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Bundesliga kompakt Köln steigt zum sechsten Mal ab - Hamburg darf hoffen

Von dpa

Kölns Torwart Timo Horn geht mit dem FC in die 2. Liga. Foto: Felix KästleKölns Torwart Timo Horn geht mit dem FC in die 2. Liga. Foto: Felix Kästle

Berlin. Der 1. FC Köln muss in die 2. Liga. Nach einem Sieg im Wolfsburg könnte sich der Hamburger SV noch retten. Bayern gewinnt auch ohne viele Stars gegen die schwache Frankfurter Eintracht.

Für den 1. FC Köln ist der Gang in die 2. Bundesliga nicht mehr zu vermeiden, der Hamburger SV könnte sich hingegen erneut in der Fußball-Bundesliga halten. Bayern München reichte eine bessere B-Auswahl, um locker gegen Eintracht Frankfurt zu gewinnen.

Ein Streifzug durch die Samstagsspiele des drittletzten Spieltages:

VERKORKST: „Wenn man am 32. Spieltag sang- und klanglos absteigt, kann man nicht sagen, dass alles gut war. Das muss man knallhart analysieren.“ Torhüter Timo Horn brachte die Stimmung beim 1. FC Köln nach dem sechsten Bundesliga-Abstieg auf den Punkt. Zwar glichen die Rheinländer ein 0:2 zwischenzeitlich noch aus, verloren durch einen Treffer in der Nachspielzeit aber noch 2:3 beim SC Freiburg. „Das 3:2 war das i-Tüpfelchen einer völlig verkorksten Saison“, sagte Horn nach der 20. Saisonpleite.

FREUDENTÄNZE: Gelingt dem Hamburger SV schon wieder die Rettung? „Wir glauben weiter dran“, sagte Lewis Holtby, der mit seinem Treffer zum 2:0 den Weg zum ersehnten Erfolg ebnete. Am Ende siegte der Bundesliga-Dino beim direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg mit 3:1. Nach dem Abpfiff wurde ausgelassen vor der Kurve getanzt, die nächste Last-Minute-Rettung ist dank des dritten Sieges aus den vergangenen vier Spielen möglich. Im Idealfall können die Hamburger Rivale Wolfsburg schon in der kommenden Woche überholen.

GENERALPROBE GELUNGEN: Selbst mit einer mit einigen Nachwuchsspielern gespickten B-Elf setzte sich Meister Bayern München 4:1 gegen Eintracht Frankfurt durch. 21 Tage vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin hatte der neue Bayern-Coach Niko Kovac mit Eintracht Frankfurt nichts zu lachen. „Bei der Leistung fehlen mir schon die Worte. Wenn wir so weiterspielen, holen wir keinen Punkt mehr“, sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. Auch Kovac war sauer und meinte: „Ich werfe meinen Spielern vor, dass sie einfach denken, es geht mit links.“

VERTRAG IN AUSSICHT: Nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach muss Schalke 04 zwar um den zweiten Tabellenplatz zittern, Trainer Domenico Tedesco bringt das aber nicht ins Wanken. Die Schalker wollen die Zusammenarbeit mit ihrem Coach über 2019 hinaus verlängern. Schalkes Sportvorstand Christian Heidel bestätigte das dem TV-Sender Sky. Gegen Gladbach reichte es nach langer Unterzahl - Nabil Bentaleb sah früh die Rote Karte (13.) - nur zu einem Punkt.

EUROPA-HOFFNUNGEN I: Der VfB Stuttgart könnte seine erfolgreiche Rückrunde unter Trainer Tayfun Korkut noch mit der Qualifikation für die Europa League veredeln. Nach dem 1:0 bei Champions-League-Aspirant Bayer Leverkusen sind die Schwaben Tabellen-Achter. „Wir sind froh, dass wir noch einen draufpacken konnten und werden versuchen, auch in den nächsten beiden Spielen zu punkten“, sagte Coach Korkut nach dem glücklichen Sieg gegen sein Ex-Team. Stuttgart spielt noch gegen Hoffenheim und München.

EUROPA-HOFFNUNGEN II: Schafft es Hertha BSC erneut in die Europa League? Nach dem späten 2:2 gegen den FC Augsburg sind die Chancen zwar gering, doch unmöglich ist es nicht. Hertha liegt in der Tabelle mit 43 Zählern drei Punkte hinter Eintracht Frankfurt auf Rang sieben, der die Tür nach Europa noch öffnen könnte. Zumindest Trainer Pal Dardai will vom internationalen Wettbewerb aber nichts wissen: „Wir haben es nicht selbst in der Hand. Die Träumerei müssen wir nicht in die Mannschaft tragen.“