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Team USA gegen Team Europa Golf-Superstar Woods beim Ryder Cup - Krönung des Comebacks

Von dpa

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Golf-Star Tiger Woods wird beim diesjährigen Ryder Cup zum ersten Mal seit 2012 wieder für das US-Team dabei sein. Foto: Matt slocum/APGolf-Star Tiger Woods wird beim diesjährigen Ryder Cup zum ersten Mal seit 2012 wieder für das US-Team dabei sein. Foto: Matt slocum/AP

West Conshohocken. Der Ryder Cup hat seinen Superstar zurück: US-Kapitän Furyk setzt nach sechs Jahren wieder auf Tiger Woods. Der 14-malige Major-Sieger wird beim Vergleich der besten Golfer aus Europa und den USA in Paris ganz sicher die Massen begeistern. Martin Kaymer fehlt erwartungsgemäß.

Tiger Woods darf sein starkes Comeback-Jahr mit einem Golf-Festival unweit des Eiffelturms krönen. Der 42 Jahre alte Superstar aus Kalifornien wurde von US-Teamkapitän Jim Furyk für den 42. Ryder Cup nominiert.

Erstmals seit 2012 wird Woods wieder beim prestigeträchtigen Kontinentalvergleich mit den Europäern vom 28. bis 30. September vor den Toren von Paris für die USA abschlagen. Deutschlands formschwacher Top-Golfer Martin Kaymer muss dagegen im Le Golf National zuschauen.

„Es ist unglaublich, zurück auf den Jahresanfang zu schauen und jetzt ein solches Ziel erreicht zu haben. Teil dieses Teams zu sein und jetzt sogar als Spieler, ist mehr als etwas Besonderes“, sagte Woods bei einer Pressekonferenz in West Conshohocken im US-Bundesstaat Pennsylvania.

Ausgemacht war ursprünglich, dass der 14-malige Major-Sieger nach seiner Zwangspause Furyk nur als Vize-Kapitän zur Seite stehen wird. Denn vor eineinhalb Jahren sah die Welt von Woods noch ganz anders aus. Zum vierten Mal musste sich der Golf-Dominator der 2000er-Jahre im April 2017 am lädierten Rücken operieren lassen. Einen Monat später folgte der nächste Tiefpunkt: Festnahme wegen Drogenmissbrauchs am Steuer. Woods Karriere drohte zu Ende zu gehen. Doch der Tiger kämpfte sich zurück ins (Golf)-Leben.

Seit Januar kam der siebenmalige Ryder-Cup-Teilnehmer überraschend schnell wieder in Topform. Zwar fehlt ihm 2018 noch ein Sieg, doch fünf Mal schaffte es Woods bei PGA-Turnieren in die Top Ten. Bei der PGA Championship im August verfehlte er zuletzt den Sieg als Zweiter nur knapp. Nun legte der Weltrangliste-26. die Vize-Kapitänsrolle ab, darf als Lohn wieder einlochen und schickte gleich eine Kampfansage über den Atlantik: „Wir wollen den Cup behalten“.

Auf der Gegenseite wird Martin Kaymer nach seinen schwachen Saisonleistungen fehlen. Der europäische Ryder-Cup-Kapitän Thomas Björn verzichtete auf den 33-Jährigen aus Mettmann und nominierte Paul Casey, Ian Poulter (beide England), Henrik Stenson (Schweden) und Sergio Garcia (Spanien) für die letzten vier Startplätze. „Herzlichen Glückwunsch an Paul Casey, Sergio Garcia, Ian Poulter und Henrik Stenson zum Captains Pick für das Ryder Cup Team Europe!“, schrieb der auf Weltranglistenplatz 139 abgerutschte Kaymer auf Facebook und ergänzte: „Ich freue mich schon jetzt darauf, den Ryder Cup mit euch allen 2020 zu verteidigen“.

Den letzten Kontinentalwettbewerb vor zwei Jahren hatten die US-Amerikaner in Chaska/Minnesota mit 17:11 gewonnen. Neben Woods erhielten auch Phil Mickelson und Bryson DeChambeau US-Wildcards. Der 48-jährige Mickelson stellt mit seiner zwölften Nominierung in Folge einen Rekord auf. DeChambeau, der am Montag auch das zweite Turnier der diesjährigen FedEx-Cup-Playoffs gewann, gibt hingegen sein Ryder-Cup-Debüt. Anfang nächster Woche entscheidet Team-Kapitän Furyk, welcher Spieler die vierte und letzte Wildcard für das US-Team erhält.

„Das ist sehr wahrscheinlich meine letzte Chance, Teil eines US-Gewinner-Teams in Europa zu sein. Das haben wir seit 25 Jahren nicht geschafft“, sagte Mickelson. Das US-Team ist zwar klar favorisiert. Doch auf dem alten Kontinent gewannen sie zuletzt 1993 im englischen Sutton Coldfield.


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