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Drei Spiele am Abend Unten gegen oben: Sensations-Alarm im DFB-Pokal?


Osnabrück. „Es ist des Pokals eigenes Gesetz, dass der Wille Berge versetzt“ – Dieser Satz hat sich im DFB-Pokal immer wieder bewahrheitet. Wenn ein Außenseiter gegen den Favoriten antritt, haben sich in der über 70-jährigen Geschichte des Pokals immer wieder packende Sensationen ereignet. Heute startet die erste Runde des DFB-Pokals mit drei Begegnungen. Überraschungen sind auch in diesem Jahr nicht ausgeschlossen.

Insgesamt treffen in der ersten Runde 64 Teams aufeinander.

TuS Erndtebrück – SV Darmstadt 98 (19 Uhr)

Spektakulär geht es am heutigen Pokal-Freitag los! Aufsteiger gegen Aufsteiger: Mit dem TuS Erndtebrück, der zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte am DFB-Pokal teilnimmt, trifft der gerade in die Regionalliga West aufgestiegene Verein auf die Durchmarschierer aus Darmstadt. Erndtebrück-Trainer Florian Schnorrenberg kann es kaum abwarten: „Schon das Spiel an sich ist eine Sensation für uns! Wir werden an unsere Leistungsgrenze gehen müssen und wollen eine Top-Leistung abrufen. Mit Darmstadt kommt ein Bundesligist, deshalb haben wir natürlich Respekt. Wenn am Ende eine Sensation möglich ist, nehmen wir die natürlich gerne mit.“ Das Team aus der Regionalliga West erwartet nach Angabe des Trainers bis zu 10.000 Zuschauer. Gespielt wird im Leimbachstadion im von Erndtebrück etwa 30 Kilometer entfernten Siegen.

Sensationswahrscheinlichkeit: 20%

BFC Dynamo – FSV Frankfurt (19 Uhr)

Mit dem BFC Dynamo geht parallel der nächste Regionalligist an den Start. Der Berliner Club spielt aktuell in der Regionalliga Nordost. Bisher gab es zum Saison-Start einen Sieg und eine Niederlage. Doch auch der Zweitligist FSV Frankfurt ist bisher noch nicht richtig ins Rollen gekommen. Das Team von Thomas Oral verlor zum Saisonstart gegen RB Leipzig und blieb gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld torlos. Der BFC nahm zuletzt in der Saison 2012/13 am DFB-Pokal teil: Damals hatte der Traum nach der 0:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart bereits in der ersten Runde ein Ende. Über 6000 Zuschauer werden heute Abend beim Berliner Regionalliga-Club erwartet. Sensationswahrscheinlichkeit: 30%

SV Elversberg – FC Augsburg (20 Uhr)

Der SV Elversberg hat den Bundesligisten und Europa-League-Teilnehmer FC Augsburg zu Gast. Vor zwei Jahren waren die Elversberger noch in der 3. Liga vertreten. Momentan spielt der Club aus dem Saarland in der Regionalliga Südwest und konnte dennoch einen bekannten Neuzugang für sich gewinnen. Michael Wiesinger, der ehemalige Erstliga-Trainer vom 1. FC Nürnberg, steht seit dieser Saison beim SVE an der Seitenlinie. Nach knapp zwei Jahren sitzt Wiesinger wieder auf der Trainerbank. Gegen den FCA und Markus Weinzierl ist die Bilanz ausgeglichen (ein Sieg und eine Niederlage). „Es ist bereits ein Erfolg wenn wir einen Bundesligisten in die Verlängerung treiben, wir haben dieses Selbstbewusstsein und wir haben Elfmeterschießen trainiert“, so Wiesinger auf der Vereinshomepage der Elversberger. Sensationswahrscheinlichkeit: 15%