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Ohne Wendt zu klein gegen "Riesen"

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Die nächste Phase, das nächste Pokalerlebnis. Was Ende der 60er-/Anfang der 70er-Jahre der VfL Osnabrück bewegte, Anfang der 80er-Jahre der BC Giants sowie Anfang der 90er-Jahre die BG Bramsche/Osnabrück, nehmen sich die Artland Dragons nach 2006 nun zum zweiten Mal vor die Brust: ein Stück Basketball-Geschichte auf höchster Ebene zu schreiben.

Der Cup wanderte einmal in diese Region, die seit mehr als 50 Jahren vom Basketball infiziert ist und in der sich die Spitze von Osnabrück über Bramsche nach Quakenbrück, sprich damit nördlich bewegt hat.

Die Highlights im nationalen Pokal mit lokaler Präsenz unter den besten vier Teams:

1966/67: Der VfL geht in die Geschichte des Pokalwettbewerbs ein als erster Cupgewinner vor 800 (!) Zuschauern in Oberhausen. "Endlich der verdiente Lohn. Es wird auch langsam Zeit", kommentierte Helmut Uhlig (20 Punkte), neben Dr. Rassem Yahya (21) der erfolgreichste Werfer der Osnabrücker, den ersehnten 86:74-Erfolg gegen ATV Düsseldorf nach dem Verlust des Meisterschaftsfinals. Dr. Klaus Weinand (16), Rolf Dieter (11), Ingbert Koppermann (10) und Winfried Böttger (8) treffen zudem auffällig.

1981/82: Der ein Jahr zuvor durch den Umzug aus Bissendorf nach Osnabrück aus der Taufe gehobene BC Giants hat die Sensation auf der Hand gegen den BSC Saturn Köln, doch mit 90:92 geht das Halbfinale in der Schlosswallhalle vor 2500 Zuschauern (mit Zusatztribüne) verloren. Bei den Stars vom Rhein treffen Michael Pappert (20) und Nowitzki-Mentor Holger Geschwindner (10) auffällig gegen Tom Norwood (29), Rudi Kleen (19), Christian Welp (10) & Co.

1982/83: Eine herbe 87:112-Schlappe setzt es im Halbfinale vor 2400 Zuschauern am Schlosswall gegen SSV Hagen, weil die Osnabrücker Angst vor den etablierten Westfalen haben. Hans de Witt (28 Punkte), Rudi Kleen (25) & Co. sind chancenlos.

1984/85: Aller guten Dinge sind drei? Nein, auch wenn der Reiz riesengroß ist, denn das Finale steigt am 10. März in der Osnabrücker Schlosswallhalle. Ohne den BC Giants, der beim Noch-Zweitligisten in Bayreuth 70:85 verliert. Nur Gery Johnson (24), Achim Zedler (16), Klaudius Frakstein (14) und Klaus Weber (11) punkten zweistellig gegen die Franken mit dem überragenden Calvin Oldham (34 Punkte, heute Kotrainer bei Alba Berlin).

1992/93: Erstmals wird eine Pokalendrunde mit Halbfinale und Endspiel an einem Ort ausgetragen, und zwar in Bayreuth, wohin die BG Bramsche/Osnabrück wegen akuter Finanzprobleme erst am Spieltag reist und von wo es noch in der Nacht nach dem Spiel zurück geht in einem Trip über insgesamt 18 Stunden. Ohne Topwerfer Greg Wendt und Dirk Leding ist nichts drin beim 72:107 gegen Bayer Leverkusen mit dem Osnabrücker Christian Welp und dem heutigen Alba-Teammanager Henning Harnisch. Die "Riesen vom Rhein" nehmen schmerzhaft Revanche für die 59:60-Punktspielschlappe vier Tage zuvor an Klaus Perwas (19 Punkte), Malik Ruddigkeit (15), Jimmy Shields (15), Gunter Behnke (8) & Co.

2005/2006: Die Artland Dragons ziehen durch ein 77:73 gegen Oldenburg ins Top-Four-Turnier ein. Gegen Gastgeber Bamberg bekommen sie in der Höhle des Löwen mit 56:84 das Fell über die Ohren gezogen. Im Spiel um Platz drei rehabilitieren sich die Quakenbrücker beim 81:84 gegen Gießen.


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