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9. Spieltag Wolfsburger Stürmer erfolgreich - Fortuna wie ein Absteiger

Von dpa

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Wolfsburgs William de Asevedo Furtado (l-r), Yannick Gerhardt und Torschütze Wout Weghorst jubeln nach dem Treffer zum 1:0. Foto: 'M. BeckerWolfsburgs William de Asevedo Furtado (l-r), Yannick Gerhardt und Torschütze Wout Weghorst jubeln nach dem Treffer zum 1:0. Foto: 'M. Becker

Düsseldorf. Beim Tabellenletzten hat sich der VfL Wolfsburg sein Selbstvertrauen zurückgeholt. Düsseldorf hingegen fehlt derzeit die Qualität, um in der Liga erfolgreich mitzuspielen.

Mit seinem erfolgreichen Stürmerduo hat der VfL Wolfsburg seine Ergebniskrise beendet.

„Das ist schon geil mit 3:0 nach Hause zu fahren und ein Spiel eklig zu gewinnen“, sagte Daniel Ginczek nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg des VfL Wolfsburg beim Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Nach sechs sieglosen Spielen war es der erste Punkte-Dreier für die Niedersachsen, die ihren Mittelfeldplatz durch die Treffer von Wout Weghorst (41./Handelfmeter), Josip Brekalo (73.) und Ginczek (80.) sicherten. „Der Sieg hilft uns für unsere Entwicklung. Damit und wie die Mannschaft das Spiel angenommen hat, bin ich sehr zufrieden“, befand VfL-Coach Bruno Labbadia.

Die Düsseldorfer hingegen mussten eine Woche nach der 1:7-Pleite in Frankfurt schon die fünfte Niederlage in Serie hinnehmen und bleiben weiterhin Schlusslicht in der Tabelle. Erschreckend dabei war vor allem die hilflose Vorstellung der Düsseldorfer, die in der Offensive keine Bundesligareife zeigten und sich phasenweise wie ein Absteiger präsentierten. „Das ist eine ärgerliche Situation“, befand Clubchef Robert Schäfer, der Trainer Friedhelm Funkel den Rücken stärkte. „Wir reden mit und nicht über den Trainer“, betonte Schäfer.

Funkel hatte seine Startelf nach der höchsten Saisonniederlage auf gleich vier Positionen geändert. Dabei wurde der Angriff mit Rouwen Hennings und Dodi Lukebakio komplett neu formiert. Auf Mittelfeldstabilisator Marcel Sobottka (Patellasehnenreizung) mussten die Düsseldorfer kurzfristig verzichten. In die Abwehrreihe rückten zudem Niko Gießelmann und erstmals von Beginn an Robin Bormuth neu auf.

Alle vier Neubesetzungen fügten sich gut ein, vor allem Bormuth und Gießelmann zeigten eine solide Leistung. Lukebakio war zudem in der Offensive ein belebendes Element und vergab vor der Pause auch die größte Chance zum Treffer. Allerdings fehlte den Gastgebern insgesamt wieder der Zug zum Tor, echte Torchancen gab es für den Aufsteiger nicht. „Zwei, drei halbe Möglichkeiten hatten wir“, meinte Funkel.

Wolfsburg setzte nach der 1:3-Niederlage gegen Bayern München erstmals in dieser Saison auf zwei Sturmspitzen. Neben Wout Weghorst sollte Ginczek zusätzlich für Gefahr im Angriff sorgen. Viel Schwung kam aber vor allem über die Außenpositionen durch Brekalo und Renato Steffen. Die beste Chance hatte in der ersten Hälfte Maximilian Arnold, der nur den Außenpfosten traf.

Zum Führungstreffer benötigten die Gäste einen Strafstoß, den Hennings, dem der Ball an den Arm sprang, verursacht hatte. Weghorst verwandelte cool und traf mit seinem vierten Saisontreffer zum 1:0. Fortuna-Torhüter Michael Rensing hatte somit auch bei seinem 19. Bundesliga-Strafstoß gegen sich keine Chance.

Die individuell ohnehin besser besetzten und spielerisch überlegenen Wolfsburger kamen in der Schlussphase durch Treffer von Brekalo und Ginczek zum 3:0 und machten damit den zweiten Auswärtssieg der Saison perfekt. Die Düsseldorfer stemmten sich zwar lange gegen eine weitere Niederlage, doch im Angriff fehlt der Mannschaft einfach ein Spieler, der Tore machen kann. „Wir müssen einfach wieder mutig nach vorne spielen wie in den ersten Spielen der Saison“, meinte Fortunas Trainer.


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