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23.11.2014, 16:37 Uhr KOLUMNE

Rettet den Fußball!

Von Johannes Zenker

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Osnabrück. Sportbücher in der Kritik: Wie sieht die Zukunft des Profifußballs aus? Dieser Frage geht Dirk Rasch, ehemaliger Präsident des VfL Osnabrück, in seinem Buch „Rettet den Fußball“ nach.

Wie sieht die Zukunft des Profifußballs aus? Dieser Frage geht Dirk Rasch, ehemaliger Präsident des VfL Osnabrück, in seinem Buch „Rettet den Fußball“ nach. Von der Gegenwart zeichnet der Autor ein düsteres Bild: In einem Rundumschlag kritisiert er die von Korruptionsverdächten erschütterte FIFA, eine Uefa, die das Financial Fair Play nicht konsequent umsetze, und den Verlust von Identifikationsmöglichkeiten für Fans, wenn Vereine von Oligarchen geführt werden. Als Hauptproblem wird die ungleiche Verteilung der TV-Gelder analysiert, was in den nationalen Ligen zu einer Konzentration von wenigen Topclubs führe. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Fußball für Fans „an Attraktivität verlieren wird“, sofern den Fehlentwicklungen nicht entgegengewirkt werde. Er hält ein Plädoyer für einen bodenständigen Profifußball, der Wettbewerbsgleichheit schafft, indem TV-Gelder umverteilt und Transfersummen gedeckelt werden. Rasch fasst in seinem Werk die aktuellen Diskussionen zusammen und stellt auf seinem persönlichen Erfahrungsschatz fußende Lösungsansätze vor, die nicht neu sind, aber aufgrund ihrer argumentativen Herleitung Gewicht haben.

Rettet den Fußball. Zwischen Tradition, Kommerz und Randale. Dirk Rasch, 256 Seiten, 16,90 Euro, Verlag Die Werkstatt