Einstelliger Tabellenplatz als Ziel Für den TV Bissendorf-Holte wird die Saison „echt ein Brett“

Von Karl-Heinz Klenke und Johannes Kapitza

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Repräsentieren den TV Bissendorf-Holte in der Oberliga: Tim Brauner, Philipp Thiemann, Lukas Brüggemann, Robin Maroldt, Steffen Brüggemann (vorne, von links), Teammanager Jürgen Brüggemann, Trainer Henning Sohl, Christian Rußwinkel, Gero Seger, Jonas Grass, Simon Mayer, Betreuer Uwe Suchanke, Physiotherapeutin Frauke Dunkel (Mitte von links) sowie Julian Jenner, Thorben Hasse, Fabian Rußwinkel, Hendrik Sander und Dennis Bormann (hinten, von links). Foto: Swaantje HehmannRepräsentieren den TV Bissendorf-Holte in der Oberliga: Tim Brauner, Philipp Thiemann, Lukas Brüggemann, Robin Maroldt, Steffen Brüggemann (vorne, von links), Teammanager Jürgen Brüggemann, Trainer Henning Sohl, Christian Rußwinkel, Gero Seger, Jonas Grass, Simon Mayer, Betreuer Uwe Suchanke, Physiotherapeutin Frauke Dunkel (Mitte von links) sowie Julian Jenner, Thorben Hasse, Fabian Rußwinkel, Hendrik Sander und Dennis Bormann (hinten, von links). Foto: Swaantje Hehmann

Der TV Bissendorf-Holte ist auch in der kommenden Saison das Aushängeschild im regionalen Handball. Die Männer wollen in der Oberliga eine gute Rolle spielen.

Bissendorf Das übergeordnete Motto beim TV Bissendorf-Holte ist eindeutig. „Wir bauen mit Nachdruck auf die eigene Jugend“, sagt Abteilungsleiter Jürgen Brüggemann. Zwölf Spieler im Kader des TVB kommen aus dem eigenen Nachwuchs. Ein Beispiel: Marius Kluwe wird ab November spielberechtigt sein, wenn er seinen 17. Geburtstag gefeiert hat. Der neue Trainer Hennig Sohl stehe „zu 100 Prozent hinter diesem Geschäftsmodell“, sagt Brüggemann.

Auch nach intensiver Vorbereitung sieht Trainer Henning Sohl noch eine große Baustelle. „Sorgenkind ist die Abwehr. Bissendorf konnte noch nie gut in der Abwehr spielen. In wenigen Wochen kann ich nicht hexen“, sagt er. Ein Saisonziel ist deshalb klar: „Wir wollen deutlich weniger Gegentore kassieren als letzte Saison.“ 716 Gegentreffer (rund 27,5 pro Partie) waren der viertschlechteste Wert der Liga. Damit sich das nicht wiederholt, will Sohl „aus einer jungen Mannschaft eine Männermannschaft machen“. Der TVB sei nie eine „Drecksmannschaft“ gewesen und solle auch nicht zu einer werden. „Wir müssen ja nicht überhart, aber wenigstens hart spielen“, erwartet er.

Der Coach hat einen Mannschaftsrat wählen lassen. „Ich bin ein Freund von Hierarchien und werde manche Dinge auch nur im Mannschaftsrat besprechen. Ich kann nicht jedes Thema mit 14 Spielern diskutieren.“ Als Kapitän führt Christian Rußwinkel die Mannschaft an. „Er hat unter Beweis gestellt, dass er vorangehen kann“, sagt Co-Trainer Steffen Brüggemann.

Vor der Saison ist den Bissendorfern nicht bange, „aber ein bisschen Demut tut uns ganz gut. Ich bin niemand, der die Favoritenrolle abschiebt oder von der stärksten Oberliga aller Zeiten spricht, aber mit drei Absteigern aus der 3. Liga ist das in der kommenden Saison echt ein Brett“, sagt Sohl. Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Der Trainer will „nicht nur Neunter werden“, sondern gerne ein bisschen besser abschließen, weiß aber um die Herausforderungen. „Wir brauchen mit unseren jungen Dachsen eine Menge Unterstützung von den Fans. Es gibt immer eine Erwartungshaltung, aber die werden wir nicht immer erfüllen können“, hofft Sohl auf Kredit bei den Zuschauern.


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