FUSSBALL-TALKS UNTER DER LUPE: SPORT1-DOPPELPASS Breitner: HSV sollte Köln Siegprämie anbieten

Von Lennart Albers

Meine Nachrichten

Um das Thema Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der HSV verlor in Frankfurt und muss jetzt auf die bereits abgestiegenen Kölner bauen. Foto: dpaDer HSV verlor in Frankfurt und muss jetzt auf die bereits abgestiegenen Kölner bauen. Foto: dpa

Osnabrück. Trotz der Niederlage am Samstag in Frankfurt kann sich der Hamburger SV am letzten Spieltag mal wieder in letzter Minute in die Relegation retten, muss dafür aber auf Schützenhilfe des 1. FC Köln in Wolfsburg hoffen. FC Bayern München-Legende Paul Breitner machte deshalb im Sport1-Doppelpass bei Moderator Thomas Helmer einen gewagten Vorschlag: Der HSV sollte eine Siegprämie für die Kölner ausloben, um diese zu motivieren.

Breitner erzählte von seiner Zeit in Spanien und dass es dort normal war, an den letzten fünf Spieltagen Prämien für Mannschaften auszusprechen, für die es um nichts mehr ging, sodass diese dann Schützenhilfe leisteten. Weil der HSV nur noch eine Chance auf den Erstligaverbleib hat, wenn die bereits abgestiegenen Kölner in Wolfsburg gewinnen, sollten die Hamburger auch darauf zurückgreifen: „Warum können die Hamburger den Kölnern nicht offiziell eine Siegprämie anbieten? So als kleiner Rückenwind.“ Kollektiv verwies die Runde auf ein dafür herrschendes Verbot und Bild-Chefreporter Kai Traemann sah es auch die Notwendigkeit: „Die Mannschaft in Wolfsburg ist tot und unmotiviert.“

Titz: „Es ist alles möglich“

Weil es am Samstag kur so aus sah, als würde der HSV die Schützenhilfe nicht gebrauchen, dann aber das Tor von Tatsuya Ito durch den Videobeweis aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde, lief die Diskussionsrunde schon früh zu Höchstleistungen auf. Der im März entlassene HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen sprach von einer Fehlentscheidung der Videoschiedsrichter und sah hier die Schlüsselszene der Partie: „Eine Führung wäre sehr gut gewesen und hätte die Eintracht ins Wanken gebracht.“

Und während sich die Diskussion um fehlende kalibrierte Abseitslinien im Kreis drehte, warf Paul Breitner ein: „Herrschaften, was war 32 Spieltage lang? Hätten die vernünftig gespielt, würden wir da gar nicht drüber reden.“ Der zugeschaltete Trainer Christian Titz ordnete die Szene etwas sachlicher ein und gab zu: „Wir haben verloren, weil wir zu leichte Tore zugelassen haben.“ Die Hoffnung auf den Klassenerhalt hielt er trotzdem hoch: „Wir haben eine realistische Chance mit unseren Fans zuhause zu gewinnen. Mit dem Glauben der letzten Wochen sage ich: Es ist alles möglich.“

Breitner: Lewandowski denkt nicht für die Mannschaft

Für seine Bayern hatte Breitner nach dem Champions League-Aus gegen Real Madrid hingegen nur Lob über: „Das war überragend das Halbfinale. Der FC Bayern wird auch in den nächsten Jahren zu den Top vier in Europa gehören. Er sah keine große Notwendigkeit für eine große Offensive auf dem Transfermarkt, weil mit Leon Goretzka und Serge Gnabry zwei junge, Topspieler bereits als Neuzugänge feststehen. Die Hauptbaustelle des FCB sei jedoch Stürmer Robert Lewandowski, der immer wieder mit Real Madrid in Verbindung gebracht wird und am Samstag Trainer Jupp Heynckes aufgrund seiner Auswechslung den Handschlag verweigerte. „Es scheint nicht unbedingt so, als wenn er für die Mannschaft denken würde. Es ist eher: Ich, Ich, Ich“, kritisierte Breitner die Einstellung des Torjägers scharf.

Erfrischende Jubelbilder hingegen gab es vom FSV Mainz 05, der den Klassenerhalt durch einen 2:1-Sieg in Dortmund feierte. Trainer Sandro Schwarz, an dem die Mainzer trotz Niederlagenserie fest-hielten, was die Sport1-Experten mit viel Lob begleiteten, schrie nach der Rückkehr in der Nacht aus Dortmund in das Sport1-Mikrofron zu den Fans, bedankte sich und gab eine klare Marschroute für die Nacht aus: „Heute wird jedes Getränk, das uns vor die Flinte kommt, verhaftet.“

Doppelpass


Jeden Sonntag ab 11 Uhr auf Sport1. Moderator: Thomas Helmer. Zu sehen auch im Internet via Stream und bei Facebook.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN