Fußball-Talks unter der Lupe: Zeiglers wunderbare Welt Arnd Zeigler bringt Licht ins Dunkel des Kovac-Wechsels

Von Micha Lemme

Kovac geht nach München. Geht dafür jemand aus München nach Frankfurt? Arnd Zeigler hätte da eine Idee. Foto: WittersKovac geht nach München. Geht dafür jemand aus München nach Frankfurt? Arnd Zeigler hätte da eine Idee. Foto: Witters

Osnabrück. In der Sendung zum 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga versuchte sich WDR-Moderator Arnd Zeigler in der Aufarbeitung des Wechseltheaters um Niko Kovac. Um die Differenzen zwischen den Verantwortlichen in München und Frankfurt zu beseitigen, brachte Zeigler eine kuriose Lösung ins Spiel, die in der Geschichte der beiden Vereine keinesfalls beispiellos ist.

Zeigler fragte sich angesichts der deutlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Eintracht Frankfurt und Bayern München: „Wer ist in diesem ganzen Kosmos der Böse?“ Irgendwer müsse Dinge getan haben, die jemand anderes nicht wollte, so der WDR-Moderator weiter. Er versuchte sich daran, das Wechseltheater zu strukturieren: „Niko Kovac wirkt überrumpelt. Fredi Bobic wirkt sauer. Uli Hoeneß ist sauer, dass Bobic sauer ist.“ Kovac selbst hatte am Samstag betont, nie von einem fixen Verbleib in Frankfurt gesprochen zu haben. „Das stimmt übrigens. Wenn man diese Zitate analysiert, dann hat Niko Kovac immer aufrichtig die Wahrheit gesagt“, bestätigte Zeigler.

„Verstehe nicht, warum die Bayern nicht Bescheid gesagt haben“

Dass man beim FC Bayern nun angesichts der empfindlichen Reaktion von Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic verwundert und verärgert sei, stieß bei Zeigler nur sehr bedingt auf Verständnis. Der WDR-Moderator positionierte sich klar: „Ich verstehe nicht, warum die Bayern nicht einfach mal bei der Eintracht Bescheid gesagt haben und gesagt haben: Wir haben Interesse an eurem Trainer, wir wissen auch, dass der eine Ausstiegsklausel hat, wir finden, dass ihr das wissen solltet.“

Ein Tauschgeschäft als optimale Lösung

Um den Differenzen zwischen beiden Vereinen ein Ende bereiten zu können, brachte Zeigler eine erstaunliche Tauschlösung ins Spiel, denn auch Jupp Heynckes habe noch nicht klar gesagt, dass er am Saisonende als Trainer aufhört. „Was liegt jetzt näher als Heynckes zur Eintracht und Kovac zu Bayern? Das ist wahrscheinlich Quatsch, aber wenn nicht, dann habt ihr es hier zuerst gehört“, so Zeigler. Genau solch ein Tauschgeschäft hat es zwischen Bayern und Frankfurt kurioserweise schon einmal gegeben: Im Dezember 1977 eisten die Bayern Gyula Lorant aus Frankfurt los und im Gegenzug wechselte Dettmar Cramer aus München zur Eintracht.

„Geisterspiel“ in der Bezirksliga

Ein Blick aufs Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund durfte in der Sendung gewiss nicht fehlen. Zeigler richtete den Fokus allerdings auf die Auswirkungen des Derbys auf den Amateurfußball und erklärte, dass 250 Spiele, die parallel zum Duell im Ruhrgebiet angesetzt waren, verlegt werden sollten. „Das hat aber nicht geklappt, es waren einfach zu viele.“ Infolgedessen war ein Kamerateam zum Bezirksligaspiel Eintracht Dortmund gegen den VFL Kamen gereist und fing dort interessante Bilder von einem „Geisterspiel“ in der Bezirksliga ein.

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