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Der Kapitän geht

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GOOD-BYE JOHNNY: Michael Jordan (links) beim symbolischen Abschied von seinem Landsmann McNeil.GOOD-BYE JOHNNY: Michael Jordan (links) beim symbolischen Abschied von seinem Landsmann McNeil.

Es gibt Entscheidungen, die trifft ein Trainer wie Chris Fleming gar nicht gern. Entsprechend gesteht der Coach der Artland Dragons, sich schweren Herzens von Johnny McNeil verabschiedet zu haben, der bei seinem Exklub Panthers Fürstenfeld in Österreich einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat und damit nicht mehr für die Quakenbrücker Basketballer spielt.

"Ich freue mich für Johnny, dass er einen Vertrag über zwei Jahre und damit Stabilität bekommen hat", betont Fleming, der zuvor mit seinem aus Charlotte/USA stammenden Landsmann die Akte Quakenbrück schließen musste, "weil wir auf der Position ein bisschen jünger werden müssen". Immerhin ist McNeil 37 Jahre alt, freilich mit einer Einstellung ausgestattet, die ihresgleichen sucht. "Er war drei Jahre Kapitän. Er war im Trainingsverhalten, vom Ehrgeiz her im Training vorbildlich. Er hat uns Leadership-Qualitäten gegeben, die man kaum sieht", lobt Fleming den Centerspieler, der für die Dragons somit "viel getan" habe.

Angefangen im Aufstiegsjahr 2002/2003 als feste Größe neben Michael Jordan, fortgesetzt im ersten Bundesligajahr 2003/2004, ehe die gerade zu Ende gegangene Saison für McNeil unter einem ungünstigen Stern stand mit dem Achillessehnenriss im Oktober und der entsprechend langen Pause. Doch gerade auch in dieser schwierigen Zeit und Rolle sorgte der Familienvater, der gestern zu Ehefrau Janet sowie den Kindern Malik und Jalen in die USA flog, für den Teamgeist, der manchmal wichtiger ist als ein Korb oder ein Rebound. Fleming ergänzt: "Johnny hat zwei der drei Saisons sehr gut gespielt."


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