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Kommentar: Die Psyche rudert mit

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Es ist kein Zufall, weder die unglaubliche Serie von 30 Siegen in Folge noch die Tatsache, dass der Achter nach der Phase von 1989 bis 1991 nun erneut dreimal in Folge WM-Gold holte. Damals wie heute die Handschrift von Ralf Holtmeyer, die diese Triumphfahrt ausmacht. Ein Mann, der nichts hält von Sprüchen, umso mehr von harter Arbeit, von Härte auch im Umgang mit seinen Modellathleten im Flaggschiff.

Der Ruderverband war gut beraten, den Osnabrücker zurückzuholen als Coach des Paradebootes, an dem sich dieser Sport orientiert, nach dem Chaos von Peking 2008. Holtmeyer war nie der pflegeleichte Trainer, ist aber der erfolgreichste der Neuzeit. Diese Erkenntnis setzte sich beim Verband erst durch, als der Achter bei Olympia als Letzter im Hoffnungslauf baden ging im falschen Umgang mit mündigen Athleten.

Holtmeyer ist schon 54, aber weiß, wie Ruder-Hünen Mitte 20 ticken, wie er sie packen, begeistern kann und wie sie gefordert werden wollen. Das ist eine Frage der Rudertechnik, der Kraft und Ausdauer, aber zumindest ebenso eine Frage der Psyche. Und davon versteht er so viel, dass 30 Siege in Folge herausspringen. Ein Glücksfall – auch für Olympia 2012.


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