Europameisterschaft 2024 Aktuell: Entscheidung gefallen – Deutschland richtet EM 2024 aus

Von dpa

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Am Donnerstag entscheidet das Uefa-Exekutivkomitee über die Vergabe der Fußball-EM 2024. Foto: imago/Sven SimonAm Donnerstag entscheidet das Uefa-Exekutivkomitee über die Vergabe der Fußball-EM 2024. Foto: imago/Sven Simon

Nyon. Deutschland hat bei der Vergabe in Nyon gegen die Türkei durchgesetzt und wird Gastgeber der EM 2024. Wir berichten live.


LIVEBLOG: ENTSCHEIDUNG ÜBER EM-GASTGEBER 2024 ZWISCHEN DEUTSCHLAND UND DER TÜRKEI

Was festzuhalten bleibt - das Wichtigste in Kürze:  

▪ Der DFB setzte sich gegen den einzigen Mitbewerber Türkei durch und richtet 18 Jahre nach der WM 2006 wieder ein großes Turnier aus.

▪ Deutschland hat sich bei der Abstimmung deutlicher als erwartet gegen Mitbewerber Türkei durchgesetzt. Die deutsche Bewerbung setzte sich mit 12:4-Stimmen durch. Eine Stimme war ungültig. 

▪ Der DFB punktete vor allem mit den vorhandenen Stadien sowie der bestehenden Infrastruktur und wirtschaftlicher Stabilität.

▪ Der türkische Mitbewerber hatte vor allem für das fehlende Menschenrechtskonzept und aufgrund finanzieller Risiken schlechte Bewertungen durch die UEFA-Prüfer kassiert.


Die deutsche Delegation mit EM-Pokal. Foto: Soeren Stache, dpa
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dpa-live Desk
25. September 2018 10:50
Wer darf die Fußball-Europameisterschaft 2024 ausrichten - Deutschland oder die Türkei? Am Donnerstag, 27. September, fällt in Nyon in der Schweiz die Entscheidung. Angeblich ist Deutschland favorisiert, aber gut möglich, dass jetzt auch das Land am Bosporus dran ist. Die Türken hatten sich schon mehrfach beworben und waren zuletzt bei der Vergabe der EM 2016 an Frankreich gescheitert. Wir begleiten die mit Spannung erwartete EM-Vergabemit allem Wissenswerten ab 12 Uhr im Liveblog.
Alexander Barklage
27. September 2018 11:53

Guten Tag und herzlich willkommen!

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dpa-live Desk
27. September 2018 11:54

Wir blicken in den nächsten Stunden voller Spannung nach Nyon in die Schweiz. Die UEFA entscheidet, wer Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft 2024 wird.

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dpa-live Desk
27. September 2018 11:54

Und so sieht der Zeitplan aus: Bereits um 9.00 Uhr haben sich die Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees zusammengesetzt. Die Sitzung ist vor einigen Minuten beendet worden. Nach einer Mittagspause geht es dann um 13.00 Uhr weiter und dann wird es ernst. Der DFB um Botschafter Philipp Lahm wird die deutsche Bewerbung zuerst vor den 17 Wahlleuten präsentieren. Per Losentscheid erhielt der DFB den Vortritt vor Mitbewerber Türkei, der anschließend an der Reihe ist. 

Gegen 14.00 Uhr geht es weiter mit der Präsentation des UEFA-Evaluierungsberichts - ohne die Bewerber, die dürfen nicht mit dabei sein. Anschließend steht die Abstimmung durch das UEFA-Exekutivkomitee an. Ab 15.05 Uhr beginnt die Bekanntgabe des Ausrichters der EM 2024 durch den UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin.


Blick auf die Terrasse des Hauptquartiers der UEFA am Genfer See. Foto: Soeren Stache, dpa
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dpa-live Desk
27. September 2018 11:56

"Auf in den Tag der Entscheidung" - der deutsche EM-Botschafter Philipp Lahm hat in einer Video-Botschaft die Hoffnung auf ein Heimturnier 2024 zum Ausdruck gebracht.



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dpa-live Desk
27. September 2018 11:58

Wer ist außer EM-Botschafter Philipp Lahm noch für den DFB vor Ort? 20 weitere Personen gehören der Delegation an, die sich auf den Weg nach Nyon gemacht haben. Angeführt wird die Delegation von DFB-Präsident Reinhard Grindel. Mit dabei sind unter anderem auch Bundestrainer Joachim Löw, Karl-Heinz Rummenigge, Berti Vogts und Rudi Völler.

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27. September 2018 12:01

Bundestrainer Joachim Löw zu den Chancen auf ein neues "Sommermärchen":

Quelle: ZDF

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27. September 2018 12:09

Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben, bereits in der vergangenen Woche hat die UEFA in ihrem Evaluationsbericht zur EM-Bewerbung der deutschen Kandidatur in mehreren Kategorien ein besseres Zeugnis als dem Konkurrenten Türkei ausgestellt. Dem DFB wurde eine "inspirierende, kreative und sehr professionelle Vision" bescheinigt. Doch auch der türkische Fußballverband erhielt eine insgesamt positive Bewertung, musste sich jedoch Kritik in mehreren Punkten gefallen lassen.


Das "Bid Book" des DFB umfasst 868 Seiten. Hinzu kommen 760 Seiten Anhang mit zahlreichen Unterstützungsschreiben von Vertretern aus Sport, Politik und Wirtschaft. Foto: Harold Cunningham, UEFA/dpa
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dpa-live Desk
27. September 2018 12:12

Zwar ist die deutsche Bewerbung favorisiert, doch allzu siegessicher sollte sich der DFB nicht sein. Für die Türkei spricht vor allem, dass sie schon mehrfach kandidiert hat. Dreimal scheiterten die Türken bereits mit einer EM-Bewerbung für die Turniere 2008, 2012 und 2016 denkbar knapp mit 6:7-Stimmen an Frankreich. 

Hinzu kommt, dass es im Gegensatz zu Deutschland in der Türkei einebedingungslose Unterstützung durch die eigene Regierung gibt. Präsident Recep Tayyip Erdogan ist großer Fußball-Fan und schaltete sich persönlich in den Wahlkampf ein. Das kommt wohl speziell bei Wahlmännern aus Osteuropa gut an, wo der Politiker nicht so umstritten ist wie in Deutschland.


Wäre einst beinahe Profi geworden: Recep Tayyip Erdogan. Foto: Yasin Bülbül, Türkisches Präsidialamt/dpa
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27. September 2018 12:21

Stichwort Recep Tayyip Erdogan - der türkische Präsident kommt heute im Bemühen um ein Ende der politischen Spannungen zu einem Staatsbesuch nach Berlin. Bereits gestern äußerte sich Erdogan zur anstehenden UEFA-Entscheidung. Sein Land habe die "Bedingungen erfüllt". "Wir erwarten eine faire Bewertung", sagte er vor Journalisten in Ankara.

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dpa-live Desk
27. September 2018 12:24

Der ehemalige türkische Nationaltrainer und jetzige Coach des türkischen Meisters Galatasaray Istanbul, Fatih Terim, hofft und wünscht sich einen Zuschlag für sein Land. Die Türkei hätte sich die Austragung nicht nur verdient, sondern hätte es auch notwendig, schreibt der 65-Jährige auf Twitter



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27. September 2018 12:27

Sollte die Wahl tatsächlich auf die Türkei fallen, wäre es eine sportpolitische Sensation. Ein EM-K.o. wäre für den deutschen Fußball auf den Tag genau drei Monate nach dem WM-Scheitern in Russland der nächste Nackenschlag. Die sonst so große internationale Reputation wäre erstmal dahin.

DFB-Präsident Grindel könnte eine Niederlage den Job kosten. Seine Position ist nach dem WM-Debakel und einem miserablen Krisenmanagement im Fall Mesut Özil ohnehin geschwächt. Der Ruf nach einer grundlegenden Strukturreform im deutschen Fußball und einer Zukunft ohne Grindel dürfte schnell laut werden.


DFB-Präsident Reinhard Grindel. Foto: Bernd Thissen, dpa/Archiv
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27. September 2018 12:31

Vorteil für Deutschland? Erstmals macht die UEFA auch politische Aspekte, wie die Presse- und Meinungsfreiheit, zum Kritierum bei ihrer Entscheidung. Die Lage in der Türkei hat sich seit dem gescheiterten Putschversuch 2016 für die Menschen enorm verschlechtert. Noch immer sitzen unzählige Oppositionelle und Journalisten in Haft.

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27. September 2018 12:34

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic ist trotz "vieler guter Argumente" unsicher, ob Deutschland den EM-Zuschlag bekommt. "Wir müssen abwarten. Die Wahl ist geheim. Und wenn Wahlen geheim sind, dann weiß man ja, was passieren kann - dann kann eine WM schon mal nach Katar vergeben werden", so der 46-Jährige jüngst in einem Interview der Zeitung "Die Welt"  in Anspielung auf das 2022 nach Katar vergebene Weltturnier.

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27. September 2018 12:41

Klar ist, in der Welt des Fußballs entscheiden nicht immer objektive Kriterien. Spätestens nach der WM-Affäre um den damaligen OK-Chef Franz Beckenbauer noch insbesondere das Bild deutscher Fußballfunktionäre stark gelitten - auch weil die Affäre immer nicht vollständig aufgeklärt ist. So ist unter anderem unklar, wofür der DFB oder genauer der "Kaiser" im Jahre 2002 jene ominösen zehn Millionen Schweizer Franken nach Katar überwies. Hat sich Deutschland das Sommermärchen 2006 erkauft?

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27. September 2018 12:51

Bangen und Daumen drücken hüben wie drüben: der Weltmeister von 2014 und Ex-Schalker Benedikt Höwedes, heute bei Lokomotive Moskau auf Twitter:



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27. September 2018 13:02

Wir sind soweit - in Kürze geht es los. Wie bereits erwähnt, den Anfang macht die deutsche Bewerbungsdelegation. Zunächst wird ein Video präsentiert, dann werden 15 Minuten lang Fragen von den wahlberechtigten Funktionären beantwortet.

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27. September 2018 13:04

Schnell noch ein letztes Telefonat: Rudi Völler, (Geschäftsführer von Bayer Leverkusen und Weltmeister 1990) 
hat noch einige wichtige Dinge auf der Terrasse des UEFA-Hauptquartiers am Genfer See zu besprechen. Der 58-Jährige  wird zunächst nicht mit auf der Bühne stehen.


Foto: Soeren Stache, dpa
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27. September 2018 13:07

Die Stimmung ist gut bei der Sitzung des Exekutivkomitees. Links UEFA-Präsident Alexaner Ceferin, zwei Plätze weiter sitzt ein gelöst wirkender DFB-Präsident Reinhard Grindel


Foto: Harold Cunningham, UEFA/Getty Images/dpa
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27. September 2018 13:13

Nun wird es ernst. In Nyon haben sich die Türen bei der Sitzung des Exekutivkomitees geschlossen. Es bleibt spannend! Wie überzeugend wird die Präsentation der deutschen Vertreter ausfallen oder ist die Entscheidung womöglich schon längst gefallen?

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27. September 2018 13:29

Aus Bern sind dieser junge türkische Vater und seine kleine Tochter nach Nyon gereist, um die Türkei - natürlich im passenden Nationaltrikot - zu unterstützen. 



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27. September 2018 13:34

Deutschland oder Türkei? Diese Frage haben wir auch einigen Türkeistämmigen Menschen in Berlin-Kreuzberg gefragt.

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27. September 2018 13:39

Zum Stand der Dinge in Nyon: Vor wenigen Minuten ist die Präsentation der deutschen Bewerbung vor den Mitgliedern des UEFA-Exekutivkomitees beendet worden. Nun ist die Türkei an der Reihe. Auch bei bei den Türken gilt: erst das Bewerbungsvideo, anschließend müssen die türkischen Delegierten Frage und Antwort stehen.

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27. September 2018 13:44

Servet Yardimci, Vizepräsident des  türkischen Fußballverbandes TFF und Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, ist offensichtlich guter Dinge.


Foto: Harold Cunningham, UEFA via Getty Images/dpa
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27. September 2018 13:52

Auf sie wird es heute ankommen - insgesamt 16 Männer und eine Frau aus 15 Ländern sind wahlberechtigt. Das UEFA-Exekutivkomitee im Überblick: 

▪ Aleksander Ceferin (Slowenien)
▪ Karl-Erik Nilsson (Schweden)
▪ Fernando Gomes (Portugal)
▪ Grigori Surkis (Ukraine)
▪ Michele Uva (Italien)
▪ David Gill (England)
▪ Zbigniew Boniek (Polen)
▪ Sandor Csanyi (Ungarn)
▪ John Delaney (Irland)
▪ Peter Gilliéron (Schweiz)
▪ Florence Hardouin (Frankreich)
▪ Juan Luis LarreaSarobe (Spanien)
▪ Borislaw Michajlow (Bulgarien)
▪ Davor Suker (Kroatien)
▪ Michael van Praag (Niederlande)
▪ Andrea Agnelli (Italien)
▪ Ivan Gazidis (Großbritannien)

DFB-Präsident Reinhard Grindel und der Türke Servet Yardimci sind zwar auch Mitglieder des Exekutivkomitess, werden aber  kein Stimmrecht haben.

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27. September 2018 13:59

Blick in den Sitzungssaal der UEFA: hier wird in einer geheimen Wahl abgestimmt, wer die Europameisterschaft 2024 ausrichten darf. 


Foto:  Harold Cunningham, UEFA via Getty Images/dpa 
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27. September 2018 14:09

Was passiert eigentlich, wenn beide Bewerber die gleiche Anzahl der Stimmen auf sich vereinigen? Dann kommt es auf das Votum von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin an. Dem Vernehmen nach ist er für Deutschland als EM-Gastgeber.


Foto: Harold Cunningham, UEFA/Getty Images/dpa
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dpa-live Desk
27. September 2018 14:16

Wir müssen uns noch ein wenig gedulden, bis die endgültige Entscheidung verkündet wird. Um die Zeit bis dahin ein wenig zu überbrücken, die EM-Werbevideos der beiden Kandidaten:

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dpa-live Desk
27. September 2018 14:32

Der im Exil lebende türkische Journalist Can Dündar verfolgt die Entscheidung ebenfalls: "Mein Herz sagt mir, dass die EM ohne Zweifel in der Türkei stattfinden soll, aber in einer freien Türkei", so der frühere Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" auf Twitter - mit Blick auf die zunehmend repressivere Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

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27. September 2018 14:50
Ich glaube, dass sich die Leute an so einem Event festhalten und ihre Träume verwirklichen können.

Der frühere Bundesligaspieler Halil Altintop im Sky-Interview auf die Frage, was die Ausrichtung der EM für die Türkei bedeuten würde.
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dpa-live Desk
27. September 2018 14:57

Vor dem Sitzungssaal im UEFA-Hauptquartier in Nyon ist noch Warten angesagt. Die Entscheidung des Exekutivkomitees dürfte schon bald bekanntgegeben werden.


Foto: Florian Lütticke, dpa
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27. September 2018 15:04

Die deutsche Delegation macht sich bereits auf den Weg ins Auditorium.


Foto: Florian Lütticke, dpa
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27. September 2018 15:11

Die Delegierten des DFB und auch vom türkischen Fußball-Verband TFF haben im Auditorium bereits ihre Plätze 
eingenommen. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin lässt noch auf sich warten.

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dpa-live Desk
27. September 2018 15:19

Die UEFA macht es weiter spannend. Noch gibt es keine Verkündung. Im Auditorium werden derzeit auf einer großen Leinwand die offiziellen Bewerbungsvideos der beiden Konkurrenten gezeigt. 

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27. September 2018 15:21

Nun steht UEFA-Präsident Aleksander Ceferin auf der Bühne und öffnet den Umschlag. 

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27. September 2018 15:22

Die Fußball-Europameisterschaft 2024 findet in Deutschland statt.

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dpa-live Desk
27. September 2018 15:25

Somit richtet Deutschland zum zweiten Mal nach 1988 eine EM aus. Die Türkei scheiterte wie zuletzt bei den Anläufen für die EM 2008, 2012 und 2016.

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dpa-live Desk
27. September 2018 15:25
Herzlichen Dank für das Vertrauen. Wir werden alles tun, um es zu rechtfertigen.

DFB-Präsident Reinhard Grindel in einer ersten Stellungnahme.

Foto: Soeren Stache, dpa
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dpa-live Desk
27. September 2018 15:27
Alexander Barklage
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