Ein Bild von Malte Schlaack
03.11.2014, 20:09 Uhr KOLUMNE

The Homes of Football

Von Malte Schlaack


Osnabrück. Sportbücher in der Kritik: Der Bildband „The Homes of Football“ beschäftigt sich mit dem Fußball der 90er Jahre im selbst ernannten Mutterland des Fußballs, England. Mit allem, was dazu gehört: Stadien, Fans, Trikots und kuriose Frisuren.

Natürlich, früher war alles besser. Was in fast allen Lebenslagen gerne gesagt wird, gilt für den Fußball ganz besonders. Früher wurde noch richtig gekämpft und gerannt, auf den Tribünen war es noch richtig laut und überhaupt und sowieso. Dass diese Allgemeinplätze durchaus ihre Berechtigung haben, zeigt der sehenswerte Bildband „The Homes of Football“. Der britische Fotograf Stuart Clarke hat auf mehr als 200 Seiten Bilder aus den 90er-Jahren rund um den Fußball im selbst ernannten Mutterland dieses Sports zusammengetragen. Zu sehen sind die klassischen britischen Stadien, die klassischen britischen Fans in ebenso klassischer Pose oder die unverwechselbaren Schilder rund um die für Engländer fast schon heiligen Spielstätten. Die 90er-Jahre mit all ihren kuriosen Frisuren, Trikots und sonstigen Merkmalen springen dem Leser förmlich entgegen. Abgerundet werden die großformatigen Bilder mit prägnanten Kommentaren, einem Vorwort von 11Freunde-Chefredakteur Philipp Köster und einer Einleitung von Fußballautor Ronald Reng. Diese trägt den Titel: „Es geht um Leidenschaft, nicht um Schönheit.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. schl

The Homes of Football. Britische Fußballkultur in den 90er-Jahren, Stuart Roy Clarke, 234 Seiten mit über 270 Farbfotografien, 39,80 Euro, Verlag Spielmacher.


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