Viertelfinale in München Fußball-EM 2020: Finale wird in London ausgetragen

Von dpa

Die Entscheidung ist gefallen. Foto: dpaDie Entscheidung ist gefallen. Foto: dpa

Genf. Die Entscheidung ist gefallen: Das Finale der Fußball-Europameisterschaft 2020 findet im Wembley-Stadion von London statt. München bekommt den Zuschlag für drei Vorrundenspiele und ein Viertelfinale.

Die weiteren Viertelfinalspiele finden in Baku, St. Petersburg und Rom statt. Insgesamt wird die übernächste Europameisterschaft in 13 Ländern ausgetragen. UEFA-Präsident Michel Platini hatte die Idee ins Leben gerufen, der Franzose will damit das Jubiläum der Europameisterschaft feiern. Die erste EM fand 1960 statt.

Der Deutsche Fußball-Bund hatte sich mit München sowohl um das Finalpaket als auch um die Variante mit drei Gruppenspielen und einem Achtel- oder Viertelfinale beworben. Allerdings hatte das Interesse am Endspiel beim DFB in letzter Zeit stark nachgelassen. Deutschland will sich stattdessen um die Ausrichtung der kompletten EM 2024 bewerben. Mit dem Verzicht auf das Endspiel der EM 2020 sind die Chancen des DFB deutlich gestiegen. Zumal England sich nun wohl nicht um die EM in zehn Jahren bewerben wird.

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Letztmals fanden 1988 EM-Spiele in Deutschland statt. Die DFB-Elf schied damals im Halbfinale in Hamburg gegen den späteren Europameister Niederlande aus. Die nächste EM findet 2016 in Frankreich statt, erstmals sind dann 24 statt 16 Mannschaften dabei.

Die Abstimmung fand geheim und in vier Phasen statt. Zunächst wurde über das Finalpaket entschieden. Danach wurden die vier Verbände bestimmt, in denen je ein Viertelfinale und drei Gruppenspiele stattfinden. In den letzten beiden Phasen wurden die Länder ermittelt, die je ein Achtelfinale und drei Vorrundenpartien bekommen.


Warum findet die EM 2020 in 13 Ländern statt? Die Idee stammt von UEFA-Präsident Michel Platini. Der Franzose will damit das Jubiläum der Europameisterschaft feiern. Die erste EM fand 1960 in Frankreich statt, 60 Jahre später soll dies in ganz Europa gewürdigt werden.

Was spricht für eine pan-europäische EM? Was dagegen? Die Befürworter loben, dass auch kleinere Länder wie Aserbaidschan, Ungarn oder Wales die Chance bekommen, zumindest teilweise eine EM zu veranstalten. Spätestens seit der Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 24 Teams (erstmals bei der EM 2016 in Frankreich) sind Kosten und Aufwand für viele Interessenten zu groß. Die Kritiker befürchten, dass keine gemeinsame Turnierstimmung aufkommen wird, es stattdessen 13 separate Events gibt.

Wie wird gewährleistet, dass das Turnier in allen Regionen Europas ausgerichtet wird? Die 19 Bewerber werden in sechs bis acht geografische Zonen eingeteilt, die jeweils mindestens zwei Spielorte umfassen. Damit sollen den beteiligten Teams und den Zuschauern weite Reisen erspart werden.

Wo wurde die EM schon überall ausgetragen? 1960 in Frankreich, 1964 in Spanien, 1968 in Italien, 1972 in Belgien, 1976 in Jugoslawien, 1980 in Italien, 1984 in Frankreich, 1988 in Deutschland, 1992 in Schweden, 1996 in England, 2000 in Belgien/Niederlande, 2004 in Portugal, 2008 in Österreich/Schweiz, 2012 in Polen/Ukraine. 2016 findet sie in Frankreich statt. (dpa)