MSC Osnabrück präsentiert App 51. Borgloher Bergrennen: Mehr Sport – auch auf dem Smartphone

Von Malte Schlaack

Kraft pur: Der Österreicher Herbert Pregartner in seinem Porsche 911 GT2 R. Foto: MSC Osnabrück/Uwe GerkenKraft pur: Der Österreicher Herbert Pregartner in seinem Porsche 911 GT2 R. Foto: MSC Osnabrück/Uwe Gerken 

Osnabrück. Rund vier Monate vor der ersten Startflagge sind die Organisatoren des Internationalen Osnabrücker ADAC Bergrennens schon wieder voll auf Betriebstemperatur. Nach dem großen Jubiläum im vergangenen Jahr soll auch die 51. Auflage am 4. und 5. August am Uphöfener Berg in Hilter-Borgloh etwas ganz Besonderes werden. Vor allem in Sachen Digitalisierung tut sich einiges.

Das 50. Bergrennen 2017 war etwas Großes. Dem wollten die Veranstalter des MSC Osnabrück Rechnung tragen und hatten ein umfangreiches und dem Jubiläum gerechtes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Dafür hatte es Lob von vielen Seiten, aber auch etwas Kritik von den Puristen unter den Motorsportfans gegeben. So waren einige der Meinung, dass unter dem ganzen Drumherum das Sportliche zu sehr leiden würde. Dass es zuletzt für die großen Klassen einen Wertungslauf weniger gegeben hatte, lag aber mehr an den Fahrern. Sie hatten im Jubiläumsjahr viel riskiert und so viele Unfälle veursacht.

„Es haben Zuschauer den Wunsch geäußert und auch wir sind der Meinung, dass der Automobilsport dieses Jahr ganz im Vordergrund steht“, sagt Organisationsleiter Bernd Stegmann. Auf der anderen Seite bedeutet das alerdings nicht, dass das „Cars & Fun“-Konzept rund um die Strecke eingestellt wird. Als integraler Bestandteil des Bergrennens wird auch abseits der Läufe wieder eine Menge geboten.

In der Vorbereitung geht es für die Macher in letzter Zeit viel um das auf den ersten Blick wenig spannende Thema Digitalisierung. „Wir wissen, dass wir uns dem nicht mehr lange versperren können. Wollen wir ja auch gar nicht“, betont Stegmann. So soll zum Beispiel im Startbereich, dem sogenannten „Zentrum der Macht“, eine wesentlich bessere Internetverbindung geschaffen werden, da es künftig unter anderem Veränderungen in der Zeitnahme geben wird. Auch neu ist der Vorgang der Nennung, der künftig komplett online abgewickelt wird.

Die Öffnung des Bergrennens für Digitales werden die Fans vor allem auf ihrem Smartphone bemerken. In den entsprechenden Stores der Anbieter gibt es ab sofort unter dem Namen „Bergrennen-OS“ eine App, die Petra Frentrup erstellt hat. „Dort wird es regelmäßig Informationen für unsere Besucher, aber auch die Fahrer geben. Eine solche App gibt es nicht von vielen Bergrennen in Europa. Auch da sind wir wieder ganz vorne mit dabei“, freut sich Stegmann.

In Planung ist zudem eine große LED-Wand, die das Renngeschehen übertragen soll. So sollen die Fans Teile der Strecke sehen können, die sonst nicht einsehbar sind. Noch ist aber nicht klar, wo die Wand platziert wird und wie die technische Umsetzung erfolgt. „Wir wollen die Informationsqualität rund um das Bergrennen insgesamt verbessern“, erklärt Stegmann. Gespräche dazu hätten bereits stattgefunden.

Gesprochen wurde auch schon mit vielen Fahrern. Der MSC verspricht ein international besetztes Feld, das in diesem Jahr wieder auf 175 Starter (plus 25 im E-Mobil-Bergcup) begrenzt ist. Namen kann Stegmann, der in Verhandlung mit etlichen Topfahrern steht, noch nicht viele abschließend nennen. Zugesagt hat auf jeden Fall schon Herbert Pregartner. Der Österreicher kommt mit einem spektakulären Porsche 911 GT2 R, dessen Leistung auf der Homepage des erfahrenen Rennfahrers mit exakt 911 PS angegeben wird.

Weiterlesen: Josef Luttmann: Der Mann an der Fahne in Borgloh