Fußball-Talks unter der Lupe: Sport1-Doppelpass Wegen Wechselwunsch: Hannover-Boss Kind kritisiert Sportdirektor Heldt

Von Daniel Bressler

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Arbeiten sie nächsten Saison noch zusammen? Hannovers Präsident Martin Kind (links) hat Sportdirektor Horst Heldt und dessen Wechselwunsch kritisiert. Foto: dpaArbeiten sie nächsten Saison noch zusammen? Hannovers Präsident Martin Kind (links) hat Sportdirektor Horst Heldt und dessen Wechselwunsch kritisiert. Foto: dpa

Osnabrück. Beim Doppelpass auf Sport 1 standen an diesem Sonntag unter anderem die Diskussionen um Sportdirektor Horst Heldt von Hannover 96 sowie die veränderten Hierarchie-Strukturen innerhalb einer Mannschaft im Fokus.

Anlässlich der Turbulenzen um Heldt, der in dieser Saison zum zweiten Mal um Freigabe für einen Wechsel zu einem anderen Klub gebeten hatte, wurde Martin Kind live zugeschaltet. Der 96-Präsident kritisierte Heldts erneutes Bestreben, Hannover während der Saison verlassen zu wollen, um den Posten von Olaf Rebbe beim VfL Wolfsburg anzunehmen.

Kind: Wir sind Profis und können damit umgehen

Zuvor wurde Heldt mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht. Auf die Frage, ob eine vertrauensvolle Zusammenarbeit jetzt noch möglich sei, antwortete Kind: „Wir sind Profis, ich kann damit umgehen.“ Als Begründung, Heldt nicht ziehen zu lassen, nannte der Präsident die Tatsache, dass mit solch einem Wechsel oft ein personeller Neuaufbau einhergehe, da auch Scouts oder Trainer den Verein verlassen könnten. „Wir haben das Problem mit den Fans und dem Sportdirektor und wenn ich ehrlich bin, es kotzt mich an, aber ich kann nicht davor weglaufen“, so Kind.

Kießling: Junge Spieler müssen sich Respekt erarbeiten

Ein weiteres Gesprächsthema war die Rangordnung der Spieler innerhalb einer Mannschaft, die sich im Zeitverlauf verändert hätte. So sprach Marcel Reif von „flachen Hierarchien“, womit auch Leverkusens 34-jähriger Stürmer Stefan Kießling übereinstimmte: „Früher mussten die Jungen die Ballnetze tragen oder wurden beim Kreisspiel mal umgehauen, wenn sie sich weigerten. Das ist wie bei einer normalen Ausbildung, das gehört dazu. Man muss sich Respekt erarbeiten. Heute aber wirst du vom Trainer angemeckert, wenn die jungen Spieler auch mal was auf die Socken bekommen.“ Auf die Frage, ob Kießling in der Kabine von Mitspielern nach Ratschlägen gefragt wird, antwortete Ex-Profi Mario Basler trocken: „Mich haben sie immer gefragt, wie lange die Kneipen auf haben.“


Doppelpass: Jeden Sonntag ab 11 Uhr auf Sport1. Moderator: Thomas Helmer. Zu sehen auch im Internet via Stream und bei Facebook.

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