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Nordische Kombination Frenzel fehlen 0,1 Sekunden zum 44. Weltcup-Sieg

Von dpa

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Wurde Zweiter in Lillehammer: Eric Frenzel. Foto: Markku Ulander/LehtikuvaWurde Zweiter in Lillehammer: Eric Frenzel. Foto: Markku Ulander/Lehtikuva

Lillehammer. Auf der Jagd nach dem Weltcupsieg-Rekord von Hannu Manninen hat Eric Frenzel eine Verkürzung des Rückstandes nur um Haaresbreite verpasst. In einem fast irregulären Wettkampf zeigt der Olympiasieger in Norwegen, dass er von seinem Können nichts eingebüßt hat.

Das süßsaure Lächeln von Eric Frenzel beim Siegerfoto war ehrlich. Einerseits freute sich der dreimalige Olympiasieger in der Nordischen Kombination über Platz zwei und damit seinen ersten Podestplatz im Einzel in der noch jungen Saison.

Andererseits ärgerte er sich schon, dass er seinen 44. Weltcup-Sieg um die Winzigkeit von 0,1 Sekunden verpasst hatte. Im Schlussspurt des ersten von drei Wettbewerben der Kombinierer beim Weltcup in Lillehammer hatte der norwegische Jungstar Jarl Magnus Riiber das bessere Ende für sich. In einem Wettkampf, der an der Grenze der sportlichen Fairness wandelte.

„Das darf man nicht ganz so ernst nehmen“, lautete die Einschätzung von Bundestrainer Hermann Weinbuch. Drehende Winde und eine nicht nachvollziehbare Jury-Entscheidung sorgten beim Springen dafür, dass das Klassement fast Kopf stand. „Nicht nur, dass es mal Rücken- und mal Aufwind gab. Der Computer spuckte auch komische Windkompensations-Zahlen aus, weil eben während der Luftfahrt auch die Winde drehten“, erklärte Weinbuch. Und dann verkürzte die Jury vor Riiber und Auftaktsieger Mario Seidl den Anlauf noch mal um zwei Luken. „Ohne Not, denn es herrschte Rückenwind“, sagte Weinbuch. Dadurch bekam Riiber gleich mal 11,2 Punkte geschenkt, was rund 30 Sekunden in der Loipe ausmachte.

Frenzel kam als einziger DSV-Springer durch, belegte Platz fünf nach dem Springen und musste zum Sprungsieger und späteren Dritten Franz-Josef Rehrl 44 Sekunden aufholen. „Er musste angreifen, wenn er aufs Stockerl wollte. Auch auf die Gefahr hin, dass er Riiber im Windschatten mitzieht“, sagte Weinbuch und lobte seinen Musterschüler. „Er hat alles richtig gemacht.“

Dass Riiber ihn auf der Zielgeraden noch abfangen könnte, hatte Weinbuch geahnt. „Er hat sich stark verbessert. Und es regnete. Da haben wir normalerweise nie eine Chance mit unseren Ski gegen die Norweger. Das war heute nicht der Fall. Aber Riiber konnte sich viereinhalb Kilometer ausruhen“, sagte Weinbuch.

Eine Chance zur Revanche gibt es am Samstag beim ersten Massenstart-Wettbewerb seit zehn Jahren. Der Lauf entscheidet über die Reihenfolge beim Springen. „Wir werden von Beginn an keulen. Nicht auszuschließen, dass wir da ein Mannschaftsrennen veranstalten“, sagte Weinbuch.


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