zweitligapartie. Februar 2015: Beim Auswärtsspiel in Aue halten die Fans aus dem Erzgebirge ein Transparent in die Höhe, das Red-Bull-Chef Mateschitz in einer Naziuniform zeigt. Nach der Partie werden Spieler beim Auslaufen mit Schneebällen beworfen. (Kommentar zum Pokal-Skandal in Osnabrück: Ein Chaot zerstört den Traum)

März 2015: In Karlsruhe erreichen die Anfeindungen mit dem Blockieren des Mannschaftsbusses und des Autos von Sportdirektor Ralf Rangnick, einem geforderten Trikot-Rücktausch und dem Eindringen von schwarz gekleideten Personen ins Mannschaftshotel den vorläufigen Höhepunkt.

März 2015: In Heidenheim werden Auswechselspieler bei der Erwärmung neben dem Feld mit Bierbechern beworfen. RB-Verteidiger Sebastian Heidinger trifft ein Becher, der mit Urin gefüllt ist.