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VfL-U21 erstmals seit 2010 wieder im Finale Addi-Vetter-Cup: Türkgücü bejubelt verdienten Sieg

Unbändiger Jubel: Kapitän Furkan Güraslan (vorne) feiert nach dem Finalerfolg gegen den VfL Osnabrück II mit dem SC Türkgücü den Gewinn des Addi-Vetter-Cups. Foto: Helmut KemmeUnbändiger Jubel: Kapitän Furkan Güraslan (vorne) feiert nach dem Finalerfolg gegen den VfL Osnabrück II mit dem SC Türkgücü den Gewinn des Addi-Vetter-Cups. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Der Favorit hat dem Druck standgehalten: Vor Beginn des Addi-Vetter-Cups war die große Frage, wer den SC Türkgücü aufhalten könnte. Die Antwort gab der Favorit auf eindrucksvolle Art und Weise selbst: Niemand. Der Landesligist zeigte insbesondere am Finaltag eine ganz starke Leistung und sicherte sich durch einen 3:2-Sieg im Endspiel gegen den VfL Osnabrück II den Titel.

In den Viertelfinals hatte der Favorit schon kurzen Prozess gemacht. Türkgücü ließ dem SC Kosmos nicht den Hauch einer Chance und gewann klar mit 6:1. Für Kosmos war es ein bekanntes Gefühl: Bereits zum achten Mal in Folge war im Viertelfinale Endstation. Keine Schwierigkeiten hatte der SSC Dodesheide. Beim 7:1 gegen den SV Hellern sorgte Constantin Jelezeancov darüber hinaus für einen Rekord beim Vetter-Cup 2014. Vom Anstoß weg erzielte er die Führung für den SSC und ebnete so früh den Weg Richtung Halbfinale.

Den Einzug in die Vorschlussrunde verpasste der Spielverein 16. Im Bezirksligaduell mit dem VfR Voxtrup spielten die Voxtruper über weite Strecken ihre Defensivstärke aus, ließen
so nur wenig zu und gewannen verdient mit 4:2. Ebenfalls klar gestaltete der VfL Osnabrück II sein Spiel gegen den SV Kosova, der kaum Raum bekam und so deutlich und verdient mit 2:6 unterlag.

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Im ersten Halbfinale kam es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinals zwischen Türkgücü und Dodesheide. Ähnlich eng und spannend wie 2013 (2:1 für Dodesheide) wurde es aber nicht. Der SCT spielte taktisch diszipliniert, präzise und zunächst auch eiskalt vor dem Tor. Nach der schnellen 2:0-Führung kam der SSC durch Pfannenstiel zwar noch einmal zurück ins Spiel, doch Türkgücü ließ schnell keine Zweifel aufkommen, wer dieses Spiel gewinnen würde. Zwei Tore noch vor der Halbzeit ebneten den Weg, der auch im zweiten Abschnitt fortgesetzt wurde. Nach den Treffern zum 6:1 verpasste Türkgücü sogar einen noch höheren Sieg, feierte aber souverän den dritten Finaleinzug in Folge.

Wie erwartet, wurde das zweite Semifinale wesentlich spannender. Voxtrup und die U21 des VfL agierten zu jeder Zeit auf Augenhöhe und legten ihren Fokus auf geordnete Defensivarbeit. So entwickelte sich eine Partie ohne viele Torchancen, in der Voxtrup spät in der zweiten Hälfte durch Marcel Mentrup in Führung ging. Die Lila-Weißen kamen aber wieder zurück, als Gerrit Bewekenhorn zwei Minuten vor Schluss einen trockenen Schuss in den Winkel setzte. Die Entscheidung fiel im Neunmeterschießen. Dort stellte VfL-Keeper Nils Radke seine zuvor schon oft gezeigte Klasse erneut unter Beweis, parierte drei Neunmeter und bescherte seiner Mannschaft so die erste Endspielteilnahme seit 2010. Im unterhaltsamen Spiel um Platz drei gewann Voxtrup mit 9:8 (4:4) nach Neunmeterschießen gegen Dodesheide.

Im Finale standen sich somit die beiden am höchsten spielenden Mannschaften der Stadt gegenüber. Beide hatten verdient das Endspiel erreicht und zeigten hier ihre ganze Klasse. In einem hochklassigen Spiel, das vor allem in der zweiten Hälfte hohes Tempo aufnahm, ging Türkgücü kurz nach dem Seitenwechsel durch Daniel Radojevic in Führung. Der VfL fand die Antwort und glich schnell aus. Doch der Favorit bewahrte die Ruhe. Auch nachdem die Lila-Weißen in der Schlussphase noch einmal auf 2:3 verkürzten, verteidigte Türkgücü die Führung und sicherte sich so bei der dritten Finalteilnahme in Serie den zweiten Sieg. „Endlich haben die Jungs mal komplett ihr Ding durchgezogen und sind nicht abgehoben. Wir haben unser Ziel erreicht“, sagte Türkgücü-Trainer Ricardo Manzei, dessen Team außerdem mit Radojevic (12 Tore) den besten Torschützen und mit Torben Loeck den besten Torwart des Turniers stellte. Das „Allstar-Team“ komplettiert außerdem Arber Shala (SV Kosova), Kamer Krasniqi (VfL II) und Artöm Pfannenstiel (SSC Dodesheide).


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