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02.11.2014, 14:53 Uhr KOLUMNE

Sport – das Buch

Von Harald Pistorius


Osnabrück. Sportbücher in der Kritik: Die Autoren Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller tragen Wissenswertes über bekannte und unbekannte Sportarten zusammen. Daraus entstand eine amüsante Sammlung hilfreicher und sinnloser Fakten.

Der eine saß in Los Angeles am PC, der andere in München. Sie durchforsteten Archive und scannten Internet-Seiten, schickten Manuskripte hin und her, und man kann sich vorstellen, wie Jürgen Schmieder und Johannes Aumüller feixten, wenn sie mal wieder eine skurrile Sportart beschrieben, eine unglaubliche Tatsache gefunden oder einen frechen Spruch ausgegraben hatten. So produzierten die beiden sportvernarrten Redakteure der „Süddeutschen Zeitung“ ein Kompendium, in dem 104 Sportarten auf amüsante Weise vorgestellt werden – von American Football bis Zehnkampf, mit allen Klassikern, aber auch Überraschungen wie Bridge, Gedächtnissport, Poker, (altrömisches) Wagenrennen und Wushu. Zu jeder Disziplin gibt’s die skurrilste Verletzung, den passenden Film, die beste Regel, den größten Gauner, die lustigste Panne und vieles mehr, was in keinem Regelbuch oder Lexikon steht. Auf Gewichtung, Proporz und Stars wird kein Wert gelegt. Natürlich gibt es eine Menge Angeberwissen abzustauben, aber das Schönste an dieser verrückten Sammlung von hilfreichen und sinnlosen Fakten ist, dass es sogar Spaß macht, über eine Sportart zu lesen, die man nicht kennt oder nicht mag. hp

Sport. Das Buch. Johannes Aumüller, Jürgen Schmieder. 352 Seiten, illustriert mit Zeichnungen von Hanna Schmieder, 19,99 Euro, Verlag C. Bertelsmann.