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Vor EM-Vergabe Botschafter Lahm: „Entscheidung nicht in unseren Händen“

Von dpa

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Botschafter für die EM 2024: Philipp Lahm. Foto: Ina FassbenderBotschafter für die EM 2024: Philipp Lahm. Foto: Ina Fassbender

Nyon. In Nyon hat die Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees begonnen. Mit der EM-Vergabe 2024 werden sich die Delegierten nach der Mittagspause beschäftigen. Der DFB kann bei der Präsentation vor 17 Wahlleuten vorlegen. Botschafter Philipp Lahm postete am Morgen ein Video.

EM-Botschafter Philipp Lahm und Bundestrainer Joachim Löw kommen bei der Präsentation der deutschen EM-Bewerbung vor der Türkei zum Zug.

Per Losentscheid erhielt der DFB den Vortritt vor dem Mitbewerber, um den 17 Wahlleuten des UEFA-Exekutivkomitees die Turnierpläne vorzustellen. Das teilte die Europäische Fußball-Union am Donnerstag nach dem Start der Sitzung am Verbandssitz in Nyon am Genfer See mit.

Der Beginn der Präsentationen ist für 13.00 Uhr geplant. Lahm, Löw, Integrationsbotschafterin Celia Sasic, Bewerbungsleiter Markus Stenger und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius werden Fragen von den wahlberechtigten Funktionären beantworten. Darunter befindet sich auch der Italiener Andrea Agnelli, wie aus der Teilnehmerliste der UEFA hervorging. Die Teilnahme des Präsidenten von Juventus Turin, stand zuletzt aus privaten Gründen noch in Frage.

Lahm brachte vor Sitzungsbeginn in einer Video-Botschaft nochmals die Hoffnung auf ein Heimturnier 2024 zum Ausdruck. „Heute ist der Tag, auf den wir so lange hingearbeitet haben. Wir sind mehr als überzeugt von unserem Konzept, aber es liegt nicht mehr in unseren Händen. Heute entscheidet das Exekutivkomitee der UEFA, ob wir die Euro 2024 bekommen. Also drückt uns die Daumen, dass wir 2024 wieder eine Europameisterschaft in Deutschland haben“, sagte der EM-Botschafter in seiner Twitter-Nachricht.

Der DFB gilt bei der Abstimmung als Favorit. Allerdings wird in UEFA-Kreisen ein knappes Wahlergebnis erwartet. Im Falle eines EM-Zuschlags soll Lahm Organisationschef des Turniers werden. Deutschland hat bislang nur 1988 eine EM ausgerichtet. Die Türkei war noch nie Gastgeber. Zuletzt scheiterte man für die Turniere 2008, 2012 und 2016.

Bei der Abstimmung hat jedes wahlberechtigte Mitglied eine Stimme. Enthaltungen sind möglich. DFB-Präsident Reinhard Grindel und sein türkischer Kollege Servet Yardimci dürfen an der Wahl nicht teilnehmen. Bei einem Patt entscheidet der offenbar der deutschen Kandidatur gewogene UEFA-Präsident Aleksander Ceferin über den Sieger. Er kann hierfür auch einen Losentscheid anordnen.

Wahlberechtigt und anwesend sind: Aleksander Ceferin (Slowenien), Karl-Erik Nilsson (Schweden), Fernando Gomes (Portugal), Grigori Surkis (Ukraine), Michele Uva (Italien), David Gill (England), Zbigniew Boniek (Polen), Sandor Csanyi (Ungarn), John Delaney (Irland), Peter Gilliéron (Schweiz), Florence Hardouin (Frankreich), Juan Luis Larrea Sarobe (Spanien), Borislaw Michajlow (Bulgarien), Davor Suker (Kroatien), Michael van Praag (Niederlande), Andrea Agnelli (Italien), Ivan Gazidis (Großbritannien)


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