Ein Bild von Alfons Batke
12.11.2014, 17:32 Uhr KOLUMNE

Der 12. Mann

Von Alfons Batke


Osnabrück. Sportbücher in der Kritik: Die Herausgebergruppe „2und50“ hat Fußballfans in ganz Deutschland aufgefordert, über ihren Verein und ihr Fansein zu schreiben. Das Buch „Der 12. Mann“ enthält die 57 besten Geschichten.

737 Menschen aus Deutschland haben mitgemacht und ihre persönliche Geschichte zum Fansein in diesen Tagen erzählt. Die Herausgebergruppe „2und50“ hat sich an die Selektion gemacht und nunmehr die aus ihrer Sicht besten 57 Stücke in ein Softcover-Buch gepackt und mit 52 Cartoons gespickt. Herausgekommen ist ein Werk, das man nur schwer aus den Händen legen kann; es besticht durch Vielfalt und Überraschungen. Als bestes Stück wurde durch eine Jury, in der auch ehemalige Fußballer-Größen wie Fredi Bobic und Axel Kruse saßen, ein Beitrag auserkoren, der sich damit beschäftigt, was es heißt, Anhänger des 1. FSV Mainz 05 zu sein. Er trägt den Titel „Meine peinliche Familie“. Aber auch andere Überschriften wie „Neulich am Senfregal“ (SC Freiburg), „Snowdens größtes Geheimnis“ (SV Sandhausen), „Keine Sterne in Athen“ (Werder Bremen) oder das anrührende „Inky und das Jahrhundertspiel“ (VfL Bochum) fördern die Neugier. Schließlich wäre noch zu vermerken, dass auch die Freunde der Lyrik zu ihrem Recht kommen. So im Beitrag „Osnabrück und Brücknaos“, wo es unter anderem heißt: „Zu Walpurgis tanzen wir und singen, machen Schluss mit Fahrstuhlfahrten, lasst es uns zum Durchmarsch bringen…“ Was abzuwarten wäre.

Der 12. Mann. Hrsg. Stefanie Steudemann, Peter Glückstein, Fons Hickmann; 144 Seiten mit 52 Cartoons, 19,90 Euro, Verlag Spielmacher in der Edition Panorama.