Bulgare wieder bei Energie Cottbus Dimitar Rangelov: Sportwagen, aber keine Starallüren

Frank Noack

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Heimgekehrt: Dimitar Rangelov nach seinem Comeback mit Tor mit Tochter Emily. Foto: imago/Matthias KochHeimgekehrt: Dimitar Rangelov nach seinem Comeback mit Tor mit Tochter Emily. Foto: imago/Matthias Koch

Cottbus. Seinen spektakulären Sportwagen stellte Dimitar Rangelov nach der Rückkehr zu Energie Cottbus erst einmal nicht auf dem offiziellen Spielerparkplatz ab, sondern auf einer anderen Fläche hinter der Zuschauertribüne im Stadion der Freundschaft. Dieser Sportwagen passt eigentlich nicht in das Gehaltsgefüge eines Drittliga-Fußballers. Und so spektakulär wie sein Sportwagen ist auch die Rückkehr von Rangelov zum FC Energie – zumindest auf den ersten Blick.

Immerhin ging der 35-jährige Sturm-Routinier schon zu Cottbuser Bundesliga-Zeiten für die Lausitzer auf Torejagd. 2009, nach dem Abschied aus dem Oberhaus, wechselte der 40-fache Nationalspieler Bulgariens zu Borussia Dortmund. Danach schoss er den FC Luzern in die Europa League.

Dass Rangelov jetzt zum mittlerweile dritten Mal für Energie spielt, hat auch familiäre Gründe. Denn seine Frau stammt aus der Lausitz. Vor vier Jahren kaufte sich der Bulgare ein Haus in Cottbus. Seine Rückkehr im September war zwar von viel Euphorie, aber auch Realismus begleitet. Immerhin verbrachte Rangelov die vergangene Saison in der 2. Liga in der Türkei. Die Zweifel an seiner Fitness hat der Routinier in einem mehrwöchigen Probetraining zerstreut. Der Einstand fiel gelungen aus. Beim 2:1-Sieg gegen Carl Zeiss Jena erzielte Rangelov gleich sein erstes Tor – per Kopf, so wie früher. „Unglaublich, es ein super Gefühl, wieder hier zu sein“, jubelte er anschließend.

Neben der Kopfballstärke und seiner Kaltschnäuzigkeit soll Dimitar Rangelov dem im Wesentlichen aus den Viertliga-Spielern der Vorsaison bestehenden Team auch mehr fußballerisches Selbstbewusstsein vermitteln. „,Mitko‘ ist ein Mentalitätsspieler. Er hat eine unglaublich gute Körpersprache“, erklärt Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Natürlich ist der Rückkehrer kein Mann, der in jedem Spiel 90 Minuten gehen kann. Wollitz bevorzugt deshalb eine Art Arbeitsteilung. In den Heimspielen setzt er auf das Sturmduo Rangelov und Kevin Scheidhauer, auswärts darf der schnelle Streli Mamba ran. In der Mannschaft ist Rangelov trotzdem angekommen. Weil er zwar einen Sportwagen, aber keinerlei Starallüren mitgebracht hat.


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