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Abschluss 2. Runde DFB-Pokal Zwei Bundesliga-Duelle im Fokus - Schalke muss nach Köln

Von dpa

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Treffen in Leipzig aufeinander: 1899-Coach Julian Nagelsmann (l) und sein Gegenüber Ralf Rangnick. Foto: Thomas KienzleTreffen in Leipzig aufeinander: 1899-Coach Julian Nagelsmann (l) und sein Gegenüber Ralf Rangnick. Foto: Thomas Kienzle

Berlin. Zwei Bundesliga-Knüller und das Westduell zwischen Köln und Schalke stehen am Mittwoch zum Abschluss der zweiten Pokalrunde im Fokus. Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund empfängt Union Berlin - auch der Zweitligist hat in dieser Saison noch nicht verloren.

Zwei Bundesliga-Knüller und das Westduell zwischen Köln und Schalke stehen heute zum Abschluss der zweiten Pokalrunde im Fokus.

1. FC Köln - FC Schalke 04 (18.30 Uhr)

SITUATION: Vizemeister FC Schalke sehnt Erfolgserlebnisse herbei. In der Liga ist der Vizemeister 15. und hat in neun Spielen erst fünf Tore erzielt. Köln ist in der 2. Liga zwar Tabellenführer, hat aber auch seit drei Spielen nicht gewonnen.

BESONDERES: Alle drei Pokal-Heimspiele gegen die Schalker haben die Kölner bisher gewonnen. Beim letzten Aufeinandertreffen gewannen sie ebenfalls als Zweitligist und ebenfalls in der 2. Runde mit 4:2 nach Verlängerung.

TRAINERSTIMMEN:

Markus Anfang (1. FC Köln): „Egal, wer Favorit ist und wer nicht: Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“

Domenico Tedesco (FC Schalke 04): „Die Kölner haben eine gute Mannschaft, gute Stürmer und sind nach dem Abstieg zusammengeblieben. Wir sind auf alles gefasst.“

1830: Borussia Dortmund - 1. FC Union Berlin (18.30 Uhr)

Borussia Dortmund - Union Berlin (18.30 Uhr)

SITUATION: Beide Teams sind die einzigen noch ungeschlagenen Teams im deutschen Profi-Fußball. Der BVB führt in der Bundesliga die Tabelle an, der Zweitligist aus Berlin rangiert auf Platz 3.

BESONDERES: Für beide Teams ist es ein Déjà-vu. Am 26. Oktober 2016 trafen sie an gleicher Stätte schon einmal im DFB-Pokal aufeinander - auch in der 2. Runde. Der Zweitligist schlug sich beachtlich und unterlag erst im Elfmeterschießen mit 0:3.

TRAINERSTIMMEN:

Lucien Favre (Borussia Dortmund): „Ein Pokalspiel ist nie einfach. Das wissen wir noch von Greuther Fürth. Die Berliner sind sehr kompakt und sehr gut organisiert.“

Urs Fischer (Union Berlin): „Wir müssen ein bisschen hoffen, dass sie nicht ihren besten Tag erwischen und wir einfach einen guten Tag haben. Und dann ist im Pokal immer einiges möglich.“

1830: Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr)

SITUATION: Hansa Rostock ist seit vier Spielen ungeschlagen und Vierter in der 3. Liga. Nürnberg zeigte sich zuletzt beim 1:1 gegen Pokalsieger Eintracht Frankfurt nach zuvor zwei Niederlagen mit neun Gegentoren defensiv verbessert.

BESONDERES: In der Saison 2007/08 spielten die beiden Clubs zuletzt in der Bundesliga gegeneinander. Die Franken gewannen in Rostock 2:1 und spielten in Nürnberg 1:1. An Ende der Saison stiegen beide ab.

TRAINERSTIMMEN:

Pavel Dotchev (Hansa Rostock): „Wir müssen eine super Leistung abrufen, ans Limit gehen und über unseren Schatten springen. Dann haben wir eine kleine Chance, weiterzukommen.“

Michael Köllner (1. FC Nürnberg): „Hansa Rostock beherrscht den Drittliga-Fußball, der ist unangenehm und körperlich. Und wird ein Arbeit erwarten, der uns extrem fordern wird.“

SC Weiche Flensburg 08 - Werder Bremen (18.30 Uhr)

SITUATION: Der Regionalligist aus Schleswig-Holstein will nach dem 1:0-Coup gegen den VfL Bochum die nächste Überraschung schaffen. Werder dagegen ist nach dem 2:6-Heimdebakel gegen Leverkusen auf Wiedergutmachung bedacht.

BESONDERES: Weiche muss gegen den Erstligisten in das Stadion des Regionalliga-Rivalen VfB Lübeck umziehen, da es in Flensburg keine adäquate Spielstätte gibt. Am vergangenen Freitag verlor der SC an der Lohmühle das Derby gegen den VfB mit 1:3.

TRAINERSTIMMEN:

Daniel Jurgeleit (SC Weiche Flensburg 08): „Wir müssen eine gute Stabilität haben. Mit der Zeit kommt der Gegner ins Grübeln. Darauf müssen wir hinarbeiten.“

Florian Kohfeldt (Werder Bremen): „Wir sind genauso gut vorbereitet wie auf einen Bundesligisten.“

Bor. Mönchengladbach - Bayer Leverkusen (20.45 Uhr)

SITUATION: Bis zum Wochenende lief es für die Borussia ausnehmend gut und für Bayer ziemlich schlecht. Gladbachs Niederlage in Freiburg und Leverkusens Sieg in Bremen änderten die Stimmungslagen etwas.

BESONDERES: Beide träumen seit langem vom Titel im Pokal: Gladbach schied seit dem Triumph 1995 viermal im Halbfinale aus. Leverkusen erreichte nach dem Gewinn 1993 noch zweimal das Finale, verlor aber beide Male und schied dreimal in der Vorschlussrunde aus.

TRAINERSTIMMEN:

Dieter Hecking (Borussia Mönchengladbach): „Man hat so viel gehört, was alles schlecht ist bei Bayer Leverkusen. Aber wenn man sie in Bremen gesehen hat, muss man sagen: Das ist weiterhin eine absolute Spitzenmannschaft.“

Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen): „Die Borussia hat eine unheimlich spielstarke Mannschaft, die nicht umsonst oben steht. Aber wir wollen trotzdem weiterkommen.“

RB Leipzig - 1899 Hoffenheim (20.45 Uhr)

SITUATION: Für RB ist es das dritte Heimspiel in drei Wettbewerben innerhalb von sieben Tagen. Beide Clubs sind keine ausgewiesenen Pokalmannschaften. Erst einmal in der Clubgeschichte konnte Leipzig das Achtelfinale erreichen. Hoffenheim stand siebenmal im Viertelfinale, zuletzt in der Saison 2014/2015.

BESONDERES: Der künftige RB-Trainer Julian Nagelsmann tritt erstmals seit Bekanntgabe des Wechsels im nächsten Sommer in Leipzig mit seinem Team an. In der Bundesliga unterlag Hoffenheim vor genau einem Monat mit 1:2 gegen Leipzig.

TRAINERSTIMMEN:

Ralf Rangnick (RB Leipzig): „Wir wollen unbedingt Weiterkommen. Ich glaube nicht, dass es wahnsinnig viele Torraumszenen gibt. Man muss die Chancen nutzen, die man bekommt.“

Julian Nagelsmann (TSG 1899 Hoffenheim): „Ich würde gerne gewinnen - für meine Mannschaft, fürs Weiterkommen, für diesen Club hier.“

Holstein Kiel - SC Freiburg (20.45 Uhr)

SITUATION: Beide Mannschaften feierten zuletzt nicht unbedingt erwartete Erfolgserlebnisse: Die „Störche“ gewannen das Nordduell beim FC St. Pauli 1:0, die Breisgauer setzten sich 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach durch.

BESONDERES: Der Kieler Mittelfeldspieler Jonas Meffert, der zur aktuellen Saison aus Freiburg an die Förde wechselte, trifft auf seinen ehemaligen Club, für den er aber nur ein Bundesligaspiel absolvierte.

TRAINERSTIMMEN:

Tim Walter (Holstein Kiel): „Wir werden vormittags leicht anschwitzen - und abends versuchen, Freiburg zu schlagen.“

Christian Streich (SC Freiburg):

„Es ist egal, ob Erst-, Zweit, Dritt- oder auch Viertligist - Pokal ist Pokal.

Arminia Bielefeld - MSV Duisburg (20.45 Uhr)

SITUATION: Im Vorjahr waren beide Überraschungs-Teams der 2. Liga, wurden Vierter und Siebter. Diese Saison läuft nicht gut: Bielefeld ist 14. und hat zuletzt viermal verloren, Duisburg ist Vorletzter.

BESONDERES: Beide sorgten in den vergangenen Jahren als Außenseiter schon für Furore im Pokal. Der MSV erreichte 2011 als Zweitligist das Endspiel, die Arminia 2015 als Drittligist das Halbfinale.

TRAINERSTIMMEN:

Jeff Saibene (Arminia Bielefeld): „Das Spiel hat denselben Stellenwert wie jedes Ligaspiel. Finanziell ist es allerdings sehr wichtig für den Verein.“

Torsten Lieberknecht (MSV Duisburg): „Wenn wir gewinnen, schaffen wir etwas, das die letzten sieben Jahre in Duisburg nicht erreicht wurde. Wir werden deshalb alles versuchen, um in die dritte Runde einzuziehen.“


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