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French Open in Paris Serena Williams meldet sich zurück - Auch deutsche Gewinner

Von dpa

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Paris. Drei deutsche Tennis-Herren sind Alexander Zverev in die zweite Runde der French Open gefolgt. Angelique Kerber und Julia Görges schafften das wie zuvor auch Andrea Petkovic. Im Mittelpunkt stand am Dienstag aber die Rückkehr von Serena Williams.

Serena Williams kann es auch als stolze Mama noch - und das im Catwoman-Outfit: Erleichtert freute sich die erfolgreichste Tennisspielerin der Profigeschichte bei den French Open über ihre gelungene Rückkehr auf die Grand-Slam-Bühne.

Der 7:6 (7:4), 6:4-Sieg der 36-jährigen Amerikanerin über die Tschechin Kristyna Pliskova drängte in Paris auch die deutschen Erstrundensiege des vierten Tages an den Rand. Alexander Zverevs älterer Bruder Mischa, Jan-Lennard Struff und Maximilian Marterer folgten dem Weltranglisten-Dritten in Runde zwei. Bei den Damen siegten nach Andrea Petkovic auch Angelique Kerber und Julia Görges.

Direkt nach der Zitterpartie gegen die zumeist ebenbürtige Weltranglisten-70. Pliskova gestand Williams vor den 15 000 Fans auf dem Court Philippe Chatrier: „Ich bin so glücklich, ein Match hier gewonnen zu haben. Ich nehme es Tag für Tag. Ich setze mich nicht unter Druck.“ Erstmals seit ihrem 23. Grand-Slam-Triumph bei den Australian Open Ende Januar 2017 - als sie schon schwanger war - absolvierte Williams wieder eine Partie bei einem der vier größten Turniere.

Seit ihrem ersten Comeback-Versuch Ende Dezember waren die Erfolge bei den wenigen Auftritten vor allem in den USA überschaubar. In Paris betrat die über lange Jahre dominierende Spielerin, die nur noch auf Rang 451 der Weltrangliste geführt wird, trotz Sonnenscheins und nachmittäglicher Wärme in einem schwarzen Ganzkörperanzug den Platz. „Er ist bequem, ich habe ihn ein paar Mal probiert. Ich fühle mich als Kriegerin, ich lebe in einer Fantasie-Welt“, erzählte sie. Ob austrainiert oder nicht - Williams zeigte gewohnte Power in den Schlägen und den gefürchteten Kampfgeist, aber auch spielerische und körperliche Defizite. In der Partie mit insgesamt 28 Assen von beiden Seiten und nur wenigen attraktiven Ballwechseln biss sie sich in 1:45 Stunden durch. Ob dies reicht, um am Donnerstag gegen die Australierin Ashleigh Barty zu bestehen, wird sich zeigen.

Angelique Kerber verbuchte mit dem 6:2, 6:3 im deutschen Duell gegen Mona Barthel erstmals nach zwei Erstrunden-Niederlagen wieder einen Erfolg in Paris und zeigte eine überzeugende Leistung. „Ich habe mein Spiel wiedergefunden, meine Tagesabläufe“, berichtete Kerber danach. Julia Görges schlug die einstige Australian-Open-Finalistin Dominika Cibulkova aus der Slowakei 6:4, 5:7, 6:0 und durfte feststellen: „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie ich gespielt habe. Das war ein super Einstieg, ein richtig harter Brocken.“

Alexander Zverev will schon an diesem Mittwoch gegen den Serben Dusan Lajovic schon unter die letzten 32 in Paris einziehen, ein Trio könnte am Donnerstag folgen. „Ich werde alles dafür geben, das ist natürlich ein Ziel“, sagte Struff nach dem unerwartet klaren 6:1, 6:3, 6:0 über Jewgeni Donskoi aus Russland. Nun geht es gegen den Amerikaner Steve Johnson. Marterer schaltete den Amerikaner Ryan Harrison mit 6:1, 6:3, 7:5 aus und erreichte erstmals die zweite Runde im Stade Roland Garros. Der 22-jährige Nürnberger trifft am Donnerstag in einem interessanten Duell auf den erst 19-jährigen kanadischen Jungstar Denis Shapovalov. Mischa Zverev beendete die letzten French Open des bald abtretenden Bayreuthers Florian Mayer früh mit einem 6:2, 6:1, 7:6 (7:3)-Erfolg.

Carina Witthöft erlebte dagegen nicht zum ersten Mal in diesem Jahr eine Enttäuschung. Die Hamburgerin verlor 4:6, 2:6 gegen die Französin Fiona Ferro, die nur dank einer Wildcard im Hauptfeld steht und lediglich die Nummer 257 der Weltrangliste ist. Am Montag waren bereits Laura Siegemund und Tatjana Maria gescheitert, Andrea Petkovic erreichte die zweite Runde.

Der zehnmalige French-Open-Champion Rafael Nadal musste sich gegen den Italiener Simone Bolelli quälen. Der 6:4, 6:3, 7:6 (11:9)-Sieg im am Montagabend beim Stand von 0:3 im dritten Satz abgebrochenen Match stand erst nach knapp drei Stunden und vier abgewehrten Satzbällen fest. Die zweimalige Paris-Siegerin Maria Scharapowa aus Russland gewann nach einem 0:3-Rückstand im dritten Satz noch 6:1, 4:6, 6:3 gegen die niederländische Qualifikantin Richel Hogenkamp.


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