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3. Bundesliga-Spieltag Münchner Dominanz, Schalker Krise und Düsseldorfer Jubel

Von dpa

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Der FC Bayern München grüß bereits früh in der Saison erneut von der Bundesliga-Tabellenspitze. Foto: Matthias BalkDer FC Bayern München grüß bereits früh in der Saison erneut von der Bundesliga-Tabellenspitze. Foto: Matthias Balk

Berlin. Vor dem Europacup-Auftakt hat der FC Bayern mit dem dritten Sieg im dritten Spiel seine Hausaufgaben erledigt. Ganz im Gegensatz zu Schalke und Leverkusen, die noch ohne Punkt dastehen. Auch Hoffenheim patzt vor dem Champions-League-Debüt.

Alles beim Alten in der Fußball-Bundesliga: Der FC Bayern München dominiert die Liga, beim 3:1 gegen Bayer Leverkusen gab es den dritten Sieg im dritten Spiel. Am anderen Ende der Tabelle stehen dagegen die ambitionierten West-Clubs FC Schalke 04 und Leverkusen.

ALARM: Im ersten Liga-Spiel verletzte sich Bayern-Stürmer Kingsley Coman schwer, beim 3:1 gegen Bayer Leverkusen erwischte es Weltmeister Corentin Tolisso und Rafinha. Bei Tolisso besteht gar der Verdacht auf einen Kreuzbandriss. So ist ausgerechnet vor den vielen Englischen Wochen die Personalsituation angespannt.

DOMINANZ: Wer soll den FC Bayern stoppen? Lieblingsgegner Leverkusen jedenfalls nicht. Beim 3:1 der Münchner lief es eigentlich wie immer: Seit 1989 konnte Bayer in nun 29 Gastspielen nur einmal in München gewinnen. Da klingen die Worte von Arjen Robben fast wie eine Drohung: „Wir haben noch Verbesserungspotenzial.“

ERFAHRUNG: Im Duell zwischen dem ältesten und dem jüngsten Trainer der Bundesliga hat sich die Erfahrung durchgesetzt. Der 64-jährige Friedhelm Funkel düpierte beim 2:1 (1:0) mit Aufsteiger Fortuna Düsseldorf den 31-jährigen Julian Nagelsmann als Coach des Champions-League-Teilnehmers 1899 Hoffenheim. „Es muss Vieles zusammenkommen, wenn man gegen Hoffenheim ein Spiel gewinnen will“, meinte Funkel und jubelte: „Ich bin einfach stolz darauf, wie sich die Mannschaft gewehrt hat.“

KRISE: Da kommen schlechte Erinnerungen auf. Wie vor zwei Jahren ist Schalke 04 nach dem 0:2 bei Borussia Mönchengladbach mit drei Niederlagen gestartet. Damals waren es sogar fünf Pleiten vom Start weg, am Ende verpassten die Königsblauen den Europacup und Tedesco-Vorgänger Markus Weinzierl musste gehen. Und die nächsten Spiele verheißen wenig Gutes: Am 22. September kommt der FC Bayern München, danach geht es zum SC Freiburg.

OMEN: Zweimal in Serie musste der VfL Wolfsburg in die Relegation, diesmal dürfen die Niedersachsen auf eine Saison ohne Abstiegssorgen hoffen. Womöglich ist sogar mehr drin nach dem Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen. Auch in der Meistersaison 2008/2009 und in der Pokalsieger-Spielzeit 2014/2015 startete Wolfsburg mit zwei Siegen und einem Unentschieden.

STARTSCHUSS: Der langjährige Dortmunder Nuri Sahin steht vor seinem ersten Pflichtspiel im Dress von Werder Bremen. Trainer Florian Kohfeldt ist vor dem Spiel gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg jedenfalls begeistert von seinem Neuzugang. „Er kommt sehr gut in der Kabine an“, sagte der Werder-Coach. „Er hat eine Aura und ist eine Persönlichkeit.“

STÜRMER: In der Länderspiel-Pause sorgte Torjäger Jean-Kévin Augustin in Frankreich für Ärger gesorgt, weil er seine Teilnahme an zwei U21-Länderspielen abgesagt und stattdessen in einem Testspiel für RB Leipzig gespielt hatte. Die Franzosen schalteten die FIFA ein, woraufhin die Sachsen vorsichtshalber auf den 21-Jährigen verzichteten. Aber Stürmer, die Tore schießen können, hat RB genügend: Augustin-Ersatz Yussuf Poulsen traf prompt zum 1:0 gegen Hannover 96, Timo Werner stellte mit seinem ersten Liga-Doppelpack seit dem 27. August 2017 (4:1 gegen Freiburg) den 3:2-Sieg sicher.

TRAINER: Der SC Freiburg kann im Baden-Württemberg-Derby gegen den VfB Stuttgart erstmals wieder auf Trainer Christian Streich zurückgreifen. Der Coach fiel zuletzt wegen eines schweren Bandscheibenvorfalls aus. Das Trainer-Comeback ist auch dringend nötig, Freiburg steht wie der VfB noch ohne Punkt da.

VIDEOBEWEIS: Am ersten Spieltag waren die Pannen beim Videobeweis noch das Aufreger-Thema. Diesmal präsentierten sich Referees im Kölner Keller in guter Form. Beim Mainzer 2:1 gegen den FC Augsburg wurde das Tor von Gäste-Stürmer Michael Gregoritsch nach einer Abseitsstellung korrekterweise zurückgenommen. Und in Wolfsburg gab es beim 2:2 gegen Hertha BSC auf Intervention des Video-Schiedsrichters einen Foulelfmeter anstelle eines Freistoßes für den VfL - Yunus Malli traf zum 1:1.


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