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Claaßen: Ehre gebührt der gesamten Mannschaft des VfL

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Die Auszeichnung «Niedersachsens Fußballer des Jahres» 2001 gebührt nach Ansicht von Christian Claaßen der gesamten Mannschaft des VfL Osnabrück. Der 31-jährigen Stürmer des abstiegsbedrohten Zweitligisten erhielt bei der Wahl 1655 Stimmen. Auf den Rängen folgten Carsten Linke (Hannover 96/1557), Tobias Rau (Eintracht Braunschweig/1107) und Claudia Müller (WSV Wolfsburg-Wendschott/804). Die Wahl fand zum elftenmal statt. Claaßen wird am 14. Mai in Barsinghausen geehrt. In diesem Interview äußert sich der VfL-Kapitän zur Ehrung, zur aktuellen Situation und zum Saisonverlauf.

Christian Claaßen, herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung ,,Fußballer des Jahres´´ in Niedersachsen. Ist die Wahl für Sie eine Überraschung?
Ich hatte schon vorher Andeutungen bekommen, dass ich gewonnen habe. Es ist schon eine Ehre für mich. Die Auszeichnung gebührt aber der gesamten Mannschaft. Wären wir in der letzten Saison Sechster geworden, wäre ich wahrscheinlich gar nicht nominiert worden. Dass zuvor Uwe Brunn die Nummer eins in Niedersachsen war, spricht für den VfL.

Ist das die erste Auszeichung dieser Art für Sie?
Ich bin in der Regionalliga mal Spieler des Jahres geworden, als ich in Wilhelmshaven gespielt habe. Damals haben mich die Trainer gewählt.

Zur aktuellen Situation. Sind Sie fit für Reutlingen?
Ich hatte eine Oberschenkelzerrung und musste einen Tag aussetzen. Aber das ist nichts Aufregendes. Ich gehe davon aus, dass ich am Sonntag spiele.

Viele schreiben den VfL schon ab. Was ist noch möglich?
Wir wissen, dass wir die drei restlichen Spiele gewinnen müssen. Man muss aber auch realistisch bleiben. Der SSV Reutlingen hat sein Ziel erreicht und kann ohne Druck aufspielen. Wir werden alles versuchen. Wichtig ist, dass wir an unsere eigene Stärke glauben und und nicht auf andere schauen. Ich glaube, dass man mit 42 Punkten nicht absteigt.

In der Hinrunde war der VfL fast schon abgestiegen. Wie ist der Wandel mit der Straken Rückrunde zu erklären?
Wir haben zwei Abschnitte gespielt mit zwei verschiedenen Mannschaften und zwei verschiedenen Leistungen. Das hatte etwas mit der Vorbereitung zu tun. Nach der Winterpause war sie optimal, in allen Bereichen. In der Hinrunde hatten wir erhebliche Defizite. Auch bei mir lief es nicht gut. Taktik gab´s überhaupt nicht. Eine Rolle gespielt hat bei der Aufholjagd auch, dass wir ein, zwei neue Spieler geholt haben. So kam mit Kemal Halat mehr Stabilität in die Abwehr.


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