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Nach Sensationssieg gegen FC Barcelona Im Video: Rom-Präsident springt in Brunnen – Spende an die Stadt

Von Yannick Richter

Nach dem Schlusspfiff jubelte Roms Präsident James Pallotta (links) auf dem Spielfeld mit Mittelfeldspieler Daniele De Rossi. Danach zog es ihn in die Stadt, dort sprang er dann unter dem Jubel der Fans in einen Brunnen. Foto: dpaNach dem Schlusspfiff jubelte Roms Präsident James Pallotta (links) auf dem Spielfeld mit Mittelfeldspieler Daniele De Rossi. Danach zog es ihn in die Stadt, dort sprang er dann unter dem Jubel der Fans in einen Brunnen. Foto: dpa

Rom. Nach dem sensationellen Sieg gegen den FC Barcelona und dem Einzug ins Halbfinale der Champions League ist James Pallotta, Präsident des AS Rom, in der Stadt vor Freude in einen Brunnen gesprungen. Am Tag danach hat Pallotta sich für sein Verhalten entschuldigt – und sich als generöser Spender gezeigt.

Touristen müssen hohe Strafen zahlen, wenn sie in römischen Brunnen ein Bad nehmen. Und James Pallotta, der Präsident des AS Rom? Nach der Fußball-Sensation gegen Barcelona in der Champions League sprang er vor Freude in den Brunnen auf der zentralen Piazza del Popolo. Umringt von unzähligen Fans im Freudentaumel, die die ganze Nacht den 3:0-Sieg ihrer Mannschaft gegen Barca und den ersten Einzug ins Halbfinale in der Geschichte des Clubs feierten.

Auf diesem Video ist zu sehen, wie Pallotta in den Brunnen springt

Strafe für Rom-Präsidenten?

Eigentlich steht auf Baden in den historischen Becken in Rom eine Strafe von bis zu 500 Euro. Roms Bürgermeister Virginia Raggi sagte am Mittwoch: „Er hat erkannt, wie wichtig es ist, ein gutes Beispiel zu sein. Und er zahlt sicher die Strafe.“ Später gab Raggi bekannt: Pallotta wolle 230.000 Euro für die Restaurierung eines Brunnens vor dem Pantheon spenden.

Spende mit Kalkül?

Gut stellen muss sich Pallotta in jedem Fall mit der Bürgermeisterin, da kann auch eine Spende nicht schaden: Denn sein Club will in Rom ein neues Megastation bauen, das auch vom guten Willen der Stadt abhängt. Zu dem Entschuldigungstreffen auf dem Kapitolshügel kamen dann auch gleich die Verantwortlichen für die Urbanistik der Stadt. Raggi dankte dem reichen US-amerikanischen Investor danach für seine „Großzügigkeit“.

Medien sprechen von „magischer Nacht“

Die Freude über den Sieg trübt das freilich nicht. „La notte magica“, also von der „magischen Nacht“ schwärmten die Zeitungen. „Kaiserlich!“, titelte die Zeitung „Gazzetta dello Sport“. „RoMagica!“ Selbst eingefleischte Fans der Konkurrenz Juventus Turin mussten ihren Hut ziehen. „Wenigstens an einem Abend Forza #Roma!“, twitterte Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni kurz nach dem Spiel im römischen Olympiastadion. Er ist zwar Römer, aber Juve-Fan. Für seine Mannschaft musste er allerdings noch bangen: Juventus musste am Mittwoch einen 0:3-Rückstand gegen Real Madrid aufholen, um ins Halbfinale zu kommen. (Mit dpa)