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Fußball-Talks unter der Lupe: 100% Bundesliga Diskussion um kuriosen Elfmeter bei Mainz gegen Freiburg

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Der kuriose Elfmeter beim Bundesligaspiel vom FSV Mainz 05 gegen SC Freiburg war das Aufreger-Thema bei „100% Bundesliga“ auf RTL Nitro. Foto: imago/EßlingDer kuriose Elfmeter beim Bundesligaspiel vom FSV Mainz 05 gegen SC Freiburg war das Aufreger-Thema bei „100% Bundesliga“ auf RTL Nitro. Foto: imago/Eßling

Osnabrück. Der kuriose Elfmeter beim Bundesligaspiel vom FSV Mainz 05 gegen SC Freiburg war das Aufreger-Thema bei „100% Bundesliga“ auf RTL Nitro. Zum Wechsel von Niko Kovac zum FC Bayern hatte Gast Gerald Asamoah aber auch eine klare Meinung.

Das hat es in der Bundesliga noch nicht gegeben: Schiedsrichter Guido Winkmann holte am Montagabend nach Ansicht der Videobilder die Spieler vom FSV Mainz 05 und SC Freiburg aus der Kabine, um einen Elfmeter ausführen zu lassen. „Das ist schon krass“, sagte dazu Ex-Profi Gerald Asamoah, der am 16. April 2018 bei „100% Bundesliga“ auf RTL Nitro zu Gast war. In dem Fußball-Talk ging es auch um den Trainerwechsel beim FC Bayern München und den Derbysieg vom FC Schalke 04 gegen Borussia Dortmund.

Asamoah über den Videobeweis: „Ich fand es früher besser“

Als sich Moderator Thomas Wagner und Experte Steffen Freund am Montagabend zu Beginn der Sendung aus dem Mainzer Stadion meldeten, wurde schon deutlich, dass hier Bundesligageschichte geschrieben wurde. Schließlich sollten sie eigentlich schon in der Mixed-Zone mit den Spielern über die Partie sprechen, doch aufgrund der Zeitverzögerung durch den Elfmeter in der Halbzeitpause war das Spiel noch im vollen Gange. (Lesen Sie hier: Kurioser Elfmeter - Schiri holt Freiburger zurück aus der Kabine.)

Als Asamoah die Szene im Studio sah, war für ihn klar: „Es ist ein Handspiel. Aber es ist krass, dass die Spieler wieder ais der Kabine geholt werden. Man hat gesehen, dass die Freiburger in der zweiten Halbzeit total von der Rolle waren.“ Zum Videobeweis meinte der ehemalige Schalke-Profi und heutige U23-Teammanager der Königsblauen: „Ich bin ein Gegner davon. Dann fehlt die Diskussion, das macht den Fußball leicht kaputt. Jetzt muss man aber damit klar kommen, auch wenn ich es früher besser fand.“

Freund zum Elfmeter in Mainz: „Videobeweis darf nicht greifen“

Weit nach Abpfiff meldeten sich Wagner und Freund dann doch noch aus der Mixed-Zone in Mainz und sprachen mit einem sichtlich angefassten Freiburg-Trainer Christian Streich, der sich aber nicht zu der Elfmetersituation äußern wollte: „Ich habe vor zwei Wochen auf Schalke genug gesagt. Solche Entscheidungen tun weh, aber man kann sie nicht ändern.“ (Nagelsmann im Wontorra-Talk: „Mein Vertrag wurde auch an einem Tag gemacht“.)

Ex-Profi Freund hatte derweil eine klare Meinung zu der Szene: „Der Videobeweis darf nicht greifen. Kempf macht einen Ausfallschritt, er ist selbst überrascht dass ihm der Ball an die Hand springt und macht fast ein Eigentor“, sagte der Experte im Gespräch mit Streich: „Das ist keine klare Fehlentscheidung und deswegen darf der Videoschiedsrichter hier nicht eingreifen.“

Asamoah: Freude über Derbysieg, Verständnis für Kovac

Bestens gelaunt zeigte sich Asamoah, als es um den Derbysieg seines FC Schalke 04 gegen den BVB ging. „Die Art und Weise, wie wir Sonntag gespielt haben, war einmalig. Wir waren einfach die bessere Mannschaft“, sagte Asamoah, der als U23-Teammanager gute Einblicke in den Verein hat und auch Trainer Domenico Tedesco kennt, der für die Spielweise seiner Mannschaft immer wieder kritisiert wird. Asamoah sieht das als Mittel zum Zweck: „Wir wissen, dass wir nicht immer schön spielen. Aber wir wollen einfach oben dabei sein, egal wie wir spielen.“ (Lesen Sie hier: Welche Rolle spielt Ex-Bayern-Medienchef Markus Hörwick beim Kovac-Wechsel?)

Verständnis äußerte der ehemalige Nationalspieler für den viel diskutierten Wechsel von Trainer Niko Kovac zu Bayern München: „Man muss Kovac verstehen, wenn der FC Bayern anruft.  So eine Chance bekommt man im Leben nicht oft.“ Dass der Vertrag an nur einem Tag geschlossen wurde, hält aber auch Asamoah für unwahrscheinlich: „Das ist schon sehr gewagt. Ein Telefonat, um eine Entscheidung zu finden, ist sehr schwer.“ Allerdings solle Eintracht Frankfurt Kovac nicht vorzeitig verlassen, um die Ziele nicht noch zu gefährden. Auch für die Mannschaft dürfe der Wechsel kein großes Thema sein: „Das darf keine Ausrede sein. Als Team muss man sagen: Jetzt erst recht“, meinte er.


Talk – 100% Bundesliga.

Jeden Montag ab 22:15 Uhr auf RTL Nitro. Moderatoren: Laura Wontorra und Thomas Wagner. Zu sehen auch ab Mittwoch 0 Uhr in der Mediathek bei „TV Now“.

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