Niederlage gegen Sugita Nach Zverev: Auch Thiem überraschend in Halle ausgeschieden

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Im Achtelfinale schied Dominic Thiem bei den Gerry Weber Open verdient aus. Foto: Helmut KemmeIm Achtelfinale schied Dominic Thiem bei den Gerry Weber Open verdient aus. Foto: Helmut Kemme

Halle/Westfalen. Nach Alexander Zverev ist der nächste Favorit bei den Gerry Weber Open im westfälischen Halle ausgeschieden. Der österreicherische Tennisspieler Dominic Thiem unterlag dem Japaner Yuichi Yugita im Achtelfinale des ATP-Turniers überraschend in zwei Sätzen mit 2:6 und 5:7.

Nein, es war nicht das Spiel des Dominic Thiem. Nach der Niederlage gegen den Weltranglisten-52. aus Japan packte der 24-jährige Österreicher seine Sachen zusammen und machte sich auf den Weg in die Katakomben. Dabei verabschiedete sich Thiem standesgemäß, aber sichtlich niedergeschlagen vom Publikum, das ihn das gesamte Spiel über unterstützt hatte. Aber das, was Thiem den Zuschauern auf dem Centre Court im Gerry Weber Stadion präsentiert hatte, erinnerte nicht an seine starken Leistungen vor knapp zwei Wochen bei den French Open in Paris. Dort hatte er sich erst im Finale Rafael Nadal geschlagen geben müssen.

Das war auf Sand. Darauf scheint sich Thiem wohler zu fühlen als auf Rasen. Denn bereits beim Erstrundensieg in Halle gegen den russischen Qualifikanten Mikhail Youzhny hatte Thiem mit der Umstellung auf den schnelleren Untergrund zu kämpfen. Einen Satz hatte er gegen Youzhny gebraucht, um sich an den Belag zu gewöhnen.

Keine Zweifel an Rasenqualitäten

Die Niederlage gegen Sugita lässt Thiem allerdings nicht an seinen Rasenqualitäten zweifeln. „Ich habe letztes Jahr genauso gespielt wie heute und dann in Wimbledon gut gespielt. Aber natürlich wäre ich lieber weitergekommen“, sagte der Österreicher.

In seinem ersten Duell gegen Sugita auf Rasen erwischte Thiem alles andere als einen guten Tag. Während der 24-Jährige im ersten Satz schnell mit zwei Breaks hinten lag, brachte der 29-jährige Japaner Aufschlagspiel für Aufschlagspiel souverän durch. Yugita returnierte sehr stark und ließ Thiem dadurch überhaupt nicht ins Spiel kommen. „Er phasenweise sehr gut returniert. Sugita hat wirklich gut gespielt und mir wenig Chancen gegeben, zu attackieren“, sagte Thiem nach der Achtelfinalniederlage.

Insgesamt machte er zu viele vermeidbare Fehler. Wenn sich Thiem Yugita einmal zurecht gelegt hatte, setzte er den Ball entweder hinter die Grundlinie oder scheiterte am Netz. Er wirkte verunsichert und haderte mit sich selbst. Hingegen spielte Yugita fokussiert. Der Japaner holte Punkt für Punkt, Spiel für und Spiel und entschied den ersten Satz nach 34 Minuten mit 6:2 für sich.

Im zweiten Satz zeigte sich der an Nummer drei gesetzte Österreicher zwar verbessert, jedoch verzweifelte Thiem am immer wieder stark aufschlagenden Sugita. „Ich habe zu kurz und zu langsam returniert, sodass er sofort in der Offensive war“, sagte Thiem. Zudem habe er selbst zwar schnell und gut serviert, aber zu unplatziert. „Ich war die ganze Zeit am Kämpfen, dass ich meinen Aufschlag durchbringe“, sagte Thiem, der sich im gesamten Match nur einen Breakball erspielte und den zweiten Satz schließlich mit 5:7 verlor. „Es war ein komplett verdienter Sieg für ihn“, zog Thiem ein Fazit.

Bereits im vergangenen Jahr war für Thiem bei den Gerry Weber Open im Achtelfinale Schluss. 2017 scheiterte er am Niederländer Robin Haase. Der wiederum schied gegen den Spanier Spanier Roberto Bautista Agut mit 4:6 und 5:7 aus. Zudem steht Denis Kudla im Viertelfinale. Der US-Amerikanier besiegte den Griechen Stefanos Tsitsipas mit 6:3 und 6:4 besiegte. Ebenfalls glatt in zwei Sätzen sicherte sich Karen Khachanov mit einem 6:2, 6:2 gegen den Japaner Kei Nishikori das Ticket für Viertelfinale.


Die Achtelfinalpartien im Überblick:

Robin Haase (NED) - Roberto Bautista Agut (ESP/4) 4:6, 5:7

Kei Nishikori (JPN/7) - Karen Khachanov (RUS) 2:6, 2:6

Denis Kudla (USA) - Stefanos Tsitsipas (GRE) 6:3, 6:4

Dominic Thiem (AUT/3) - Yuichi Sugita (JPN) 2:6, 5:7

Am Donnerstag im Achtelfinale spielen:

Roger Federer (SUI/1) - Benoit Paire (FRA)

Matthew Ebden (AUS) - Philipp Kohlschreiber (6)

Andreas Seppi (ITA) - Florian Mayer

Nikolos Basilahvili (GEO) - Borna Coric (CRO)

Die Erstrundenpartien im Überblick:

Nikolos Basilahvili (GEO) - Rudolf Molleker 6:4, 7:6 (7:5)

Marton Fucsovics (HUN) - Philipp Kohlschreiber (6) 6:4, 3:6, 1:2/Aufgabe Fucsovics

Benoit Paire (FRA) - Steve Johnson (USA) 7:5, 7:6 (7:5)

Stefanos Tsitsipas (GRE) - Lucas Pouille (FRA/5) 6:2, 7:6 (7:3)

Richard Gasquet (FRA/8) - Florian Mayer 2:6, 2:6

Mischa Zverev - Karen Khachanov (RUS) 6:7 (5:7), 3:6

Malek Jaziri (TUN) - Matthew Ebden (AUS) 0:6, 6:7 (2:7)

Roger Federer (SUI/1) - Aljaz Bedene (SLO) 6:3, 6:4

Andreas Seppi (ITA) - Matteo Berrettini (ITA) 6:3, 7:5

Borna Coric (CRO) - Alexander Zverev (2) 6:1, 6:4

Jan-Lennard Struff - Roberto Bautista Agut (ESP/4) 4:6, 1:6

Kei Nishikori (JPN/7) - Matthias Bachinger 6:3, 7:6 (7:3)

Maximilian Marterer - Yuichi Sugita (JPN) 4:6, 7:5, 3:6

Dominic Thiem (AUT/3) - Mikhail Youzhny (RUS) 7:6 (7:5), 6:2

Lukas Lacko (SVK) - Denis Kudla (USA) 4:6, 4:6

Robin Haase (NED) - Joao Sousa (POR) 4:6, 7:5, 6:4

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