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Großer Preis von Mexiko Hamilton kann Fiesta vorbereiten - Red Bull top

Von dpa

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Daniel Ricciardo vom Team Aston Martin Red Bull Racing startet beim Großen Preis von Mexiko von der Pole Position. Foto: G. V. Wijngaert/APDaniel Ricciardo vom Team Aston Martin Red Bull Racing startet beim Großen Preis von Mexiko von der Pole Position. Foto: G. V. Wijngaert/AP

Mexiko-Stadt. Vorspiel mit Hochspannung. Lewis Hamilton freut sich über Startplatz drei. Alles spricht für ihn. Verfolger Sebastian Vettel kommt in der Quali nicht über Rang vier hinaus. Der Sieg, den er braucht, wollen die Red-Bull-Piloten Ricciardo und Verstappen unter sich ausmachen.

Lewis Hamilton kann die erneute Titel-Fiesta beim Großen Preis von Mexiko vorbereiten.

364 Tage nach seinem WM-Triumph auf dem Autodrómo Hermanos Rodríguez nimmt der britische Formel-1-Superstar das Rennen an diesem Sonntag (20.10 Uhr MEZ) von Platz drei noch vor seinem deutschen Widersacher Sebastian Vettel in Angriff. Hamilton reicht aber schon der siebte Platz für den fünften Titel, dann würde Vettel selbst mit einem Sieg die Krönung des Briten von Mercedes nicht mehr verhindern können.

„Ich wäre gern näher dran und weiter vorn“, sagte Vettel nach der Qualifikation am Samstag, bei der sich mit dem vierten Platz hinter Pole-Mann Daniel Ricciardo begnügen musste, dessen Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen und Hamilton. „Ich hatte nicht erwartet, dass wir so weit vorn stehen würden“, kommentierte Hamilton sein Ergebnis, nachdem es für Mercedes in den vorangegangenen Trainingseinheiten nicht gut ausgesehen hatte.

Dass die beiden WM-Duellanten nun nebeneinander stehen, wenn die Roten Ampeln zum möglicherweise entscheidenden Rennen ausgehen, gibt dem Rennen weitere Würze. „Man hat ja gesehen, was im vergangenen Jahr passiert ist mit dem roten Auto, es hängt also davon ab, wie wir wegkommen beim Start“, sagte Hamilton. Vettel hatte 2017 in Mexiko nach einer Karambolage mit dem späteren Sieger Verstappen mit einem kaputten Frontflügel einen Reifen am Hamilton-Mercedes aufgeschlitzt. Beide mussten an die Box, Vettel wurde am Ende Vierter, Hamilton Neunter. Was ihm zum Titelgewinn reichte.

Nicht zu schlagen waren in einer mitreißenden K.o.- Ausscheidung die beiden Red-Bull-Piloten. Allerdings war es nicht der favorisierte Verstappen, sondern sein australischer Teamkollege Ricciardo, der sich die Pole sicherte. Zum dritten Mal in seiner Karriere, die ihn nach dieser Saison zu Renault führen wird.

Verstappen fehlten nur 26 Tausendstelsekunden, um auch noch für den Eintrag als jüngster Pilot auf der Pole zu sorgen. Den Rekord hält mit 21 Jahren und 73 Tagen nun immer noch Vettel aus dem Jahr 2008 in Italien.

Vettel versuchte von Beginn an alles. Vor der imposanten und lautstarken Kulisse legte der gebürtige Heppenheimer gleich mal die Bestzeit vor, als die Qualifikation losging. Hamilton kam da zunächst nicht ran, war über eine halbe Sekunde auf dem nur 4,3 Kilometer langen Kurs langsamer.

Die Strecke wurde immer schneller. Verstappen, in allen drei Trainingseinheiten auf Platz eins, und Ricciardo schoben sich nach vorn. Bis Valtteri Bottas im zweiten Mercedes und Hamilton ernst machten. 

Der eher sehr mäßige Freitag, als Mercedes die Motorleistung aufgrund der dünnen Luft in 2250 Metern drosselte, und der Hydraulikdefekt bei Bottas im letzten Freien Training am Samstag waren vergessen, die Ingenieure hatten alles richtig gemacht.

Nach dem ersten Zeitabschnitt zeichnete sich der packende Kampf um die Pole ab, von der zwei der bislang drei Rennen in Mexiko-Stadt seit der Rückkehr gewonnen wurden. 2015 war es Nico Rosberg im Mercedes, 2016 Hamilton. Vor einem Jahr holte Vettel die Pole, aber Verstappen gewann das dramatisches Krönungs-Rennen von Hamilton.

Mit der Winzigkeit von vier Tausendstelsekunden fuhr Verstappen im zweiten K.o.-Abschnitt vor Hamilton auf Platz eins, Vettel lag aber auch nur 75 Tausendstelsekunden hinter Verstappen.

Dann die Entscheidung, zehn Minuten Hochspannung: Vettel legte vor, blieb als erster Fahrer am Wochenende unter 1:15 Minuten. Hamilton war auf zwei 52 Tausendstelsekunden langsamer. Dann kam beim ersten schnellen Versuch Verstappen und unterbot noch einmal Vettels exzellente Zeit um fast zwei Zehntelsekunden. Aber auch er hatte sich zu früh gefreut: Teamkollege Ricciardo war noch schneller.


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