„kicker.TV – Der Talk“ auf Eurosport Effenberg: Neuer darf wegen WM nicht seine Karriere aufs Spiel setzen

Von Daniel Bressler

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Manuel Neuer dürfe wegen der WM „nicht seine Karriere aufs Spiel setzen“, sagte Stefan Effenberg bei kicker.TV – Der Talk. Archivoto: Sven Hoppe/dpaManuel Neuer dürfe wegen der WM „nicht seine Karriere aufs Spiel setzen“, sagte Stefan Effenberg bei kicker.TV – Der Talk. Archivoto: Sven Hoppe/dpa

Osnabrück. Vor dem letzten Bundesliga-Spieltag blickten die Experten beim kicker.TV-Talk auf Eurosport am Freitagabend bereits auf Gewinner und Verlierer dieser Saison zurück. Zudem diskutierte die Runde Konsequenzen einer möglichen WM-Teilnahme von Manuel Neuer sowie Änderungen beim Einsatz des Videobeweises.

Domenico Tedesco, Marc-Andre ter Stegen, Jürgen Klopp und Jupp Heynckes wurden als Gewinner der Saison aufgezählt. Trainer Tedesco hätte es laut Ex-Profi Stefan Effenberg geschafft, in Schalke wieder eine Mannschaft zu formen. Mit der Champions-League-Qualifikation, dem Abschneiden vor dem BVB und dem 4:4 nach 0:4 im Derby als Husarenstück können die Schalker auf eine gelungene Saison zurückschauen. Abstriche machte Effenberg jedoch aufgrund des verlorenen Pokal-Halbfinals gegen Eintracht Frankfurt trotz Heimspiel und Favoritenrolle.

Video-Beweis wie beim Hockey?

Als Verlierer der Saison wurden Horst Heldt, Borussia Dortmund, der Hamburger SV und der Video-Schiedsrichter aufgezählt. „Das Problem mit dem Video-Beweis ist, dass die Schiedsrichter im Vorfeld nicht ausreichend geschult worden sind“, bemängelte Effenberg. Laut Fernsehmoderator Johannes B. Kerner solle sich der Fußball ein Beispiel am Hockey nehmen: „Da können die Spieler selbst entscheiden, wann der Video-Beweis eingesetzt wird. Jede Mannschaft bekommt ein Stimmrecht. Wenn die Entscheidung des Schiedsrichters richtig war, fällt das Vetorecht weg, ansonsten bleibt es.“ Das Gegenargument von Effenberg und Kicker-Chefredakteur Jörg Jakob war, dass solch eine Gestaltung nicht zum Fußball passe.

WM-Teilnahme Neuers kann Karriere gefährden

Einig waren sich die Experten dagegen in der Causa Manuel Neuer. Eine WM-Teilnahme komme zu früh und Barcelona-Torwart ter Stegen solle die deutsche Nummer eins in Russland werden. Ein zu frühes Comeback von Neuer würde das Risiko einer erneuten Verletzung erhöhen. „Er darf deshalb nicht seine Karriere aufs Spiel setzen“, sagte Effenberg und Ex-Spieler Simon Rolfes fügte an: „Er kann danach noch eine oder zwei WMs spielen.“


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