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Tour de Ski: Männer brechen ein - Herrmann Siebte

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Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus. Die deutschen Skilangläufer sind mit einer Pleite in die Tour de Ski gestartet. Beim Prolog in Oberhof über 3,7 Kilometer war Axel Teichmann aus Bad Lobenstein als 13. der Beste. Der Sieg ging an den Schweden Marcus Hellner.

Bei den Damen überraschte die Oberwiesenthalerin Denise Herrmann beim 2,8-Kilometer-Prolog als Siebte und sicherte sich damit das WM-Ticket. Ihre Favoritenrolle untermauerte mit dem Sieg Justyna Kowalczyk (Polen). Schon vor dem Start hatte es eine denkbar schlechte Nachricht im deutschen Team gegeben. Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) musste wegen einer fiebrigen Erkältung die Heimreise antreten.

«Wenn du vier Wochen keinen Wettkampf hattest, ist es schon komisch zu laufen. Ich muss mit dem Platz und dem Rückstand leben», meinte Teichmann, der in den beiden Jahren zuvor bei seinen Heimrennen immer einen Podestplatz belegt hatte und auch diesmal damit geliebäugelt hatte. Doch die Hypothek nach der Erkrankung war zu groß. «Mit Axel bin ich dennoch voll zufrieden, mehr kann man nicht erwarten», bilanzierte Bundestrainer Jochen Behle.

Ein besonderes Augenmerk legte Behle auch auf Tobias Angerer, der wegen einer Formkrise zuletzt Urlaub machen durfte. Der Vachendorfer belegte Rang 59. «Man muss erst auf Betriebstemperatur kommen, ein Prolog ist dafür nicht geeignet. Für mich ist wichtig, dass ich wieder zurück bin und Spaß am Laufen habe», meinte Angerer. Der Rest der Truppe machte nach Meinung Behles taktische Fehler. «Wir sind generell zu schnell angegangen», betonte der Coach.

Einen Fingerzeig in die Zukunft gab es durch Denise Herrmann. Die Oberwiesenthalerin schöpfte ihr Leistungsvermögen voll aus und bot sich mit diesem Auftritt sogar als Staffel-Alternative an. «Ich habe unterwegs gemerkt, dass es gut läuft, aber so einen Platz hatte ich nicht erwartet», meinte die 22-Jährige. Im Training auf einer ähnlichen Strecke am heimischen Fichtelberg hatte sie noch arge Probleme mit der Krafteinteilung. «Heute hat es super geklappt. Ich bin zwar schnell, aber kontrolliert angegangen und hatte in der zweiten Runde noch etwas zum Zusetzen», sagte Herrmann.

Sie kündigte bereits an, spätestens nach dem Sprint in Toblach aus der Tour auszusteigen. «Ich möchte die U23-WM laufen. Da passen die langen Kanten zum Tour-Finale nicht in die Vorbereitung, zumal ich ohnehin eher der Typ für die kürzeren Distanzen bin», betonte die Sächsin. Damit ruhen die deutschen Hoffnungen in Sachen Tour- Gesamtwertung auf Stefanie Böhler (Ibach) und Katrin Zeller (Oberstdorf). Böhler startete als 13. verheißungsvoll, Zeller kam nur als 40. ins Ziel.


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