Stolz auf den eigenen Verein BW Hollage überzeugt als Ausrichter des Judo-Pokalturniers

Auf eigener Matte: Der Hollager Mirko Buhr erreichte beim Heimspiel den zweiten Platz. Foto: Swaantje HehmannAuf eigener Matte: Der Hollager Mirko Buhr erreichte beim Heimspiel den zweiten Platz. Foto: Swaantje Hehmann

Hollage. Tim Trappe und Rainer Brune von der Judoabteilung von Blau-Weiß Hollage können wieder einmal mehr als zufrieden sein. Denn auch die neunte Auflage des beliebten Hollager Pokalturniers mit rund 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Altersklassen U15 und U18 aus knapp 60 Vereinen bot in der Haselandhalle attraktiven Judosport.

Die beiden talentierten Hollager Lokalmatadore Neele Vocke und Mirko Buhr belegten in ihren Klassen jeweils den zweiten Platz. In der Mannschafts-Gesamtwertung landeten die Judo Crocodiles Osnabrück hinter Titelverteidiger PSV Herford ebenfalls auf dem Silberrang. Sogar ganz oben auf dem Treppchen bei der feierlichen Siegerehrung mit ein paar Lichteffekten standen Greta Bolte, Steffen Kleemann (beide Judo Crocodiles Osnabrück), Yara Slamberger, Falk Biedermann (beide Judo Crocodiles Büren) sowie Hanna Milius (Spvg. Fürstenau). Ein Glaspokal und das ein oder andere Siegerfoto waren der verdiente Lohn.

Beim ersten Blick gab es ein ganz schönes Gewusel in der Halle. „Das ist aber alles gut durchstrukturiert, wenn man genau hinschaut“, erklärte Rainer Brune, Hollages Judo-Abteilungsleiter. Morgens waren die U15-Klassen dran, nachmittags die U18. Gekämpft wurde auf vier Wettkampfmatten - bei geringer Teilnehmerzahl in der Gewichtsklasse „im Pool“ nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“, bei mehr Resonanz im für Judo „normalen“ Doppel-KO-System mit Trostrunde. Für den ein oder anderen Kämpfer ging es ganz schön ans Eingemachte bei zum Teil sehr kurzen Wartezeiten.

Neele Vocke und Mirko Buhr, zwei von elf Kämpfern vom Gastgeber Blau-Weiß Hollage , galt große Aufmerksmakeit. Vocke unterlag in der U15-Klasse bis 57 kg nach zwei Siegen im Finale der favorisierten Madita Keen (Wietmarschen) durch einen Haltegriff. „Ich hätte schon gern gewonnen und hatte mir gegen die auch was ausgerechnet, obwohl ich gegen sie noch nie gewonnen hatte“, so die Hollagerin, die Ende immerhin einen fünften Platz bei der Norddeutschen Meisterschaft 2014 zu Buche stehen hat. „Ich bin stolz, dass mein Verein so ein tolles Turnier organisiert“, schob die 13-Jährige nach. Ihr Trainer Christopher Bockholt war zufrieden, dass bei dem Turnier starke Teilnehmer aus anderen Bezirken aus Niedersachen, Westfalen und Bremen am Start waren. „Für die U15-Landeskader ist das als Niedersächsisches Ranglistenturnier sogar eine Pflichtveranstaltung. Deshalb gibt es richtig gute Felder mit gutem Niveau.“

Etwas enttäuscht war der wieselflinke Mirko Buhr, der seinen ersten Kampf gegen Lucas Fajfar (Hildesheim) überraschend verlor und trotz dreier Siege danach nur auf Platz zwei in der U18-Klasse bis 50 kg landete. „Ich bin nicht zufrieden“, so der 16-Jährige amtierende deutsche Vizemeister klar und deutlich. „Den ersten Gegner kannte ich aber auch nicht und der war heute echt stark.“ Die beiden Hollager nutzten das Turnier wie andere zur Vorbereitung auf die demnächst anstehenden Kreis-, Bezirks- und Niedersachsenmeisterschaften. Mirko Buhr will sich zudem mit dem PSV Oldenburg für die deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifizieren.

Teja Ahlmeyer, Trainer der Judo Crocodiles Osnabrück, hatte gewisse Aufgaben an seine Kämpfer verteilt. „Das ist ein gutes Aufbauturnier, wo meine Kämpfer Wettkampfpraxis sammeln sollen. Mit Greta Bolte ist auch eine deutsche Vizemeisterin hier am Start. Yara Slamberger kämpft in der U15 und U18. Viele Wettkämpfe gegen viele verschiedene Gegner, das ist hier unsere Zielsetzung.“